Abwehrschwäche

Häufig kann Abwehrschwäche im Zusammenhang mit einer organischen oder einer infektiösen Krankheit auftreten, wie zum Beispiel schwere Operationen, AIDS, Diabetes, Urämie, Tumore oder schwere Allergien. Auch Eiterherde im Körper (Zähne, Mandeln)…

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Durch welche Symptome erkennt man Abwehrschwäche?

Durch eine zu schwache Reaktion des Immunsystems auf Krankheitserreger besteht eine erhöhte Anfälligkeit für ansteckende Krankheiten. Auch die Selbstheilungskräfte des Organismus sind geschwächt. Störungen können in diesem Zustand häufig in ein…

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Welche Therapie hilft?
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Oberstes Prinzip ist die Vermeidung von Infektionen. Neben Stärkung des Körpers durch eine ausgewogene Ernährung und Abhärtung kann eine rechtzeitige Grippeimpfung eine Erkrankung vermeiden. Zielpersonen hier sind Kinder, geschwächte Personen und alte Menschen.

Ein angeborener „primärer Immundefekt“ (PID) ist sehr selten. Wichtig bei diesen Erkrankungen ist eine rechtzeitige Erkennung, also bevor der Körper durch Infektionen nachhaltig geschädigt ist. PID ist meist gut behandelbar, wenn auch die Verfahren teil sehr aufwändig sind.

Naturheilkunde

Kann durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung eine schwerwiegende Erkrankung ausgeschlossen werden, ist eine vorbeugende oder unterstützende Behandlung mit alternativen Methoden sinnvoll (Vitamine, Spurenelemente und Phytotherapeutika).

Abhärtung

Vorbeugend wirkt die Stärkung der körperlichen Abhärtung. Sauna, eine Kneipp-Therapie, Wechselbäder und Bewegung an frischer Luft sind hier geeignet. Auch dosierte UV-Bestrahlungen und leichtes Ausdauertraining wirken unterstützend. Tragen Sie Kleidung, die an die Witterung angepasst ist. Sie sollte weder zu warm, noch zu leicht sein.

Bei Abwehrschwäche: Balance zwischen Stress und Entspannung wichtig

Gesunde Lebensweise, mit Erholung, ausreichend Schlaf und einer Balance zwischen Stress und Entspannung sollen eine Schwächung des Organismus verhindern.

Ernährung

Die Ernährung sollte ausgewogen und reich an Vitaminen/Antioxidantien sein. Meiden von Industriezucker empfiehlt sich, da er das Wachstum von Eiterbakterien (Streptokokken) begünstigt.

Stillen schützt außerdem den Säugling vor Infektionen, da er die Abwehrstoffe der Mutter mit der Milch erhält.

Bei bestimmten Konstitutionen kann eine Heilfastenkur sinnvoll sein.

Supplemente

Die Spurenelemente Kupfer, Zink, Selen und Phosphor, die Vitamine A, C, E und Mineralstoffe, insbesondere Eisen wirken stärkend auf das Immunsystem.

Phytotherapie

Verschiedene pflanzliche Präparate (Tropfen oder Tabletten) regen die körpereigene Abwehr an: Sie enthalten oft Extrakte aus Echinacea (Sonnenhut), Eupatorium (Wasserdost), Thuja (Lebensbaum), Baptisia (Indigo) oder Taigawurzel (Eleutherococcus). Die Inhaltsstoffe werden auch als homöopathische Arzneimittel angeboten:

Als Immunmodulatoren bei Erkältungen wurde die Wurzel des bleichen Sonnenhuts (Echinacea pallida) und das Kraut von des purpurnen Sonnenhuts (Echinacea purpurea) von der Kommission E positiv bewertet.

Die Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) aus der Efeufamilie eignet sich besonders für die Rekonvaleszenz. Zahlreiche, meist russische Arbeiten, belegen seine immunmodulierenden/immunstabilisierenden Wirkung und die Erhöhung der Streßresistenz. Daneben werden ihr eine Antiermüdungswirkung und Leistungssteigerung zugeschrieben.

Propolis –ein Bienenharz – enthält natürliche Antibiotika und scheint sehr nützlich in der Lokaltherapie (Wundbehandlung, Akne, Aphten).

Wasserhanf (Eupatorium perfoliatum) und Wasserdost (Eupatorium cannabinum) wirken immunstimulierend im Zusammenhang mit Erkältungen, akuter Bronchitis und verstopften Atemwegen.

Mistel (Viscum album) wird zur unspezifischen Steigerung des Immunsystems in geringen Konzentrationen injiziert. Höhere Dosen setzt man in der Krebstherapie gegen bösartige Tumore ein.

Sehr populär sind auch wässrige Auszüge aus Arnika (Arnica officinalis), Ringelblumen (Calendula officinalis) und Kamille (Chamomilla recutita). Zunehmende Verbreitung findet in den letzten Jahren auch der Auszug aus der Kapland-Pelargonie (bekannter unter dem Namen Umckaloabo). Sie enthält Bestandteile, die sowohl das Immunsystem stärken, als auch antibakteriell wirken.

Medizinische Hefe besteht aus lebendigen Bäckerhefezellen (Saccharomyces cerevisiae) oder deren Zellwänden. Sie fördert die Immunantwort. Ihre Hauptanwendung liegt in der Behandlung von Durchfällen und Hautkrankheiten in Folge von Immunschwäche.

Bei einer "Anpassungsstörung" ist die Selbstregulation des Körpers gestört und er kann sich nur schwer an Veränderungen und Herausforderungen anpassen, denn dazu ist eine energieverzehrende Reaktion erforderlich. Besonders geschwächte Personen zeigen Anpassungsstörungen. Sie sind in Folge dessen besonders anfällig für weitere Erkrankungen.

"Adaptogene Präparate" sollen den Körper bei der Abwehr von verschiedenen Stressoren (Kälte, Hitze, Keime, Belastungen, Stress) stärken. Die längste Tradition hat hier der Ginseng (Panax ginseng). Neben Stärkung der psychischen Ausgeglichenheit wird er für die geistige und körperliche Spannkraft, bei Rekonvaleszenz und Infektanfälligkeit eingesetzt. Tragant (Astragalus membranaceus) soll ebenfalls immunstimulierend wirken, allerdings gibt es noch keine größeren Studien darüber.

Sowohl Knoblauch als auch Obstessig bieten beste Möglichkeiten heilend und vorbeugend wirksam zu sein. Sie sollten regelmäßig verzehrt oder eingenommen werden. Die Wirkstoffe des Knoblauchs: Alliin, Allicin sowie die Aktivbiostoffe Flavonoide, sind antibiotisch wirksam. Als einfacher Drink zu empfehlen: 2 Teelöffel Knoblauch-Essig in ein Glas Wasser geben und vor den Hauptmahlzeiten trinken.

Die Reizkörper- oder Counterirritans-Therapie setzt auf die scharfen, entzündungserregenden oder zellgiftigen Inhaltsstoffe, die das Immunsystem auf diese Art stimulieren sollen. Zu nennen wären hier die Chili-frucht (Capsicum), Tiergifte (Bienengift, Spanische Fliege), Seidelbast (Daphne mezerium), Wolfsmilchgewächse (Euphorbia), Schwarzer Senf (Sinapis nigra) und Terpentin aus Kiefernarten (Pius spec.). Allerdings sind diese Mittel meistens auch sehr giftig und führen zu einer (gewollten) Schädigung der Haut. Sie haben daher heute einen geringen Stellenwert.

Links zu Heilpflanzen und Vitalstoffen, die bei Abwehrschwäche helfen können:

Sonstige Maßnahmen:

Polypen

„Polypen" (adenoide Vegetationen) und vergrößerte Mandeln sollten behandelt werden, da sonst die nächtliche Atmung mit offenem Mund eine Austrocknung von Atemwegen und Zahnschmelz verursacht. Eine Reduktion der Mineralisierung, Kariesanfälligkeit sind die Folge. Dadurch erhöht sich auch die Anfälligkeit für Viruserkrankungen und bakterielle Infektionen.

Nasendusche

Allabendliche Spülung des Nasenrachenraums mit Salzlösung (z. B. Emser-Nasendusche) und Hühnerbrühe sind prophylaktisch und therapeutisch sinnvoll. Auch eine leichte Massage des Mundraums mit der Zahnbürste und kalte Gesichtsgüsse steigern die Durchblutung und sollen reflektorisch das Bronchialsystem anregen.

Darmsymbioselenkung und Kolon-Hydrotherapie

Im Darm leben unzählige Bakterien, die für das Klima verantwortlich sind. Dabei unterscheidet man harmlose Keime, schlechte und gute Keime. Durch unsere Nahrungsmittel kann sich die Zusammensetzung der Bakterienkulturen verschieben und eine Dysbiose entsteht. Das verursacht neben Verdauungsbeschwerden, vermehrte Blähungen, Verstopfung, Unwohlsein, Infektanfälligkeit usw. und Entzündungen. Das Immunsystem wird belastet und der Organismus geschwächt. Mit geeigneten Medikamenten werden Bakterien bzw. Bakterienstämme oder Hefen, dem Darm zugeführt (siehe Link Probiotika). Dies kann zur Ansiedlung von normalen und gesunden Darmbakterien führen und eine gesunde Darmflora kann entstehen.

Die Kolon-Hydrotherapie versteht man ein „Darmbad“. Mit einem speziellen Gerät wird der Darm gespült. Diese Reinigung ist geeignet die Darmflora zu sanieren.

Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird Blut aus einer Vene entnommen und dann in einen Muskel injiziert. In manchen Fällen wird das Blut behandelt (z. B. mit UV bestrahlt, mit Sauerstoff angereichert oder homöopathisch verdünnt) bevor es zurückgegeben wird.

Die Eigenbluttherapie war von Anfang des Jahrhunderts bis in die 50er Jahre ein weitgehend Teil der Schulmedizin. Sie ist wissenschaftlich wenig untersucht und gilt heute als nicht bewiesen. Daher stehen Schulmediziner der Eigenbluttherapie oft skeptisch gegenüber.

Schulmedizin

Antibiotikatherapie

Antibiotikatherapie sollte aus verschiedenen Gründen so selten wie möglich erfolgen. Sie wird aktuell immer noch viel zu häufig eingesetzt.

 
Stärkung der Abwehr

Die Pharmaindustrie bietet gegen Abwehrschwäche eine Reihe von Produkten an, die das Immunsystem stimulieren können. Zu nennen wären Thymus-stimulierende Hormone, Botenstoffe des Immunsystems oder mikrobielle Produkte. Voraussetzung aber ist, dass ein intaktes Immunsystem vorliegt.

Auch eine Schutzimpfung kann das Immunsystem stimulieren.

 
Passive Immunisierung:

Hierbei gewinnt man die im Serum gesunder Blutspender enthaltenen Abwehrstoffe (Antikörper). Gesunde Menschen haben ein breit gefächertes Spektrum dieser Abwerhstoffe. Eingesetzt wird diese Methode vor allem zur Substitutionstherapie bei Immundefekten.

Hat bereits eine Infektion mit einer sehr schlimmen Krankheit stattgefunden (wie Tetanus, Tollwut, Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten, Hepatitis B, Zeckenenzephalitis), kann man mit einer Zufuhr fremder, spezifischer Antikörper gegen diese Krankheit häufig den Ausbruch der Krankheit schützen.

 

Herdsanierung

Falls im Körper ein Krankheitsherd vorhanden ist (z.B. Zähne oder Mandeln) kümmert man sich vorrangig um einer Sanierung b. z. w Entfernung.

Auch „Polypen" und vergrößerte Mandeln sollten behandelt werden, da sonst die nächtliche Atmung mit offenem Mund eine Austrocknung von Atemwegen und Zahnschmelz verursacht. Eine Reduktion der Mineralisierung, Karies sind die Folgen. Es erhöht sich auch die Anfälligkeit für Viruserkrankungen und bakterielle Infektionen.