Herzschwäche: Verlauf, Komplikationen, Formen

Je nachdem, welche Herzhälfte betroffen ist, treten unterschiedliche Beschwerden auf. Auf der aktuellen Seite finden Sie zudem Informationen zu Risikofaktoren sowie Prognosen bei Herzschwäche.

Herzschwäche
Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind bei Herzschwäche ein Muss. © stock.xchng
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Verlauf

Linksherzinsuffizienz

Die Kurzatmigkeit äußert sich zunächst bei verstärkter körperlicher Belastung, im Extremfall treten die Beschwerden auch in Ruhe auf. Wird das Gehirn nicht mehr ausreichend versorgt, kommt es zu Schwindelanfällen und mitunter auch zur Bewusstlosigkeit. Eine mangelnde Durchblutung mit akutem Sauerstoffmangel ist durch eine bläuliche Verfärbung von Haut und Lippen sichtbar.

Rechtsherzinsuffizienz

Anfangs erscheinen die Ödeme abends und werden nachts wieder abgebaut. So muss der Patient nachts häufig Wasserlassen und leidet an Schlafstörungen. Wenn sich das Blut auch in den Organen (Leber und Milz) staut, nehmen diese an Größe zu, der Druck auf den Bauch kann schmerzhaft werden und es kann sich Gewebswasser im Bauchraum (Aszites) bilden.

Risikofaktoren

Daneben gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die eine Herzinsuffizienz verschlimmern können. Dazu gehören: Herzrhythmusstörungen, Blutarmut (Anämien), Schilddrüsenerkrankungen, Lungenentzündung, Schlafapnoe und andere.

Häufigste Todesursache bei einer chronischen Herzinsuffizienz sind Herzrhythmusstörungen.

Prognose

Kann im Anfangsstadium die Ursache der Herzinsuffizienz schnell beseitigt werden, ist die Prognose gut, bleibt die Krankheit unbehandelt, sind die Aussichten schlecht. Medikamente können die Sterblichkeit um 40 % senken. Im letzten Stadium (Stadium IV) kann bei jungen Patienten eine Herztransplantation erwogen werden. Wegen der Knappheit der Organe ist dies oft keine reelle Option.

Herzinsuffizienz gehört, auch bei Ärzten, zu den unterschätzten Krankheiten. Die mittlere Lebenserwartung bei nicht ausreichender oder zu später Therapie ist ebenso vermindert wie im Durchschnitt bei Krebserkrankungen und beträgt dann nur wenige Jahre. Im Einzelfall ist dies natürlich abhängig von der Ausgangsschwere der Erkrankung, vom Alter und weiteren Erkrankungen und Faktoren.

 

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