Magenerkrankungen

Eine Magenerkrankung führt zu verschiedenen Oberbauchbeschwerden sowie eine Störung der Verdauung. Der gesunde Magen nimmt die gekaute Nahrung auf, verdaut sie und transportiert sie anschließend in den Darm. Er liegt im Oberbauch – größtenteils auf…

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Durch welche Symptome erkennt man Magenerkrankungen?

Im Folgenden sind hier kurz die wichtigsten Krankheiten des Magens beschrieben.

Beim Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) liegen ganz unterschiedliche Beschwerden vor wie Schmerzen im Oberbauch, Krämpfe, Aufstoßen und Völlegefühl.

Bei akuter Magenentzündung …

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Welche Therapie hilft?
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Die Therapie ist je nach diagnostizierter Krankheit unterschiedlich. Die wichtigsten allgemeinen Maßnahmen sind das Absetzen von belastenden Medikamenten wie ASS (Acetylsalicylsäure, Aspirin) und anderen Schmerzmitteln (Nicht-Steroidale Antirheumatika = NSAR) sowie von Nikotin und Alkohol. Auch der Stress und die psychische Belastungen sollten reduziert werden. Daneben stehen je nach Beschwerden Therapeutika zur Verfügung, die entzündungshemmend, krampflösend, schützend, anregend oder beruhigend wirken.

Früher war der Schleimhautschutz, die Reduktion der Säurebildung und die Reduktion von psychischem Stress das Haupttherapieprinzip. Seit den Neunziger Jahren steht Helicobacter als Hauptursache der Gastritis im Vordergrund. die Behandlung konzentriert sich auf Bekämpfung des Keims mit Antibiotika und die Hemmung der Säureproduktion im Magen mit Protonenpumpenhemmern. In neuerer Zeit steht die Komplexität der Entstehung von Magenerkrankungen im Vordergrund. So werden Faktoren wie etwa die Fehlernährung und die Stresstheorie als Mitauslöser wieder diskutiert.

Naturheilkunde

Naturheilkundliche Therapien kommen nur bei leichten, nicht blutenden Magenschleimhautentzündungen in Frage. Schwere Gastritiden und anhaltende oder therapieresistente Magenbeschwerden müssen unbedingt durch Magenspiegelung weiter abgeklärt und schulmedizinisch behandelt werden. Begleitend können Naturheilverfahren fast immer eingesetzt werden.

 
Naturheilkunde
Die Naturheilkunde wendet vor allem klassische Naturheilverfahren wie Phytotherapie, Ordnungstherapie, Hydrotherapie, entspannende Verfahren, Wickel, "Rollkuren", Ernährungstherapie, aber auch Akupunktur, Neuraltherapie, Fußreflexzonenmassage und Homöopathie an.

Entspannung
Der Magen als stimmungsabhängiges und sensibles Organ reagiert auf Sorgen und Unruhe. Deswegen ist Autogenes Training für Magenkranke immer nützlich. Auch pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrianpräparate unterstützen das seelische Gleichgewicht.

Phytotherapie

Säurereduktion

Salbei, Kamille, Süßholzwurzel und Fenchel als Kräutertee beruhigen die Säureproduktion des Magens. Ungünstig sind in dieser Hinsicht: Schwarzer/Grüner Tee, Kaffee, Alkoholika, Früchte, Hagebutten- und Pfefferminztee. Diese Getränke regen die Säureproduktion an, sind also bei akuter Gastritis oder Sodbrennen nicht zu empfehlen. Die typischen Magentee-Mischungen sind mehr auf die chronische Gastritis oder die Dyspepsie mit zu schwacher Säfteproduktion abgestimmt. Bei Dyspepsie ist Pfefferminze ein sinnvoller Bestandteil.

Entkrampfung
Entkrampfend und daher schmerzlindernd wirken:  Kamille (auch als Rollkur zusammen mit Leinsamenschleim), Schafgarbenkraut, Bittere Schleifenblume, Süßholzwurzel.

In schweren Fällen medizinische Zubereitungen der Giftplanzen Glockenbilsenkraut (Wurzelstock), Bilsenkrautblätter und Tollkirschenblätter und -wurzel. Sie enthalten Stoffe („atropinartige Alkaloiddrogen“), die einen Teil des vegetativen Nervensystems hemmen. Das führt zu einer Minderung von Krämpfen und einer Reduktion der Säureproduktion im Magen.

Schleimhautschutz und Abheilung
Bei Magenerkrankung ist häufig der Schleimhautschutz gestört. Pflanzenprodukte mit Schleimstoffen wirken hier mildernd (Leinsamen, Malvenblüten). Die Süßholzwurzel ist entzündungshemmend, sollte aber nicht über längere Zeiträume eingesetzt werden, da sie dann den Blutdruck erhöht.

Anregung der Sekretion
Das ätherische Öl der Kalmuswurzel und dessen Bitterstoffe fördern die Sekretion von Verdauungssäften. Er ist als krampflösende Mittel und zur Anregung der Magensaftbildung auch bei chronischer Gastritis geeignet.

Bekämpfung von Helicobacter pylori
Zur Bekämpfung von Helicobacter pylori können Honig, Knoblauch in gering magenreizender Form (z.B. mit Brot oder sauer eingelegt), Brokkoli, Grüner Tee begleitend eingesetzt werden. Diese Nahrungsmittel unterstützen die Wirkung der Antibiotika gegen Helicobacter.

Vitamine
Die chronische Gastritis führt oft zu einem Vitamin B12-Mangel. Er sollte durch entsprechende Präparate ausgeglichen werden.

Mikrobiologische Therapie
Mitunter führt eine Gastritis auch zu einer Störung der Darmflora. Es eignen sich Präparate, die Bestandteile oder ganze Zellen des natürlichen Darmbakteriums Escherichia coli (Probiotika) enthalten.

Links zu Heilpflanzen und Vitalstoffen, die bei Magenerkrankungen helfen können:

Ordnungstherapie

Immer empfehlenswert ist die ordnungstherapeutische Regelung der Ernährung:

  • Gründlicheres Kauen, entspanntes, langsames Essen
  • Gebiss sanieren
  • Zeit und Menge der Nahrungsaufnahme optimieren, d.h. morgens eher ein kräftiges Frühstück, zu Mittag ausreichend essen, zum Nachmittag und Abend hin eher leichtere Kost, um den Schlaf nicht zu stören und genügend Wachzeit zur Verdauung zu haben. Je nach Mensch können auch kleinere Zwischenmahlzeiten sinnvoll sein. Finden sie das eigene Optimum.
  • Qualität und Vitalstoffreichtum steigern
  • Konservierte Lebensmittel - gepökelte, geräucherte und stark gesalzene - und Spritzmittel meiden
  • Grillgut wegen der Belastung mit krebserregenden Substanzen beim herkömmlichen Grillen, tierische, fette Nahrung nur in Maßen

Bei Gastritis ist leichte Vollwertkost zu empfehlen. Basenreiche Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Obst und Gemüse können nützlich bei Magenerkrankungen mit einer überschießenden Säureproduktion sein.

Den Genuss von Alkohol, Nikotin sollte grundsätzlich verzichtet werden. Zucker, Fett und Eiweiß ist nur in Maßen zu empfehlen. Meiden sollte man außerdem sehr saure oder stark gewürzte Speisen, sowie süße Getränke und frisches Brot. Im akuten Stadium sind auch saures Obst und Rohkost schwer verträglich. Eventuell ist eine reizlose Breikost angebracht.

Die Malzeiten sollten und am Besten über den ganzen Tag verteilt sein. Fasten- auch Heilfasten - kann die Beschwerden verstärken und sollte unterbleiben.


Hausmittel

Zur Linderung eignen sich feuchtwarme Auflagen auf den Oberbauch.

Bei einer Rollkur trinkt der Patient nüchtern etwa eine halbe Tasse warmen Kamillentee und legt sich anschließend etwa 10 Minuten auf den Rücken. Darauf trinkt er eine weitere halbe Tasse und legt sich auf die Seite. So verfährt er mit allen vier Seiten bis er sich einmal um sich selbst gedreht hat. Dadurch sollen die gesamte Magenwand mit der heilenden Wirkung des Tees in Berührung kommen. Daneben sollte der Patient 40 Minuten Entspannung genießen.


Neuraltherapie
Bei der Neuraltherapie wird ein örtliches Betäubungsmittel in bestimmte Körperzonen gespritzt (Quaddelung). Dadurch sollen andere Körperbereiche reflektorisch beeinflusst werden. Bei Beschwerden im Magendarmbereich setzt man die Quaddeln am linken Rippenbogen sowie am Rücken.

Schulmedizin

Für die Behandlung von Magengeschwüren und akuter Gastritis sind Protonenpumpenhemmer (wichtigste Substanz: Omeprazol) und Histamin-Rezeptor-Blocker sehr effektiv. Antibiotikatherapie ist oft erforderlich zur Behandlung der Infektion durch Helicobacter pylori. Manche Fälle von Magenerkrankungen wie ein Magengeschwür und die meisten Tumore müssen operiert werden.