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Weitere Therapien: Bluthochdruck

Was sonst noch hilft

Eine gesunde Ernährung ist bei Bluthochdruck unbedingt notwendig! Welche begleitenden Therapien es gibt und wie die Schulmedizin Bluthochdruck behandelt, erfahren Sie auf der aktuellen Seite!

Ernährung

Vorrang hat eine Gewichtsreduktion. Hochdruckpatienten wird empfohlen, auf ihre Ernährung zu achten: Es sollen viel Ballaststoffe, Obst und Gemüse verzehrt werden. Tierisches Fett soll möglichst wenig verzehrt werden. Positiv wirken ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl vorkommen. Gut geeignet sind Vollkornspeisen, Geflügel, Fisch und Nüsse.

Bei etwa der Hälfte der Patienten senkt eine reduzierte Zufuhr von Kochsalz (Natriumchlorid) den Blutdruck mäßig. Die Menge von 5-6 g sollte nicht überschritten werden. Beachten sollten Sie auch, dass etwa 75% als „verstecktes“ Salz vorliegt, z.B. in Wurstwaren, Knabbersnacks und Konserven. Statt zu salzen, können die Speisen mit Kräutern schmackhaft zubereitet werden.

Meiden Sie außerdem Reizmittel wie Nikotin, Alkohol sowie Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola sollen nur in Maßen genossen werden.

Das Ernährungskonzept nach dem "Polymeal-Plan" soll eine Senkung des Blutdrucks bewirken und vorbeugend für Herzerkrankungen sein. Polymeal sieht den täglichen Genuss von Rotwein (150 ml), Bitterschokolade, Obst und Gemüse, Knoblauch und Mandeln vor, sowie viermal wöchentlich Fisch. Der Effekt basiert jedoch auf theoretischen Annahmen und Studiendaten stehen noch aus.

Naturheilverfahren bei Bluthochdruck

Bewegungstherapie

Sehr zu empfehlen ist viel, vor allem regelmäßige Bewegung, insbesondere wichtig ist das Training der Ausdauer. Schwimmen, Radfahren, Walking sind gut geeignet. Krafttraining und isometrische Übungen dagegen wirken blutdruckerhöhend. Nutzen Sie die Gelegenheiten des Alltags, um sich körperlich zu belasten, z.B. sollten Sie Treppensteigen statt den Aufzug zu benutzen.

Schwangeren Frauen mit Bluthochdruck empfiehlt man körperliche Schonung oder Bettruhe.

Entspannung

Stress ist ein wichtiger Auslöser für Bluthochdruck. Daher sind Entspannungsmethoden günstig. Je nach Ihren Vorlieben gibt es ganz unterschiedliche Entspannungsmethoden: Atemtherapie, Progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, Meditation, Tai Chi oder Yoga u.a. Planen Sie bewusst in ihren Tagesablauf Phasen der Entspannung ein und nehmen Sie sich Zeit für sich.

Schulmedizin

Zunächst wird versucht, mit einem Medikament zu behandeln und die Dosis bis zur höchstmöglichen vertragbaren Höhe auszureizen. Ein anderer Ansatz ist das Niedrigdosierungsprinzip. Hierbei kombiniert man verschiedene Medikamente in niedriger Dosierung.

Bei etwa 50% der Patienten reicht die Monotherapie oder Niedrigdosierung aus. Führt dies nicht zu gewünschten Erfolg, wird mit zwei Präparaten behandelt, gegebenenfalls mit dreien, bzw. in einer höheren Dosierung. Das ist etwa bei 30% der Hochdruckpatienten notwendig.

Eingesetzt werden folgende Medikamenttypen:

  • Entwässernde Medikamente (Diuretika) fördern die Ausscheidung von Salz. Dadurch verringert sich die Flüssigkeitsmenge im Blut und das Körpervolumen sowie die Pumpleistung des Herzens.
  • Kalziumantagonisten und Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer weiten die Blutgefäße. Das vermindert den Kraftaufwand des Herzens und wirkt entlastend.
  • Beta-Blocker reduzieren einen nervlich bedingten Blutdruckanstieg und senken die Gefäßanspannung (Gefäßtonus).
  • Im Zentralen Nervensystem wirkende Substanzen senken den allgemeinen Gefäßtonus (Prazosin).

Es gibt viele weitere Substanzen auf dem Markt, die wegen noch nicht ausreichender Erprobung, Nebenwirkungen, eines zu hohen Preises oder aus anderen Gründen noch nicht Medikamente der Wahl sind.

Bei einer hypertensiven Krise setzt man auf ACE-Hemmer, Nitroglycerin oder Kalziumantagonisten. Bei sehr hohem Druck wird Urapidil direkt in die Blutgefäße gespritzt bzw. infundiert. Clonidin ist wegen langer Wirkdauer und schlechterer Steuerbarkeit ein Medikament der zweiten Wahl. Nitroprussid-Natrium ist ein Notfallmedikament und nur im Rahmen der Intensivmedizin anzuwenden.

Ein zu hoher Cholesterinspiegel wird häufig mit Statinen behandelt. Zusätzlich wirkt sich Acetylsalizylsäure günstig auf arteriosklerotische Begleiterkrankungen bei Bluthochdruck aus.