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Aphthen

© wikipedia/Maksim

Aphthen: Tatort Mund

Bei kleinen unkomplizierten Aphthen kann man sich selbst helfen mit naturheilkundlicher Behandlung und adstringierenden Heilpflanzen.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wenn es im Mund brennt und schmerzt

Bei Aphthen handelt es sich um kleinere Entzündungen im Mundbereich. Sie können an der Mundschleimhaut, aber auch am Zahnfleisch, an der Zunge oder sogar am Gaumen und an den Mandeln vorkommen. Die Ursachen sind vielfältig. So kann eine Aphthe durch versehentliches „Auf-die-Lippe-Beißen“ oder durch Lebensmittel entstehen, die die Mundschleimhaut reizen. Meist ist sie jedoch das Merkmal einer Immunschwäche: Wiederholtes Auftreten innerhalb kurzer Zeit sollte daher Anlass sein, nach grundlegenden Störungen zu fahnden, da viele Erkrankungen des Immunsystems oder des Magen-Darmtrakts für Aphten anfällig machen. Aphthen heilen meist innerhalb von 10 Tagen von alleine ab, wer den Heilungsprozess beschleunigen will, kann die Stelle mit pflanzlichen Mitteln behandeln: Kamille, Myrrhe, Propolis oder Salbei sind hier empfehlenswerte Pflanzen, die mit ihrer adstringierenden Wirkung Aphthen bekämpfen können. Lesen Sie hier mehr über Aphthen und wie man sie loswird oder am besten sogar vermeidet!

Was tun bei Aphthen?

Individuelle Auslöser von Aphthen finden

Da die Ursachen für Aphthen sehr individuell sind, beschränkt man sich bei der Therapie häufig auf eine symptomatische Behandlung. Bei kleinen unkomplizierten Aphthen kann man sich selbst helfen mit naturheilkundlicher Behandlung und pflanzlichen Mitteln mit adstringierender Wirkung. Oft hilft es auch schon, die eigenen Auslöser zu kennen und dann zu meiden.

Heilpflanzen bei Aphthen

Schleimhaut abschließen

Bei vielen Störungen der Schleimhäute – insbesondere der Aphthen – empfiehlt sich der Einsatz adstringierender Pflanzen. Sie schützen die Oberfläche und schließen sie nach außen ab.

Beispiele:

  • Tormentillenwurzelstock-Tinktur (adstringierend)
  • Gänsefingerkraut (adstringierend)
  • Ratanhiawurzel-Tinktur (adstringierend)
  • Myrrhentinktur (adstringierend, desinfizierend, heilungsfördernd)
  • Salbeiblättertinktur (antimikrobiell, wirkt auch gegen Herpes, adstringierend, entzündungshemmend)
  • Teebaumöl (antimikrobiell, entzündungshemmend)
  • Propolis-Tinktur (adstringierend, antibiotisch, antiviral, heilungsfördernd, entzündungshemmend)

Salbei und Propolis sind besonders vielseitig und kombinieren gleich mehrere positive Wirkungen gegen Aphthen. In höheren Dosierungen und über längere Zeit sollte man Salbei aber nicht anwenden. Konzentrierte Salbeiprodukte sind wegen des enthaltenden Nervengifts Thujon in großen Mengen giftig. Ungefährlich ist die Verwendung von Tees. Für Schwangere sind ätherisches Öl und alkoholische Extrakte nicht geeignet.

Ratanhiawurzel-Tinktur und Teebaumöl können in seltenen Fällen allergische Schleimhautreaktionen auslösen. Wegen fehlender Daten sollten sie bei Aphthen nicht länger als 2 Wochen eingesetzt werden.

Zur Linderung von Reizen nimmt man Eibischwurzel oder auch Malvenblüten. Der enthaltene Schleim hüllt die Schleimhaut schützend ein.

Mit Kamille liegt man immer richtig

Der Klassiker bei jeder Entzündung im Mundbereich ist wegen ihrer Vielseitigkeit die Kamille. Zum Spülen und Gurgeln bei Aphthen bietet der Markt zahlreiche Extrakte und Kamillenblüten-Zubereitungen mit entzündungshemmender und antiseptischer Wirkung.

Die Heilpflanzen können gegen Aphthen auch sehr gut miteinander kombiniert werden. Im Idealfall sollten bei Aphthen folgende Wirkbereiche abgedeckt sein:

  • adstringierend (Myrrhe, Tormentille)
  • antiseptisch (Kamille, Anis, Thymian, Eukalyptus, Propolis)
  • entzündungshemmend (Kamille, Salbei, Propolis)
  • schmerzstillend (Kamille, Pfefferminz, Nelkenöl, Lidocain)

Es hilft schon, aus den Heilpflanzen einen Tee zu kochen und damit häufig den Mund zu spülen. Zu Kaufen gibt es verschiedene Pflanzextrakte in Form von Tinkturen zum Bepinseln der Aphthen oder zum Gurgeln.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Aphthen helfen können

Nahrungsergänzung

Orthomolekulare Medizin

Weniger untersucht ist der Erfolg der Gabe von Eisen, Vitamin B12 sowie Zink. In der Praxis ist häufig ein Nutzen bei Aphthen erkennbar, insbesondere bei vorliegenden Mangelzuständen.

Versuche lassen vermuten, dass eine rechtzeitige Einnahme von Folsäure (5 mg pro Tag) für den Zeitraum einer Woche den Verlauf verkürzt. Bei häufigen Rückfällen schützt die regelmäßige Einnahme von Folsäure (etwa 2,5 mg/Tag) auch vor dem Wiederauftreten der Aphthen. Künstliche Vitamine sollte man jedoch wegen ungesicherter schädlicher Langzeiteffekte nicht über Jahre einnehmen.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Bei Aphthen mit starken Schmerzen kann weiche oder eingeweichte Nahrung hilfreich sein. Im schlimmsten Fall greift man zu Strohhalmen und pürierter, verdünnter Säuglingskost. Eis kann, besonders für Kinder, vorübergehend gute Linderung verschaffen.

Sorgen Sie für eine sanfte Mundhygiene mit weicher Bürste und schonenden Pflegeprodukten. Viele Zahnpasten und Mundwässer enthalten reizende Stoffe.

Nach dem Essen – insbesondere nach süßen, sauren und scharfen Speisen – spült man den Mund mit Kamillentee aus. Eine sorgfältige Mundhygiene verhindert das Ausbreiten von Keimen auf der durch Aphthen geschwächten Schleimhaut.

Nachdem wir Ihnen auf dieser Seite bereits einige Heilpflanzen und Verhaltensregeln vorgestellt haben, können Sie auf der nächsten Seite noch mehr über die Therapie von Aphthen erfahren.