Bluthochdruck
Unter Bluthochdruck – oder Hypertonie – versteht man die krankhafte Erhöhung des Blutdrucks über 140/90 mm Hg in Ruhe.
Der Blutdruck wird normalerweise vom Körper ständig reguliert. Er steigt bei körperlicher oder seelischer Belastung und fällt in…
Durch welche Symptome erkennt man Bluthochdruck?
Ein hoher Blutdruck wird meist zufällig entdeckt, da er lange Zeit keine Beschwerden verursacht. Betroffene Personen beschreiben einen Kopfschmerz am Hinterhaupt, sowie Ohrensausen, Schwindel und Schlafstörungen. Gelegentlich kann Nasenbluten…
Asparagus-P
zur Entwässerung bei Herz- Kreislauf-Beschwerden
Mistel Curarina Tropfen
zur sanften Kreislaufregulierung
Tebonin konzent 240 mg
bei nachlassender mentaler Leistungsfähigkeit
Ziel ist die Senkung des Blutdrucks auf Werte unter 140/90 mmHg. Der genaue Wert richtet sich nach Alter und Begleiterkrankungen des Patienten.
Leichte Formen bis zum Grad II ohne Begleiterkrankungen können durch eine gesunde Lebensart und Naturheilverfahren kontrolliert werden. Auf alle Fälle sollte die Entwicklung des Blutdrucks beobachtet werden.
Ein medikamentöser Eingriff ist ab einer regelmäßigen Erhöhung auf Werte über systolisch 160 mmHg und diastolisch 100 mmHg notwendig. Bei weiteren Risikofaktoren sollte man schon früher regulierend eingreifen (ab systolisch über 140 mmHg bzw. diastolischen über 90 mmHg).
Schwierig zu handhaben ist der Bluthochdruck in der Schwangerschaft, da der Blutdruck aber auch die Behandlung des Hochdrucks das Kind gefährden können. Man reagiert daher erst ab Werten über 170/110 mmHg.
Wichtig ist auch die Behandlung von Begleiterkrankungen wie Zuckerkrankheit oder bei Hochrisikopatienten die Behandlung eines zu hohen Cholesterinspiegels.
Naturheilverfahren werden bei geringfügiger Erhöhung des Blutdrucks eingesetzt oder aber ergänzend zu der klassischen Medikation. Ein besonderes Gewicht liegt auf der Änderung der Lebensweise.
Klassische Naturheilverfahren:
In erster Linie sollten sich Menschen mit höherem Blutdruck mehr bewegen, auf Normalgewicht und gesunde Ernährung achten und nicht rauchen. Günstig sind ein mäßiges, aber regelmäßiges Ausdauertraining und die Anwendung von anderen Naturheilverfahren wie Therapie mit Wasser (Hydrotherapie) Trinkkuren und Entspannungsverfahren.
Bluthochdruck: Wie hilft die Phytotherapie
Die Indische Schlangenwurz, Rauwolfia, hat eine lange Tradition in der Behandlung von Bluthochdruck. Durch die Entwicklung von neuen modernen Medikamenten ist sie aber etwas in Vergessenheit geraten, da einige unangenehme Nebenwirkungen wie Müdigkeit, eine verstopfte Nase sowie depressive Verstimmungen häufig auftreten.
Seit langem bekannt ist auch die blutdruckregulierende Wirkung von Knoblauch (Allium sativum), Zwiebel (Allium cepa) und Bärlauch (Allium ursinum). Sie sind als getrocknetes Pulver oder verschiedene Öle im Angebot. Pro Tag sollte eine Dosis von mindestens 900mg getrocknetem Pulver oder 4g Frischknoblauch eingehalten werden. Knoblauch wirkt außerdem gegen Arteriosklerose, gegen Thrombosen, gefäßerweiternd und hemmt die Synthese von Cholesterin. Wird der Knoblauch im sauren Milieu (z.B. Essig, Zitronensaft) gekocht, kann ein großer Teil der Wirkung bei erheblich geringerer Geruchsbelästigung erhalten werden. Kardamomfrüchte (Cardamomi fructus) und Pfefferminzbonbons (Mentha piperita-Extrakt) oder Kaffee können den Mundgeruch zudem etwas überdecken.
Nicht in klinischen Studien getestet wurden Präparate aus Olivenblättern (Olivae folia). Die Tierversuche jedoch zeigten eine blutdrucksenkende Wirkung. Achtung bei Gallensteinen: Es kann dadurch eine Gallenkolik ausgelöst werden.
Unbewiesen ist auch die Wirkung von Mistelkraut (Visci albi herba). Vorläufige Studien schreiben dem Kleinen Immergrün (Vinca minor) eine blutdrucksenkende Wirkung zu. Neben guter Verträglichkeit wirkt es beruhigend, krampflösend, gefäßerweiternd und entwässernd. Die Kommission E befürwortet die Anwendung des Kleinen Immergrüns jedoch nicht, da bezüglich der Sicherheit zu wenig Daten vorliegen.
Beruhigend
Beruhigende (sedierende) Phytopharmaka wie Baldrian (Valeriana officinalis), Melisse (Melissa), Lavendel (Lavandula), Passionsblume (Passiflora), Hopfen (Humulus lupulus) u.a. können unterstützend bei vorwiegend stressbedingtem Hochdruck gute Dienste leisten.
Cholesterin
Gegen zu hohe Cholesterinwerte, die als Begleiterkrankung häufig auftreten, helfen:
Hafer als Haferkleie, Knoblauch, Bärlauch, Zwiebel, Fischöle, Artischocke, Luzerne, Shiitake-Pilz, Chlorella und Gelée Royale.
Blutverdünnung
Ginkgoblätter (Ginkgo bilobae folia) fördern die Durchblutung und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes bei arteriellen Verschlusserkrankungen. Das wirkt sich insbesondere auf Augen, Hirn, Herz und Muskeln positiv aus.
Entwässerung
Entwässernd (diuretisch) wirken vor allem Spargel (Asparagus, Spargelwurzelstock: Asparagi rhizoma), Kürbiskerne (Cucurbitae peponis semen), Kleines Immergrün und Grüner Tee (Theae viridis folium). Auch Liebstöckel (Levisticum), Petersilie (Petroselinum), Johannisbeerblätter (Ribis nigri folia) und klassische Entwässerungsmittel (Aquaretika) wie Goldrute (Solidago virgaurea), Katzenbart (Orthosiphon), Birkenblätter (Betulae folia), Brennesselblätter (Urticae dioicae folia) u.a. können unterstützend zum Einsatz kommen.
Radikalfänger oder Antioxidantien sollen die Oxidation von Fetten hemmen und so Gefäßveränderungen verhindern, die zu Arterienverkalkung führen können. Wirksam sollen hier sein: Beta-Carotin, Rotwein-Extrakt, Chlorella, Grüner Tee, Vitamin C, Nüsse, Obst, Gemüse, Kakao.
Salze
In der Fachliteratur wird eine mögliche Wirkung von Kalium, Magnesium sowie Calcium diskutiert. Eindeutige Ergebnisse liegen jedoch nicht vor.
Besonders bei Schwangeren ist Magnesium eine unschädliche Behandlungsform.
Links zu Heilpflanzen und Vitalstoffen, die bei Bluthochdruck helfen können:
Lebensführung
Ernährungstherapie
Vorrang hat eine Gewichtsreduktion. Hochdruckpatienten wird empfohlen, auf ihre Ernährung zu achten: Es sollen viel Ballaststoffe, Obst und Gemüse verzehrt werden. Tierisches Fett soll möglichst wenig verzehrt werden. Positiv wirken ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl vorkommen. Gut geeignet sind Vollkornspeisen, Geflügel, Fisch und Nüsse.
Bei etwa der Hälfte der Patienten senkt eine reduzierte Zufuhr von Kochsalz (Natriumchlorid) den Blutdruck mäßig. Die Menge von 5-6 g sollte nicht überschritten werden. Beachten sollten Sie auch, dass etwa 75% als „verstecktes“ Salz vorliegt, z.B. in Wurstwaren, Knabbersnacks und Konserven. Statt zu salzen, können die Speisen mit Kräutern schmackhaft zubereitet werden.
Meiden Sie außerdem Reizmittel wie Nikotin, Alkohol sowie Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola sollen nur in Maßen genossen werden.
Das Ernährungskonzept nach dem "Polymeal-Plan" soll eine Senkung des Blutdrucks bewirken und vorbeugend für Herzerkrankungen sein. Polymeal sieht den täglichen Genuss von Rotwein (150 ml), Bitterschokolade, Obst und Gemüse, Knoblauch und Mandeln vor, sowie viermal wöchentlich Fisch. Der Effekt basiert jedoch auf theoretischen Annahmen und Studiendaten stehen noch aus.
Bewegungstherapie
Sehr zu empfehlen ist viel, vor allem regelmäßige Bewegung, insbesondere wichtig ist das Training der Ausdauer. Schwimmen, Radfahren, Walking sind gut geeignet. Krafttraining und isometrische Übungen dagegen wirken blutdruckerhöhend. Nutzen Sie die Gelegenheiten des Alltags, um sich körperlich zu belasten, z.B. sollten Sie Treppensteigen statt den Aufzug zu benutzen.
Schwangeren Frauen mit Bluthochdruck empfiehlt man körperliche Schonung oder Bettruhe.
Entspannung
Stress ist ein wichtiger Auslöser für Bluthochdruck. Daher sind Entspannungsmethoden günstig. Je nach Ihren Vorlieben gibt es ganz unterschiedliche Entspannungsmethoden: Atemtherapie, Progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, Meditation, Tai Chi oder Yoga u.a. Planen Sie bewusst in ihren Tagesablauf Phasen der Entspannung ein und nehmen Sie sich Zeit für sich.
Links zu Naturheilverfahren, die bei Bluthochdruck helfen können:
Zunächst wird versucht, mit einem Medikament zu behandeln und die Dosis bis zur höchstmöglichen vertragbaren Höhe auszureizen. Ein anderer Ansatz ist das Niedrigdosierungsprinzip. Hierbei kombiniert man verschiedene Medikamente in niedriger Dosierung.
Bei etwa 50% der Patienten reicht die Monotherapie oder Niedrigdosierung aus. Führt dies nicht zu gewünschten Erfolg, wird mit zwei Präparaten behandelt, gegebenenfalls mit dreien, bzw. in einer höheren Dosierung. Das ist etwa bei 30% der Hochdruckpatienten notwendig.
Eingesetzt werden folgende Medikamenttypen:
- Entwässernde Medikamente (Diuretika) fördern die Ausscheidung von Salz. Dadurch verringert sich die Flüssigkeitsmenge im Blut und das Körpervolumen sowie die Pumpleistung des Herzens.
- Kalziumantagonisten und Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer weiten die Blutgefäße. Das vermindert den Kraftaufwand des Herzens und wirkt entlastend.
- Beta-Blocker reduzieren einen nervlich bedingten Blutdruckanstieg und senken die Gefäßanspannung (Gefäßtonus).
- Im Zentralen Nervensystem wirkende Substanzen senken den allgemeinen Gefäßtonus (Prazosin).
Es gibt viele weitere Substanzen auf dem Markt, die wegen noch nicht ausreichender Erprobung, Nebenwirkungen, eines zu hohen Preises oder aus anderen Gründen noch nicht Medikamente der Wahl sind.
Bei einer hypertensiven Krise setzt man auf ACE-Hemmer, Nitroglycerin oder Kalziumantagonisten. Bei sehr hohem Druck wird Urapidil direkt in die Blutgefäße gespritzt bzw. infundiert. Clonidin ist wegen langer Wirkdauer und schlechterer Steuerbarkeit ein Medikament der zweiten Wahl. Nitroprussid-Natrium ist ein Notfallmedikament und nur im Rahmen der Intensivmedizin anzuwenden.
Ein zu hoher Cholesterinspiegel wird häufig mit Statinen behandelt. Zusätzlich wirkt sich Acetylsalizylsäure günstig auf arteriosklerotische Begleiterkrankungen bei Bluthochdruck aus.
