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Abwehrschwäche

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Abwehrschwäche? Nein Danke!

Starke Abwehrkräfte – das können Sie selbst dafür tun.

Von: PhytoDoc-Redaktion

So stärken Sie Ihre Abwehrkräfte!

Es gibt viele Ursachen für Abwehrschwäche. Sowohl durch immunsystemschwächende Erkrankungen als auch durch seelischen oder körperlichen Stress kann die eigene Abwehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Um den Körper zu schützen, sollten Infektionen vermieden werden, was zum Beispiel durch eine jährliche Grippeschutzimpfung oder die Befolgung einfacher Hygiene-Regeln gewährleistet werden kann. Eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, genügend Bewegung sowie wenig Stress trägt auch zum Aufbau der Abwehrkräfte bei. Bestimmte pflanzliche Präparate können die Abwehr ebenfalls auf Trab bringen: Sonnenhut, Thuja und Taigawurzel eignen sich dafür ideal. Was Sie sonst noch tun können, um Ihr Immunsystem fit zu halten, erfahren Sie auf den nächsten Seiten!

Starke Abwehrkräfte - was kann ich tun?

Oberstes Prinzip ist die Vermeidung von Infektionen. Neben Stärkung des Körpers durch eine ausgewogene Ernährung und Abhärtung kann eine rechtzeitige Grippeimpfung eine Erkrankung vermeiden. Zielpersonen hier sind Kinder, geschwächte Personen und alte Menschen.

Ein angeborener „primärer Immundefekt“ (PID) ist sehr selten. Wichtig bei diesen Erkrankungen ist eine rechtzeitige Erkennung, also bevor der Körper durch Infektionen nachhaltig geschädigt ist. PID ist meist gut behandelbar, wenn auch die Verfahren teilweise sehr aufwändig sind.

Kann durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung eine schwerwiegende Erkrankung ausgeschlossen werden, ist eine vorbeugende oder unterstützende Behandlung mit alternativen Methoden sinnvoll (Vitamine, Spurenelemente und Phytotherapeutika).

Heilpflanzen bei Abwehrschwäche

Verschiedene pflanzliche Präparate (Tropfen oder Tabletten) regen die körpereigene Abwehr an: Sie enthalten oft Extrakte aus Echinacea (Sonnenhut), Eupatorium (Wasserdost), Thuja (Lebensbaum), Baptisia (Indigo) oder Taigawurzel (Eleutherococcus). Die Inhaltsstoffe werden auch als homöopathische Arzneimittel angeboten:

Als Immunmodulatoren bei Erkältungen wurde die Wurzel des bleichen Sonnenhuts (Echinacea pallida) und das Kraut des purpurnen Sonnenhuts (Echinacea purpurea) von der Kommission E positiv bewertet.

Die Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) aus der Efeufamilie eignet sich besonders für die Rekonvaleszenz. Zahlreiche, meist russische Arbeiten, belegen seine immunmodulierenden/immunstabilisierenden Wirkung und die Erhöhung der Stressresistenz. Daneben werden ihr eine Antiermüdungswirkung und Leistungssteigerung zugeschrieben.

Propolis –ein Bienenharz – enthält natürliche Antibiotika und scheint sehr nützlich in der Lokaltherapie (Wundbehandlung, Akne, Aphten).

Wasserhanf (Eupatorium perfoliatum) und Wasserdost (Eupatorium cannabinum) wirken immunstimulierend im Zusammenhang mit Erkältungen, akuter Bronchitis und verstopften Atemwegen.

Mistel (Viscum album) wird zur unspezifischen Steigerung des Immunsystems in geringen Konzentrationen injiziert. Höhere Dosen setzt man in der Krebstherapie gegen bösartige Tumore ein.

Sehr populär sind auch wässrige Auszüge aus Arnika (Arnica officinalis), Ringelblumen (Calendula officinalis) und Kamille (Chamomilla recutita). Zunehmende Verbreitung findet in den letzten Jahren auch der Auszug aus der Kapland-Pelargonie (bekannter unter dem Namen Umckaloabo). Sie enthält Bestandteile, die sowohl das Immunsystem stärken, als auch antibakteriell wirken.

Medizinische Hefe besteht aus lebendigen Bäckerhefezellen (Saccharomyces cerevisiae) oder deren Zellwänden. Sie fördert die Immunantwort. Ihre Hauptanwendung liegt in der Behandlung von Durchfällen und Hautkrankheiten in Folge von Immunschwäche.

Bei einer "Anpassungsstörung" ist die Selbstregulation des Körpers gestört und er kann sich nur schwer an Veränderungen und Herausforderungen anpassen, denn dazu ist eine energieverzehrende Reaktion erforderlich. Besonders geschwächte Personen zeigen Anpassungsstörungen. Sie sind in Folge dessen besonders anfällig für weitere Erkrankungen.

"Adaptogene Präparate" sollen den Körper bei der Abwehr von verschiedenen Stressoren (Kälte, Hitze, Keime, Belastungen, Stress) stärken. Die längste Tradition hat hier der Ginseng (Panax ginseng). Neben Stärkung der psychischen Ausgeglichenheit wird er für die geistige und körperliche Spannkraft, bei Rekonvaleszenz und Infektanfälligkeit eingesetzt. Tragant (Astragalus membranaceus) soll ebenfalls immunstimulierend wirken, allerdings gibt es noch keine größeren Studien darüber.

Sowohl Knoblauch als auch Obstessig bieten beste Möglichkeiten heilend und vorbeugend wirksam zu sein. Sie sollten regelmäßig verzehrt oder eingenommen werden. Die Wirkstoffe des Knoblauchs: Alliin, Allicin sowie die Aktivbiostoffe Flavonoide, sind antibiotisch wirksam. Als einfacher Drink zu empfehlen: 2 Teelöffel Knoblauch-Essig in ein Glas Wasser geben und vor den Hauptmahlzeiten trinken.

Die Reizkörper- oder Counterirritans-Therapie setzt auf die scharfen, entzündungserregenden oder zellgiftigen Inhaltsstoffe, die das Immunsystem auf diese Art stimulieren sollen. Zu nennen wären hier die Chili-frucht (Capsicum), Tiergifte (Bienengift, Spanische Fliege), Seidelbast (Daphne mezerium), Wolfsmilchgewächse (Euphorbia), Schwarzer Senf (Sinapis nigra) und Terpentin aus Kiefernarten (Pius spec.). Allerdings sind diese Mittel meistens auch sehr giftig und führen zu einer (gewollten) Schädigung der Haut. Sie haben daher heute einen geringen Stellenwert.

Nahrungsergänzung

Die Spurenelemente Kupfer, Zink, Selen und Phosphor, die Vitamine A, C, E und Mineralstoffe, insbesondere Eisen wirken stärkend auf das Immunsystem.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Abhärtung

Vorbeugend wirkt die Stärkung der körperlichen Abhärtung. Sauna, eine Kneipp-Therapie, Wechselbäder und Bewegung an frischer Luft sind hier geeignet. Auch dosierte UV-Bestrahlungen und leichtes Ausdauertraining wirken unterstützend. Tragen Sie Kleidung, die an die Witterung angepasst ist. Sie sollte weder zu warm, noch zu leicht sein.

Bei Abwehrschwäche: Balance zwischen Stress und Entspannung wichtig

Gesunde Lebensweise, mit Erholung, ausreichend Schlaf und einer Balance zwischen Stress und Entspannung sollen eine Schwächung des Organismus verhindern.

Eine gesunde Lebensweise und pflanzliche Mittel können das Immunsystem dauerhaft aufbauen. Was noch bei Abwehrschwäche hilft, erfahren Sie auf der nächsten Seiten!