Husten
Schnelle Selbstreinigung
Husten ist ein natürlicher Reflex bei einer Reizung der Atmungsorgane. Er wird automatisch ausgelöst und ist kaum zu unterdrücken. Der Körper versucht damit Fremdkörper zu entfernen. Aber auch Eindringlinge wie Viren und…
Durch welche Symptome erkennt man Husten?
Ein trockener Reizhusten entsteht durch einen anhaltenden Reiz. Der Hustenreiz kann als sehr quälend empfunden werden, denn das Husten an sich bringt keine Erleichterung.
Beim produktiven Husten entsteht Schleim in den Bronchien. Dann empfindet man…
Aspecton®
durchbricht den Husten
Aspecton® Halstabletten
bei Hustenreiz und Heiserkeit
Isla Moos
bei Hustenreiz und Heiserkeit
Prospan Hustenliquid
bei Husten
Umckaloabo
bei akuter Bronchitis
Bei einfachem Husten ist meist eine Behandlung mit Phytotherapie ausreichend. Sie sollte möglichst früh beginnen. Nur bei chronischem Husten oder obstruktiver Bronchitis ist die Phytotherapie nur begleitend zur Schulmedizin sinnvoll.
Die Hustenstrategie
- Bei trockenem Reizhusten werden Mittel verwendet, die den Reiz auf der Schleimhaut lindern und den Hustenreflex unterdrücken.
- Bei schleimigem Husten ist das nicht sinnvoll, denn der Schleim muss raus. Hier helfen Präparate, die den Schleim verflüssigen.
- Um zu verhindern, dass es zu einer Zweitinfektion mit Bakterien kommt, die im Schleim siedeln, nutzt man Mittel, die die Immunreaktion fördern oder keimhemmend wirken.
- Desweiteren sollte man soweit als möglich die Auslöser meiden (Rauchen, Staub) und die Grunderkrankung bekämpfen.
Husten: welche Pflanze ist die richtige?
Husten kann ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen. Es gibt zahlreiche Heilpflanzen, die gezielt gegen bestimmte Erscheinungen wirken. Besonders vielseitig ist der Efeu.
Trockener Reizhusten: einhüllend
Ursache für trockenen Reizhusten ist eine gereizte Schleimhaut. Verschiedene Heilpflanzen haben eine einhüllende und dämpfende Wirkung auf den Hustenreiz. Sie beruhigen auch die Auswurfaktivität der Schleimha
- Spitzwegerich
- Eibischwurzel, -blätter
- Huflattichblätter
- Isländisch Moos
- Malvenblätter, -blüten
- Wollblume
Trockener Reizhusten: Antientzündlich
Entzündungen der Schleimhäute sind nicht nur schmerzhaft, sie erzeugen außerdem oft Hustenreiz. Bei Entzündung der bronchialen Schleimhaut kann man auch Pflanzen mit antientzündlichen Wirkstoffen nehmen:
- Bibernellwurzel
- Efeublätter
- Isländisches Moos
- Spitzwegerichkraut
- Süßholzwurzel
- Zwiebelsaft/-Extrakt
Krampfhusten: gegen Hustenreiz
Besonders nachts kann das quälend sein und nicht nur den Kranken wach halten. Hier nimmt man Mittel, die den Hustenreflex unterdrücken (so genannte Antitussiva):
- Efeublätter
- Primelwurzel
- Huflattichblätter
- Süßholzwurzel
- Thymiankraut
- Lindenblüten
- Ammeifrüchte
- schwarzer Tee
Früher verwendete man dazu Opiumalkaloide aus dem Schlafmohn (Codein und Noscapin). Das Mittel war wirkungsvoll, wird aber wegen der hohen Suchtgefahr heute nicht mehr eingesetzt.
Verschleimung: „produktiver Husten“
Bei zähem schwer abgehenden Schleim ist es sinnvoll für eine Verflüssigung zu sorgen und den Abtransport zu fördern:
- Saponinhaltige Pflanzen: Efeublätter, Hohlzahnkraut, Primelwurzel, Sanikelkraut, Schlüsselblumenblüten, Seifenwurzel, Senegawurzel, Süßholzwurzel, Königskerze
- ölhaltige Pflanzen (Fichtenspitzen, Grindeliakraut, Kiefernsprosse, Quendelkraut, Sternanisfrüchte, Thymiankraut) oder
- etherisches Öl (Anis-, Eukalyptus-, Fenchel-, Fichten-, Kiefernnadel-, Minz-, Pfefferminzöl, Campher)
Verschleimung: keimhemmend
Schleim soll die Schleimhaut schützen. Doch einige Mikroorganismen haben sich auf Schleim spezialisiert. Sie wachsen darin und führen zu den gefürchteten „Sekundärinfektionen“. Dagegen kann man sich mit keimhemmenden Pflanzen zur Wehr setzen:
- Efeublätter: Extrakt
- Thymiankraut: Fluidextrakt oder Tee
- Propolis - Zubereitungen: im Mund/Rachen einwirken lassen (z.B. auf Zuckerwürfel geträufelt und langsam zergehen lassen, schlucken)
- Salbeiblätter, Tee oder Extrakt: gurgeln, trinken
- Brunnenkresse, Kapuzinerkresse: Fertigpräparate
- schwarzer Rettich, Meerrettich: einnehmen
Immunstärkend: vorbeugend und begleitend
Zur Stärkung des Immunsystems können begleitend eingenommen werden:
Sonnenhut
- Kapuzinerkresse und Meerrettich
- Umckaloabo
- Propolis
Herzstärkend
Husten ist mitunter ein Hinweis auf ein schwaches Herz. Präparate mit Weißdorn stärken die Kontraktionskraft und das Schlagvolumen des Herzens. Herzbeschwerden lassen sich so lindern.
Homöopathie
In der klassischen Homöopathie wird das Mittel passend für jeden einzelnen Patienten ausgewählt. Die Auswahl hängt von den jeweiligen Symptomen ab und kann in diesem Rahmen nicht dargestellt werden.
Zaunrübe (Bryonia): Husten schmerzhaft, trocken und hart. Schleim ist zäh. Beim Husten kommt es zu Würgen und Erbrechen
Metallisches Kupfer (Cuprum metallicum): Hustenanfälle lang anhaltend, heftig, krampfartig, Krampfhusten mit Erstickungszeichen, Keuchhusten, Zusammenschnüren der Brust
Khellin (Ammi visnaga): spastische Bronchitis, Krampfneigung, entspannend
Lobelie (Lobelia inflata): nächtliche Hustenanfälle mit Angst, Atemnot bei Anstrengung
Carbo vegetabilis: Husten mit kaltem Schweißausbruch gefolgt von Erschöpfung und Schwäche, Atemnot.
Ätzkalk (Causticum): Husten in Folgen von Grippe oder Erkältungen, Wundgefühl in der Brust, Schleim kann nicht hoch gehustet werden.
Die Wirkung der Homöopathie ist nicht wissenschaftlich bewiesen.
Physiotherapie, Atemtherapie
Patienten mit chronischem Husten können bestimmte Atem- Räusper- und Hustentechniken erlernen. Sie erleichtern den Auswurf. Des weiteren unterstützt eine Brustkorbgymnastik die Entschleimung.
Good Vibrations
Brummen bei vorgehaltener Hand erzeugt Schwingungen im Brustkorb, die den Schleim lockern und den Auswurf erleichtern. Schwingungen könne auch durch vorsichtiges Abklopfen oder Massagegeräte ausgelöst werden.
Günstig wirkt jede Form von Bewegung, am besten leichte Ausdauersportarten wie Wandern und Radfahren. Dabei ist zu beachten, dass die Belastungsgrenze nicht überschritten wird. Besonders bei bettlägerigen und schwachen Patienten ist darauf zu achten, dass sie sich trotzdem etwas bewegen und des öfteren bewusst tief atmen um alle Lungenabschnitte zu belüften.
Ernährungstherapie
Um die Verflüssigung des Schleims zu unterstützen sollte man viel Hustentee trinken (1,5 bis 2l). Es fördert auch die Befeuchtung der Schleimhäute bei trockenem Reizhusten.
Bei Bronchitis stellt sich oftmals auch Appetitlosigkeit ein. Die Ernährung sollte leicht sein und reich an frischem Obst und Gemüse.
Süß ist erlaubt
Die Geschmacksknospen der Zunge die auf „süß“ reagieren, stimulieren fördern auch die Sekretion der Bronchien. Hustentees und Säfte dürfen und sollen daher gesüßt werden, am besten mit Honig.
Über den Darm behandeln
Husten/Asthma kann einen allergischen Auslöser haben. Die Lunge ist entwicklungsgeschichtlich ein Anhängsel des Darms und ist daher auch mit dem Darmkanal verbunden. Hier kann eine Überprüfung Ernährung notwendig werden. Die Komplementärmedizin sieht in den Ursachen von Asthma häufig auch eine Störung der Darmflora und behandelt durch Darmsymbioeselenkung.
Achtung: Milch fördert die Verschleimung!
Ordnungstherapie
Damit die Hustentherapie anschlagen kann, sollte man zusätzlich für optimale Bedingungen sorgen:
- keine Schadstoffe (wie Rauchen, Staub, Lösungsmittel oder Smog)
- frische Luft und Bewegung an der Sonne
- trockene Heizungsluft meiden (Luftbefeuchter)
- häufig Lüften (kurz aber heftig)
- Unterkühlung vermeiden
- reichlich trinken (2 Liter pro Tag)
Physikalisch Therapie
Wärme
Bei chronischer Bronchitis ist wärme wohltuend. Heiße Wickel können im Bereich der Brust und des Rückens aufgelegt werden. Man nimmt hier Heublumensäcke, Senfmehl, Kartoffelbrei. Auch ein Saunabesuch, etwa 1-2 mal die Woche, hilft beim Entschleimen und regt das Immunsystem an.
Inhalationen
Einreibungen oder Inhalationen mit ätherischen Ölen lösen den Hustenkrampf und fördern das Abhusten. Inhalation von heißen Dämpfen kann auch die Vermehrung von Erkältungsviren hemmen.
Es werden zum Inhalieren auch Ultraschallgeräte angeboten, welche die Luft mit feinsten Tröpfchen (Aerosole) anreichen. Hier können Medikamente oder einfaches Kochsalz zugesetzt werden um die Entschleimung zu unterstützen.
Achtung: bei Säuglingen und kleine Kindern sind ätherische Öle nie im Bereich des Gesichts anzuwenden! Nur Präparate verwenden, die auch für die Alterstufe geeignet sind!
Wärme und Kälte
Bei Infektanfälligkeit empfiehlt sich eine abhärtende Therapie mit warmen und kalten Wasseranwendungen.
Achtung: nur in den anfallsfreien Phasen!
Balneotherapie/Kur
Bei chronischem Husten ist ein Kuraufenthalt in reiner oder salzhaltiger Luft zu empfehlen. Es eignet sich mildes Seeklima oder Sole Anlagen in Mittelgebirgsklima. Empfohlen wird Natriumhydrogencarbonat und Natriumhydrogenchlorid führendes Heilwasser.
Ab- und ausleidende Verfahren
Die traditionelle Medizin behandelt Bronchitis und Asthma mit Schröpfen der Nackenzone oder des Brustbereichs. Dadurch sollen die Beschwerden gelindert werde sowie Schadstoffe ausgeleitet werden.
Ist eine Immunschwäche Ursache für Hustenanfälligkeit wird in den Infektfreien Zeiten eine Baunscheidtbehandlung des Rückens durchgeführt. Dabei wird die Haut verletzt und reizendes Öl eingerieben.
Die medizinische Behandlung richtet sich in der Regel nach der Grunderkrankung.
Ansonsten werden die Symptome behandelt:
Sekretolytika (Ambroxol oder Acetylcystein) löschen den Schleim bei produktivem Husten. In bestimmten Situationen mit starker Sekretbildung kann der Schleim auch abgesaugt werden. Bei trockenem Husten werden hustendämpfende Mittel (Antitussiva) eingesetzt.
Infektiöse bakterielle Lungenerkrankungen werden antibiotisch versorgt. Dabei sollte aber vorher abgeklärt werden um welchen Keim es sich handelt (Bakterien, Mykobakterien, Pilze, Parasiten).
Schmerzlindernde Medikamente (Parazetamol) sind nur gelegentlich notwendig.
Bei Asthma verschreibt der Arzt krampflösende Medikamente (Bronchospasmolytika) und Glukokortikosteroide.
Bei akutem Sauerstoffmangel wird die Atemluft mit Sauerstoff angereichert.
Erregung löst oft Atemnot aus. Hier verschreibt man Betablocker.
Entzündliche Reaktionen kann man mit Antihistaminika oder Kortikosteroiden kontrollieren.
Achtung:
Auswurffördernde Mittel und Antitussiva dürfen nicht gemeinsam angewendet werden!
Viele Asthmatiker reagieren auf ASS (Aspirin), nicht steroidale Entzündungshemmer oder Betablockern mit einem Anfall.
Besonders intensive Betreuung
benötigen Menschen mit Vorerkrankungen insbesondere bei
- Erkrankung der Atmungsorgane
- Nierenerkrankungen
- Leberzirrhose
- Diabetes
- kardialen Erkrankungen (Herzerkrankung)
- Immundefekten
- Herzerkrankungen

