Bauchspeicheldrüsenentzündung

Literatur

  1. Flexikon – Das flexible Lexikon Stand Februar 2007
  2. Gesundheit.de, Stand Februar 2007
  3. Herold, G., Innere Medizin, Herold Verlag, Köln, 2006
  4. Hildebrandt, H. (Leitung): Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 260. Auflage, de Gruyter, Berlin, New York, 2004
  5. Löffler, G. und Petrides P.E., Biochemie und Pathobiochemie, 6. Auflage, Springer Verlag 1997
  6. Medizininfo, Stand Februar 2007
  7. Müller, M., Chirurgie für Studium und Praxis, 7. Auflage, Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach, 2004/5
  8. OnVista Media GmbH, Stand Februar 2007
  9. Schiebler, T.H., Schmidt, W., Zilles, K. (Hrg.): Anatomie. Histologie, Entwicklungsgeschichte, makroskopische und mikroskopische Anatomie, Topographie, 8. Auflage, Springer Verlag, Berlin,1999
  10. Van Wyk, B.-E., Wink, C., Wink, M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2004
  11. Wagner, H., Wiesenauer, M.: Phytotherapie. 2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2003
Welche Therapie hilft?

Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus, in schweren Fällen auf der Intensivstation.

Einige Tage lang sollte der Patient keine Nahrung zu sich nehmen, in schweren Fällen wird über Wochen intravenös ernährt.

Bei leichten Verläufen ist dagegen eine Nulldiät nicht zwingend erforderlich.

Naturheilkunde

Die Naturheilkunde eignet sich nur zur begleitenden Behandlung von leichten Bauchspeicheldrüsenbeschwerden zusammen mit einem Ersatz der Verdauungsenzyme.

Phytotherapie bei Bauchspeichelentzündung

Der Enzymmangel kann in gewissen Maße künstlich ausgeglichen werden. Beispielsweise mit pflanzlichen Eiweißzersetzern wie dem Bromelain aus Ananas, sowie Verdauungsenzymen aus tierischem Bauchspeicheldrüsengewebe. Diese Enzyme werden meist in magensaftresistenten Kapseln eingesetzt. Im Darm angekommen verdauen sie die Nahrung wie auch die eigenen Enzyme.

Das einzige Phytotherapeutikum, das direkt zur Anregung der Verdauungssaft-Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse führt, ist die Rinde des Drachenblutbaums (Haronga). Meist verwendet man konzentrierte Extrakte.

Daneben gibt es verschiedene Pflanzen, die indirekt lindernd wirken: z.B. natürliche Bitterstoffe, die die Funktion der Leber, der Gallenwege und die Bewegung des Darms anregen und so die Fettverdauung fördern und gegen Völle- und Spannungsgefühle im Oberbauch wirken: Artischockenblätter, Löwenzahnwurzel, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wermut und Hopfen. Bitterstoffe können auch indirekt die Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse fördern. Sie sollten in der Regel etwa eine halbe Stunde vor dem Essen als Tee getrunken werden. Bei Bitterstoffen ist der Kontakt mit der Zunge besonders wichtig, da dadurch sekretorische Reflexe ausgelöst werden.

Links zu Heilpflanzen und Vitalstoffen, die bei Bauchspeicheldrüsenentzündung helfen können:

Ernährung
Kleine Mahlzeiten sollten über den ganzen Tag verteilt sein und wenig Fett enthalten.

Schulmedizin

Wichtig sind der Ersatz von Flüssigkeit und verlorenen Salzen (Elektrolytsubstitution), sowie eine Schmerzbehandlung (Analgesie z.B. mit Pethidin und anderen stark wirksamen Analgetika). Maßnahmen gegen die Entzündung in der Bauchspeicheldrüse sind umstritten, früher kamen sogenannte Kininasehemmer zum Einsatz.

Nach Besserung bei einer leichteren Erkrankung ist mit dem Kostaufbau zunächst langsam zu beginnen, um eine erneute Verschlechterung zu verhindern.

Eine Operation ist notwendig bei Pankreatitis mit absterbendem Gewebe (nekrotisierend), sowie bei einer infizierten Nekrose und einem einem Befall der Nachbarorgane  (absterbendes Gewebe mit Infektion). Gallensteine müssen ebenfalls entfernt werden.

Als Folge einer Entfernung der Bauchspeicheldrüse oder Organzerstörung durch Absterben kommt es zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage den Blutzucker zu kontrollieren und der Patient benötigt Insulin. Eine Entfernung in Folge einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eher selten