Warzen
Warzen sind durch Viren ausgelöste Gewebs-Wucherungen, die mehr oder weniger harte und hornige Erhebungen auf der Haut bilden.
Sie können viele unterschiedliche Gestalten annehmen und praktisch überall am Körper auftreten. Sie sind meist schmerzlos,…
Durch welche Symptome erkennt man Warzen?
Zunächst entsteht in der Haut ein Knötchen, welches sich über die Oberfläche wölbt. Später setzt eine zunehmende Verhornung ein.
Vulgäre Warzen fühlen sich hart und oft rau an. In der Mitte können Pigmente oder Gefäße auftreten. Sie werden 5-10 mm…
Entscheidend bei Warzen ist die Stärkung des Immunsystems sowie eine gute Durchblutung.
Bei gesunden Menschen verschwinden Dell- oder vulgäre Warzen von selbst. Behandelt werden sollten Dornwarzen, seborrhoische Warzen und Feigwarzen. Sie können mechanisch entfernt oder mit Hemmstoffen bestrichen werden. Dabei ist zu achten, dass die Wirkstoffe giftig sind und die gesunde Haut geschützt wird.
Seborrhoische Warzen sehen sehr ähnlich aus wie Hautkrebs. Eventuell muss abgeklärt werden, ob die Warze gutartig ist.
Feigwarzen bedürfen – auch wenn sie verschwunden sind – einer jahrelangen Beobachtung.
Verhaltensmaßregeln
Warzen sind ansteckend. Man kann vor allem bei Kindern durch einfache Verhaltensregeln eine weitere Verbreitung vermeiden: Das Kind alleine baden, ihm eigene Handtücher zuteilen und diese oft wechseln. Das Kratzen an den Warzen soll auf alle Fälle vermieden werden, da dadurch infektiöses Material verbreitet wird. Vermeiden Sie auch einen engen körperlichen Kontakt mit warzigen Hautbereichen.
Achten Sie auf Hygiene vor allem in feuchten Orten wie Schwimmbädern und Saunen und verwenden Sie ein Kondom, wenn Ihr Sexualpartner oder Sie Intimwarzen haben.
Gerade bei Warzen gibt es zahllose Hausmittel, Rituale und Methoden (wie Softlaserbehandlung oder Akupunktur). Offensichtlich sprechen manche Menschen darauf an. Der psychologische Effekt spielt hier eine wesentliche Rolle.
Klassische Naturheilverfahren
Entscheidend ist der Faktor Durchblutung. Häufig von Warzen betroffen sind Personen, die kalte Hände und Füße haben und kreislauflabil sind oder/und stark an Händen und Füßen schwitzen. Die Verdunstung des Schweißes führt durch den Kälteeffekt zu einer Unterkühlung der Hautbereiche. Besonders Raucher neigen zu Warzen, da ihre Gefäße durch das Nikotin und die Folgewirkungen der Schadstoffe im Rauch verengt sind.
In diesen Fällen können durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Bäder mit Zusatz von Rosmarin, Linderung verschaffen. Gut sind auch Maßnahmen der klassischen Naturheilverfahren wie Ausdauersport, Sauna, Wechselbäder, Tautreten, Wassertreten und kalte Güsse.
Phytotherapeutika
Äußerlich
In der Volksmedizin weit verbreitet ist es die Warzen mit dem gelben Saft des Schöllkrauts, dem weißen Saft des Löwenzahns oder mit Teebaumöl zu behandeln. Wissenschaftlich getestet jedoch ist diese Anwendung nicht.
Effektiver ist die Tinktur aus dem Lebensbaum (Thuja). Sie lässt nachweislich nach einer Behandlung von vier bis acht Wochen etwa die Hälfte der Warzen verschwinden.
Auf Feigwarzen kann ein Extrakt oder Harz der Fußblattwurzel (Podophyllum peltatum) als Creme aufgetragen werden. Besser wirksam sind Präparate, die das konzentrierte Podophyllotoxin enthalten. Diese Substanz ist antiviral wirksam und hemmt darüber hinaus die Zellteilung. Die Behandlung wird auch von der Schulmedizin befürwortet, jedoch ist die Wirkung nicht sicher. 75% der Patienten können in ein bis sechs Monaten mit einem Verschwinden rechnen.
Gerbstoffhaltige Drogen wie Eichenrinde, Schwarzer Tee, Grüner Tee, Stiefmütterchen können in der äußeren Anwendung die Entzündung lindern und das Abstoßen der befallenen Hautregionen fördern.
Als nützlich gegen die Viren werden äußerlich Produkte aus Zitronenmelisse (Melissa officinalis), Kamille, Pfefferminze, Eukalyptus, Pinie, Teebaumöl, Campher und Mahonie genannt.
Innerlich
Majorankraut und das Öl wirken antimikrobiell. In der Volksmedizin setzt man ihn auch als Stärkungs - und Kräftigungsmittel ein. Allerdings liegen keine wissenschaftliche Untersuchungen zu den Präparaten vor.
In einigen experimentellen Versuchen konnte gezeigt werden, dass Beta-Carotin (z.B. aus Karotten) und Vitamin C positiv auf das Immunsystem wirken. Außerdem zeigten epidemiologische Studien, dass ein hoher Verzehr dieser Vitamine in Form von Obst und Gemüse die Entstehung von Krebs vermindern kann.
Auch der Sonnenhut (Echinacea) stimuliert das Immunsystem und ist darüber hinaus auch antiviral wirksam.
Das Öl der Nachtkerze ist immunmodulierend und verbessert das Hautbild. Erscheinungen wie Juckreiz, Schuppung, Hautentzündung oder Rötung sollen positiv beeinflusst werden.
Eine allgemeine Stärkung des Immunsystems kann durch eine Misteltherapie erfolgen.
Links zu Heilpflanzen und Vitalstoffen, die bei Warzen helfen können:
Links zu Naturheilverfahren, die bei Warzen helfen können:
Vulgäre Warzen werden vereist. Es bildet sich eine sog. Erfrierungsblase, in deren Mitte die Warze hängt. Sie fällt nach einiger Zeit ab. Es gibt zahlreiche andere Entfernungsmethoden wie das Herausschneiden, die Laserbehandlung, die Hochfrequenzschlinge oder Elektrokoagulation. Dellwarzen können mit einer Pinzette herausgezogen werden. Seborrhoische Warzen werden abgekratzt. Erfahrungsgemäß ist das Rückfallrisiko hoch. Die genannten aggressiven Verfahren kommen meist nur bei bleibenden, schmerzhaften oder sich ausbreitenden Warzen zum Einsatz.
Salizylsäure hat die Eigenschaft, den harten verhornten Teil der Warze weich zu machen. Er kann dann nach einer Weile mit dem Hornhauthobel oder einem Bimsstein abgetragen werden. Die Warze an sich verschwindet dadurch jedoch nicht. Retinoide hemmen die Zellteilung und die Verhornung. Das kann die Zahl der Warzen deutlich verringern.
Bei Feigwarzen wählt man häufig die Laserbehandlung oder ein zytostatisches, giftiges Medikament, das direkt auf die Warze aufgetragen wird. Die Behandlung ist langwierig und schmerzhaft. Ein Großteil der Frauen überwindet HPV-Infektionen folgenlos, bei 20% jedoch entwickelt sich eine permanenet Infektion.
Seit 2006 ist eine Impfung gegen die Intimbereich gefährlichen Papilloma-Viren-Stämme HPV 6, 11, 16 und 18 verfügbar. Man verspricht einen 100% Schutz gegen die genannten Viren. Ob das Versprechen gehalten wird und ob Krebs vermieden werden kann, werden die Langzeituntersuchungen in frühestens 15 Jahren zeigen. Bisher sind kaum Nebenwirkungen bekannt geworden und die ersten epidemiologischen Zahlen waren sehr ermutigend.
Ein großer Nachteil ist, dass die Impfung mit ca. 500€ pro Person hohe Kosten verursacht. Die Vorsorgeuntersuchungen gegen Krebs müssten außerdem bis zur Klärung der Situation weiterhin stattfinden, so dass Einsparungen bisher nicht absehbar sind.
Es gibt daher Stimmen, die wegen der hohen Kosten andere Strategien befürworten. Dazu gehören die bisherigen Methoden wie Kondombenutzung, welche die meisten Infektionen verhindern, sowie die Betreuung nur der permanent HPV-positiven Frauen, welche eine permantent Infektion entwickelt haben.
