Durst, vermehrt
Der Begriff Polydipsie bezeichnet eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme bei krankhaft erhöhtem Durstgefühl.
Die Flüssigkeitsmenge und Konzentration der Salze im Blut werden vom Körper genauestens geprüft und konstant gehalten. Er registriert bereits…
Durch welche Symptome erkennt man Durst, vermehrt?
Die tägliche Trinkmenge sollte beim Erwachsenen im Normalfall vier Liter nicht überschreiten. Bei höheren Mengen wird der Arzt nach einer zugrunde liegenden Erkrankung suchen.
Austrocknung („Dehydratation“) äußert sich mit Durst, Lethargie,…
Die Therapie besteht in der Behandlung der Grunderkrankung. Hauptziel ist es die Ursachen von vermehrtem Durstgefühl und pathologischem Trinken zu erkennen und zu behandeln.
Bei Durst: Trinken
Um relativ harmlose Flüssigkeitsverluste (leichter Durchfall) zu ergänzen, sollte man dem Durst nachgeben und viel trinken. Wichtig dabei ist ein Ausgleich der Salzverluste. Für kurzfristigen Gebrauch sind Sportgetränke, Mineralwasser, Saft und gezuckerter Tee geeignet.
Für die orale Rehydratation (bei starkem Durchfall, Erbrechen) sind diese Getränke nicht sinnvoll da sie zu wenig Natrium und zu viel Kohlehydrate enthalten. Hierzu gibt es in Apotheken spezielle Granulate, die nur mit einer exakten Menge Wasser aufgefüllt werden müssen. Diese Trinklösungen enthalten Traubenzucker (Glukose) und Kochsalz (Natriumchlorid) im Verhältnis 1:1, sowie andere Salze.
Alkoholkonsum bei vermehtem Durst
Alkohol wirkt auf den Körper austrocknend, da es zu einer erhöhten Wasser-Ausscheidung kommt. Damit gehen aber auch Salze verloren und es entsteht ein Elektrolytmangel.
Alkohol erzeugt also Durst. Wenn dagegen weiter alkoholische Getränke konsumiert werden, wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt.
Sinnvoller wäre ein entsprechender Ausgleich mit Mineralien und Vitaminen. Der Vitamin-Gehalt von Obst stimuliert den Stoffwechsel und erleichtert die Entgiftung der Zwischenprodukte. Eine Säure-, Mineralien und Flüssigkeitszufuhr kann einem „Kater“ in gewissem Ausmaß vorbeugen.
Diabetes
Eine bestehende schwere Form von Diabetes kann nicht mit einer Naturheiltherapie behandelt werden. Leichte Formen können zunächst durch eine Diät behoben werden. Ziel dieser Ernährungsumstellung ist eine langsame Freisetzung des Zuckers aus der Nahrung. In dieser Situation ist der Körper oftmals noch in der Lage den Blutzucker zu kontrollieren.
In der Anfangsphase von Diabetes besteht oft auch ein starkes Übergewicht. In diesem Fall ist eine langsame und kontrollierte Gewichtsreduktion sinnvoll.
Zu den Therapien siehe Texte zu den entsprechenden Krankheiten.
Links zu Naturheilverfahren, die bei Durst, vermehrt helfen können:
Die Schlumedizinische Therapie richtet sich nach der Erkrankung:
Der zentrale Diabetes insipidus wird mit Desmopressin als Nasenspray einmal täglich therapiert. Der Wirkstoff ähnelt dem Hormon ADH.
Ein nephrogener Diabetes insipidus bessert sich unter der Gabe spezieller Wasser-ausschwemmender Medikamente (Thiazidiuretika). Diese verringern Durst und Harnmenge.
Vorsicht ist jedoch geboten bei einem nephrogenen Diabetes insipidus ausgelöst durch Lithium: Thiaziddiuretika verschlechtern den Zustand, eine Besserung bewirkt ein Kalium-sparendes Diuretikum wie Amilorid oder Triamteren.
Die Therapie der Hyperkalzämie besteht in Infusionen, in der Förderung der Wasserausschwemmung (Diurese) und der Gabe von Kalzitonin (Gegenspieler des Parathormons), sowie von Bisphosphonaten gegen bei Knochenabbau (z.B. durch einen Tumor). Diese hemmen den Knochenabbau (die Tätigkeit der knochenabbauenden Zellen = Osteoklasten).
Glukokortikosteroide wirken antagonistisch zu Vitamin D und können auch bei einer Hyperkalzämie im Rahmen einer Sarkoidose angewandt werden.
Der Diabetes mellitus wird zunächst behandelt durch Gewichtsreduktion und angepasste Ernährung. Kommt es jedoch langfristig nicht zu einer Besserung der Blutzuckerwerte, beginnt man eine medikamentöse Behandlung mit oralen Antidiabetika (Tabletten). Zeigen sich hierunter weiterhin erhöhte Blutzuckerspiegel, bleiben letztendlich nur regelmäßige Insulininjektionen, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen und langfristig Komplikationen wie Gefäßerkrankungen und Neuropathien vorzubeugen.
Weitere Informationen zu genannten häufigeren Ursachen s. unter den jeweiligen Kapiteln.
