Gehörgangsentzündung
Als Otitis externa bezeichnet man eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder durch eine allergische Reaktion entstehen kann.
Durch welche Symptome erkennt man Gehörgangsentzündung?
Die Entzündung macht sich zunächst durch Juckreiz oder leichte Schmerzen bemerkbar. Die Betroffenen klagen im weiteren Verlauf über stark ausgeprägte Schmerzen, insbesondere beim Kauen. Es kommt zu einer Schwellung des Gehörgangs, eventuell mit…
Otovowen
bei Ohrenschmerzen und Mittelohrentzündung
Ziel der Behandlung ist es, den Infekt zu bekämpfen. Ist der Körper dadurch überfordert kann hier mit Medikamenten oder pflanzlichen Produkten eingegriffen werden. Da Gehöhrgangsentzündungen schmerzhaft sein können, sind außerdem Maßnahmen zur Schmerzlinderung nötig.
Gehöhrgangsentzündungen behandelt man mit Wärme oder Ohrspühlungen.
Eine Ohrspülung führt man mit einer Salzlösung durch. Anschließend werden in Alkohol getränkte Gazestreifen eingelegt.
Es gibt eine Reihe pflanzlicher Produkte, die statt Antibiotika eingesetzt werden können. Zu nennen wären z.B. Eugenol in Nelken u.a. Heilpflanzen, Polyphenole oder Gemische wie Propolis. Sie können antibiotisch, d.h. hemmend auf Keime wirken, jedoch auf breiterer Wirkbasis ohne das Risiko, resistente Keime zu züchten.
Aus naturheilkundlicher Sicht ist immer die Ökologie des Körpers, also die Zusammenhänge von Gesundheit und natürlicher Besiedelung mit Keimen zu beachten. Antibiotika u.a. die Keimflora negativ beeinflussende Pharmaka sollten daher viel seltener verwendet werden, als z. Zt. im konventionellen Medizinbetrieb üblich. Häufig ist bei banalen Infektionen die Abheilung mit Antibiotika nicht besser, jedoch die Rate an Nebenwirkungen und Komplikationen höher als bei symptomatischer und naturheilkundlicher Behandlung.
Eine wichtige Frage ist, in welchem Maß für den Körper wertvolle, schützende Mikroorganismen durch eine Behandlung beeinträchtigt werden. Dies gilt in besonderem Maß auch für den Darm. Störungen der dortigen Mikroflora können weitreichende Folgen für den Darm und den ganzen Organismus haben. Gehörgangsentzündungen u.a. Krankheiten können durch Darmstörungen und -erkrankungen mitverursacht werden, vor allem über eine negative Beeinflussung der Resistenz der hautansässigen Immunabwehr (dendritische Zellen, IgA-produzierende Plasmazellen, Langerhans-Zellen u. a.). Darmflora-stützende Maßnahmen können also auch hier sinnvoll sein.
Neben Ohrspühlungen und Wärme können bei starken Schmerzen Schmerzmittel (z.B. Paracetamol) verordnet werden, sowie lokal betäubende Ohrentropfen (Lokalanästhetika).
Wenn es unter dieser Behandlung nicht zur Besserung kommt und/oder wenn Risikofaktoren für aggressivere Infektionen vorliegen, müssen Antibiotik-, u.U. Kortison-Tropfen oder Salben eingesetzt werden. Durch ausreichende Kontrollen und Aufklärung der Patienten muss verhindert werden, dass es zu ernsten bzw. systemischen, streuenden Infektionen kommt.

