Lippen- und Genitalherpes
Herpes (griech. „kriechen“) bezeichnet eine Gruppe von Viruserkrankungen, die Haut-/Schleimhaut-Bläschen hervorrufen, manchmal zu Lymphknotenvergrößerungen und selten zu Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl führen. Die Erreger gehören zur Familie…
Durch welche Symptome erkennt man Lippen- und Genitalherpes?
Typischerweise kommt es an der Eintrittspforte des HSV zu einer lokalen Entzündungsreaktion mit charakteristisch gruppierten „herpetiformen“ Läsionen (Papeln, Bläschen, Ulzerationen, Krusten). Eine generalisierte Entzündung der Mundschleimhaut…
"Ausrotten" wird man diese unter Menschen überall vorkommenden Viren wohl kaum können. Es ist denkbar, dass in naher Zukunft (wie zum Beispiel für Windpocken = VZV und Humane Papilloma Viren = HPV bereits geschehen) Impfstoffe auf den Markt kommen. Ob die Impfung für jeden sinnvoll sein wird, wird sich zeigen. In Einzelfällen bei bekannter familiärer Neigung (die es zu geben scheint, wohl spezifische Teilleistungsschwächen der zellabtötenden T-Zellen) könnte es eine große Erleichterung sein.
Ursachen wie Eisenmangel und Immunstörungen sind auszuschließen. Intensive Sonnenbestrahlung muss bei wiederkehrendem Lippenherpes vermieden werden bzw. die Lippen müssen mit intensivem Sonnenschutz versehen werden. Vielleicht ist der ein oder die andere auch bereit abzuwägen, was wichtiger ist: Hobbies, die mit einer intensiven Sonnenstrahlung und einer hohen UV-Belastung verbunden sind - wie Ski-Fahren im Hochgebirge oder Bergsteigen - oder eine beschwerdefreie Zeit.
Phytotherpie
Phyto-Präparate für die lokale oder innerliche Anwendung sind Honig, Propolis, Melissenextrakt. Eine Creme aus Aloe vera-Extrakt konnte in einer Studie den Genitalherpes von 14 Tagen auf 4,8 Tage reduzieren.
Auch Zahnpasta, Vitamine und Enzympräparate können nützlich sein.
Links zu Heilpflanzen und Vitalstoffen, die bei Lippen- und Genitalherpes helfen können:
Ordnungstherapie
Ordnungstherapie, ein Kernpunkt der Naturheilverfahren meint, das eigene Leben maßvoll und ausgewogen zu führen, also in einem gewissen Einklang mit unserer Existenzgrundlage, der Natur. Dies kann für Psyche, Gesundheit und – für die Vorbeugung vor Lippenherpes & Co. – deutliche Vorteile und dennoch "Fun" bringen. Viel Freude damit.
Einfache Hauterscheinungen werden gar nicht oder durch Auftrag von Aciclovir-haltigen Externa therapiert, bei immunkompetenten Patienten heilt die Symptomatik nach 7-10 Tagen meist auch spontan ab. Bei schweren Verlaufsformen, Komplikationen oder bei Hochrisikopatienten können Aciclovir und andere Virostatika systemisch appliziert werden, ggf. auch prophylaktisch.
Komplementär medizinische Ansätze sind umstritten, so führt beispielsweise das Aufstechen von Blasen zu erneuter Erregeraussaat. Eine Alternative zur externen Aciclovir-Therapie sind verschiedene Präparate der Naturheilverfahren (siehe oben). Weitere Tipps s. Kapitel Immunabwehr, Infekte der Atemwege. Bei schwererem Lippenherpes mit starken Lokalsymptomen ist eine Therapie mit Tabletten zu empfehlen. Bei mehr als sechs Rückfällen pro Jahr ist eine Dauertherapie mit Aciclovir (z.B. 3x400mg) für sechs Monate zu erwägen. Wenn Provokationsfaktoren bekannt und nicht zu vermeiden sind, kann Aciclovir gelegentlich prophylaktisch gegen Herpes eingesetzt werden.
Bei Genitalherpes sollte wegen der rascheren und besseren Wirksamkeit und der selteneren Einnahme eher Famciclovir oder Valciclovir gewählt werden. Bei mehr als sechs Schüben pro Jahr ist eine Dauerprophylaxe über mindestens sechs Monate zu erwägen. Mitzubehandeln sind auch bakterielle Superinfektionen. Mit neurologischen und urologischen Komplikationen muss gerechnet werden.
