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Anti-Aging

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Anti-Aging: Was hilft tatsächlich?

Wie alt man ist, wie alt man aussieht und wie alt man sich fühlt, ist eben nicht dasselbe. Nur, was wirkt am besten?

Von: PhytoDoc-Redaktion

Fit und gesund bis ins hohe Alter

Altern und Anti-Aging sind brandaktuelle Themen. Früher nahm man das Altern als gegeben hin, heute bemüht man sich, Altersvorgänge zu verstehen und gezielt zu beeinflussen. In der Tat bewirken einige Anti-Aging-Strategien einen besseren Altersverlauf. Wie alt man ist, wie alt man aussieht und wie alt man sich fühlt, ist eben nicht dasselbe. Nur, was hilft tatsächlich?

Mit diesem Special möchten wir Sie umfassend informieren, wie Sie fit und gesund bis ins hohe Alter bleiben.

Wie funktioniert Anti Aging? Oder: fit und gesund bis ins hohe Alter

Die wichtigsten Säulen von Anti-Aging

Richtig Essen, Bewegen, Belastungen ausgleichen und vor Schäden schützen. Wer sich früh daran gewöhnt, für den ist es auch keine Überwindung.

Wenn immer möglich sollte man seine Gesundheit pflegen und gesund erhalten, denn degenerative Krankheiten können auch heute noch nicht gut therapiert werden. Zu Anti-Aging gehört auch, dass man Frühwarnzeichen für Fehlbeanspruchungen und Zivilisationskrankheiten rechtzeitig ernst nimmt.

Nur „Sofort“ ist nicht zu spät

Nebensächliche „Bedienungsfehler“ erscheinen an sich klein, auf die Dauer tragen sie zum Altern bei. Anti-Aging-Maßnahmen beginnen am Besten in jungen Jahren und sollten ein Leben lang durchgehalten werden. Dabei kann man eine beträchtliche Wirkung erzielen. Ein effektives Gesundheitssystem vorausgesetzt, ist man schätzungsweise zu 75% an seinem hohen Lebensalter selbst beteiligt. Die Gene machen nur 25% aus!

Heilpflanzen

Naturheilmittel/ Heilpflanzen: Stärkung der Leistung und der Anpassungsreaktionen

Im Alter nimmt die Stressresistenz ab. Der Körper kann hier gezielt durch Pflanzen (sog. Adaptogene) unterstützt werden, welche die allgemeine Gesundheit und Organfunktion stärken und vor Schädigungen schützen:

Für spezielle Probleme des Alters wie Abwehrschwäche, Müdigkeit, Wechseljahre, Potenzstörungen und Prostatabeschwerden ist neben der Schulmedizin auch eine naturheilkundliche Therapie möglich. Bei Chlorella, Spirulina, Astragalus steht die schützende Wirkung im Vordergrund.

Altern ist ein Oxidationsprozess

So einfach ist es zwar nicht, aber was Wahres ist schon dran. Man sollte daher bestimmte Gewürze und Pflanzenprodukte in den Alltag integrieren. Hier ein paar Vorschläge für Anti-Aging-Lebensmittel:

  • gesund würzen: Ingwer, Galgantwurzel, Meerrettich, Oliven, Rosmarin, Curcuma, Zwiebelgewächse wie Knoblauch, Schnittlauch, Gemüsezwiebel, Schalotten, Lauchzwiebeln, Zwiebel und Porree, Shiitake
  • antioxidativ essen und eine Unzahl schützender sekundärer Pflanzenstoffe zuführen: Granatapfel, Artischocke, Noni-Saft, Kirschen, Pflaumen, Erdbeeren, Johannisbeeren, Sanddorn, Melonen, Apfelbeere (Aronia), Goji-Beere, Kiwi, Äpfel, Rotkohl, rote Radieschen, Radicchio, Kohl, Auberginen, Aprikosen, Pfirsiche, Tomaten, Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Karotten, Zitrusfrüchte, Paprika, Tomaten, Pize, Shiitake, Nüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Avocado...
  • empfehlenswerte Genussmittel: Kaffee mit fettarmer Milch, Grüner Tee, Rotwein (nicht mehr als ein Glas pro Tag).

Übrigens: Indische und chinesische Anti-Aging-Kräutermischungen haben ausgesprochen antioxidative Komponenten. Die Produkte sollten jedoch rückstandskontrolliert sein und aus verlässlicher Quelle stammen.

Gelenke versorgen

Während große Teile unseres Körpers gut regenerieren, sind andere nur begrenzt dazu in der Lage. Alles was man tun kann, ist, durch eine gute Ernährung und ausreichend Bewegung die Degeneration zu vermeiden. Chondroitinsulfat, Kollagen und Glucosamin sind Bestandteile des Knorpels, die in der Ernährung enthalten sein sollten. Wichtig sind Linolsäure, Mineralstoffe und Kieselerde. Sie helfen bei Ernährung von Haut und Bindegewebe. Wer keine Suppe von Knochen und Knorpel, Sülze und Gummibärchen mag: Es gibt die Stoffe auch als Tabletten.

Bei bereits eingetretenen Schäden ist die Wirkung aber Studien zufolge begrenzt. Dafür sind für diese Stoffe bisher keine Nebenwirkungen beschrieben.

Gedächtnisleistung

Indischen Wassernabel verwendet man traditionell gegen Stress oder mentale Erschöpfung und zur Verbesserung der Gedächtnisleistung. Ginsengwurzel, Rosenwurzel, Grüner Tee und Ginkgo verbessern neben der physischen die intellektuelle Leistung. Äußerlich angewendet sollen Ginsengwurzel und Ginkgo die Hautalterung in Anti-Aging-Cremes mildern. Auch der indische Ginseng (Withania somnifera) wird als Nerventonikum mit Anti-Aging, Antistress und immunmodulatorischen Eigenschaften gepriesen.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auch eigener Anstrengung bedarf, um kognitive Einbußen zu vermindern: zu nennen sind körperliche Aktivität sowie Lernen von neuen oder anspruchsvollen Inhalten. Ein niedriger Bildungsstand fördert Demenz! . Vermeiden sollte man Depressionen, Kopftraumata und sonstigen Hirnschäden. Sinnvoll ist auch Behandlung von Begleiterkrankungen wie Hypertonie, Arteriosklerose, Diabetes und Übergewicht.

Tinnitus und Schwindel

Ginkgo bessert das Hörvermögen und reduziert in Studien den Tinnitus, eine häufige Stressfolge. Allerdings: Nicht alle Studien fanden einen positiven Effekt auf die Tinnituslautstärke.

Es gilt bei Tinnitus vor allem auch, dauernde seelische und körperliche Überlastung zu vermeiden und Hörstörungen früh anzugehen: Es wurde festgestellt, dass bei Menschen mit leicht beeinträchtigtem Gehör das Hirn die Empfindlichkeit für Geräuschreize heraufsetzt, um den Hörverlust zu kompensieren. Dies begünstigt das Entstehen von Tinnitus, weil so akustische Reize zum Selbstläufer im Hirn werden können und, auch wenn gar kein Geräusch mehr von außen einwirkt, durch das übersensible Hirn „gelernt“ werden. Daher sollte man zügig eingreifen.

Nahrungsergänzung

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel boomt

Die Disziplin, die sich wissenschaftlich mit diesem Thema beschäftigt, wird Orthomolekulare Medizin genannt. Gebräuchlich ist auch der Begriff "Nährstofftherapie". Zu diesen Nahrungsergänzungsstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren, Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme, zusammen etwa 45 verschiedene Substanzen.

Als sicher gilt, dass eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Mineralien und Vitaminen den Alterungsprozess verlangsamt. Ob es nun tatsächlich positiv ist, wenn man einzelnde Stoffe als Tabletten in erhöhten Dosen zu sich nimmt, wird umfangreich geprüft. Sicherlich kommt es dem Wunsch vieler Menschen entgegen, durch einfaches Schlucken einer Anti- Aging Kapsel von eigener Aktivität entbunden zu sein. Tatsache ist, dass der alternde Mensch mehr von diesen Stoffen braucht. Am besten ist die Therapie immer bei

  • nachgewiesenem Mangel
  • individuellen Stoffwechselschwächen
  • Erkrankungen
  • Lebensstil mit erhöhtem Bedarf

Eine gesunde Lebensführung kann auch das nicht ersetzen.

„Schrotschuss-Therapie“ ist out

Zu unkritisch sollte man von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen nicht Gebrauch machen. Eine vorsorgliche Einnahme überdosierter Vitamine wird daher bei normaler Ernährung nicht mehr befürwortet. Dass es neben den Vorteilen von Anti-Aging Supplementen auch Risiken gibt, dazu gibt es immer mehr Daten.

Für die orthomolekulare Medizin gelten daher gewisse Grundsätze.

  • Selen: Ein abschließendes Urteil ist noch nicht möglich. Basierend auf den derzeit vorliegenden Studienergebnissen ist Selen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Krankheiten nicht gesichert. Aufnahme von zusätzlichem Selen ist möglicherweise auch mit einem höheren Risiko für Diabetes mellitus Typ2 verbunden. Sinnvoll ist die vermehrte Selenzufuhr bei Autoimmunerkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis. Bei manchen Krebserkrankungen gibt es Hinweise auf positive Effekte, insbesondere auf die Verträglichkeit der notwendigen Therapien.
  • Coenzym Q10: Bei Herzerkrankungen wie Koronarer Herzkrankheit, chronischer Herzinsuffizienz und Kardiomyopathie enthält der Herzmuskel zu wenig davon. Nach groß angelegten Studien verbessert es tatsächlich Herzinsuffizienz. Auch eine blutdrucksenkende Wirkung ist belegt. Die Kombination mit Cholesterinsenkern aus der Gruppe der Statine wird positiv bewertet.
  • Calzium ist ebenfalls für die Herzkraft entscheidend. Daneben wirkt es der im Alter so gefürchteten Knochenentkalkung entgegen. Da Calzium alleine nicht optimal verarbeitet werden kann und da weite Teile der Bevölkerung, besonders Altenheim-Bewohner und ältere Menschen zu wenig Vitamin D aufnehmen und produzieren, kombiniert man Calzium mit Vitamin D. Eine Überdosierung aber führt zu Herzrhythmusstörungen und fördert Arteriosklerose. Große Studien lassen am Nutzen von alleiniger Calziumgabe zweifeln: hier nämlich hat man eine Zunahme von Herzinfarkten und Schlaganfällen in der Calziumgruppe gefunden. Eine positive Wirkung von Vitamin D und Kalzium auf verschiedene Krebsentitäten, insbesondere Karzinome der Brustdrüse, der Prostata oder des Dickdarms wird diskutiert, ist aber nicht bewiesen. Einen niedrigen Vitamin D-Spiegel findet man aber bei vielen Tumorpatienten. Fast alle Menschen mit dunklem Teint, die in sonnenarmen Regionen wie Deutschland leben, haben im Herbst und Winter einen behandlungsbedürftigen Vitamin-D-Mangel (unter 10ng/ml Serum).
  • Magnesium: Ist im Körper unentbehrlich und ganze 300 Stoffwechselwege hängen davon ab. Es wird als „Antistressmineral“, zur Blutdrucksenkung, gegen Gefäßverkalkungen und zur Verbesserung von Fettstoffwechselstörungen genommen. Die Datenlage ist nicht eindeutig geklärt.
  • Folsäure, Vitamins B6 and B12 oder Omega-3 Fettsäuren: Die Teilnehmer einer Studie hatten die Kombination gegen Myokardinfarkt, Schlaganfall oder eine instabile Angina pectoris eingenommen. Bei den Frauen wurde unerwarteterweise ein Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko bei Einnahme von Omega-3- Fettsäuren gefunden.
  • Für die antioxidativen Vitamine C, E, A, ß-Carotin und Selen liegt die Auswertung von 47 Studien an 100 000 Teilnehmern vor: Vitamin E, C und ß-Karotin bzw. Vitamin A allein oder in Kombination schützen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen. Bei Einrahme sowohl von ß-Karotin als auch von Vitamin A und mehr als 400 IU Vitamin E wurde ein leicht erhöhtes Sterberisiko nachgewiesen. ß-Carotin und Vitamin A erhöht bei Rauchern nachweislich das Lungenkrebsrisiko.
  • Ein Zusammenhang zwischen Verwendung von Multivitaminpräparaten und einer Reduktion des Brustkrebsrisikos konnte nicht bewiesen werden. Im Gegenteil: Multivitaminprodukte führten zu einer erhöhten Dichte des Brustgewebes. Eine schwedische Studie zeigt gar eine Erhöhung des Brustkrebsrisikos, bei Männern traten Prostatakarzinome gehäuft auf.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

  • Falten glätten: Tee-, roter Ginseng-, Rooibos-Extrakt
  • Feuchtigkeit der Haut unterstützt Fenchelextrakt, Aloe vera, Ginkgo, Schachtelhalm, Beinwell, Calendula, Löwenzahn, Kamille und Pfefferminze.
  • Raue, trockene Haut wird durch Weizenkeimöl geschmeidig.
  • Antioxidativ gegen allgemeine Zeichen der Hautalterung sind Aloin aus Aloe, Ginsenoside aus dem Ginseng, Curcumin aus der Gelbwurzel, Asiaticosid aus dem indischen Wassernabel, Silymarin aus der Mariendistel, Resveratrol aus Trauben, Ziyuglycosid I aus dem Großen Wiesenknopf, Magnolol aus der Magnolie (Magnolia officinalis), Gallussäure beispielsweise aus Schwarzem Tee, Hydroxychavicol aus Betelpfeffer. Die meisten Stoffe werden von zahlreichen Pflanzen produziert, wie Hydroxybenzosäure, Epicatechine, Hydroxyzimtsäuren, Quercetin.
  • Juckreiz: Holzextrakte des Efeus finden in Anti-Aging-Cremes, Lotionen und Shampoos Anwendung. Sie sollen die Haut weich machen und Juckreiz besänftigen.
  • Bei Gefäßproblemen helfen Mäusedorn, Rosskastanie und Rotes Weinlaub.
  • Entgiftung trägt entscheidend zu einem ebenmäßigen Hautbild bei. Es eignen sich zur inneren Anwendung Löwenzahn, Katzenbart oder Goldrute. Empfehlenswert sind außerdem Basische Kräutertees mit Brennnessel, Haferstroh und Schachtelhalm. Auch Etschlacken und Entwässern kann helfen (Goldrute, Brennnessel, Katzenbart, Birkenblätter, Spargel).
  • Rötungen wegen Entzündungen: Calendula, Kamille und Salbei sorgen für einen Keimschutz. Entzündungshemmend sind Hydroxybenzosäure zum Beispiel aus dem Mädesüß oder Bittersüßstängel.
  • Müde und fahle Haut: Die Hautdurchblutung wird durch Arnika und Rosmarinextrakt gefördert. Johanniskraut entspannt und Koffein beflügelt auch müde Haut.
  • natürliche Hormone ersetzen Phytoöstrogene aus Hopfen, Rotklee und Sojasprossen.

Innerliche Hautstraffung

Ergänzt wird ein äußerlicher Lichtschutz in Anti-Aging-Cremes durch Antioxidantien und Vitamine im Blut: β-Karotin, die Vitamine Vitamin C, Vitamin E oder Coenzym Q (Ubichinol). Wichtig ist außerdem das Vitamin B3 für den Hautstoffwechsel von Fetten und der Gerüstsubstanz Kollagen. Aber sie können einen konsequenten Hautschutz nicht ersetzen. Im Sommer regelmäßig Karotten zu sich nehmen!

Hautalterung vorbeugen

Auch Sonnenlicht führt zu oxidativen Schäden in der Haut und den Augen. Das Tragen einer Sonnenbrille schützt die Linse vor Lichtschäden, Sonnencremes die Haut. Neben Lichtschutzfaktoren werden zunehmend auch Antioxidantien in Sonnenschutzpräparaten integriert. Aber nicht nur chemische Stoffe, auch pflanzliche Polyphenole können als Anti-Faltenmittel genutzt werden, wie Antioxidantien aus Pflanzen (Rotwein, schwarzem und grünem Tee).

Tipp: Anti-Aging-Cremes
Zunehmend bekannt wird die positive Wirkung von Isoflavonen auf das Hautbild (innere und äußere Anwendung). Reiche Quellen hierfür sind Südfrüchte, Tee, Kaffee, Artischocken, Trauben, Hülsenfrüchte, Hopfen, Rotklee und Sojasprossen. Klee und Sojapräparate sind am Markt. Ihre „Phytoöstrogene“ in Anti-Aging-Cremes scheinen tatsächlich positive Wirkungen für die Altershaut zu haben. Als natürliche und sinnvolle Bestandteile in Antifalten-Cremes kommen auch viele verschiedene Pflanzen in Frage.

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