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Brennende Augen

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Brennende Augen wieder beruhigen

Diese Heilpflanzen bieten Linderung für brennende Augen, aber auch die Desensibilisierung.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Nervigstes Allergiesymptom: brennende Augen

Ob die Allergie nur zur Pollensaison quält oder dauerhaft besteht, eines ist immer gleich: die brennenden Augen. Nach Umfragen sind es überwiegend die Augensymptome, die Allergiker nerven, erst danach rangiert die verstopfte Nase. Doch wie wird man die brennenden Augen schnell wieder los? Eine Desensibilisierung ist tatsächlich eine Lösung, das belegen immer mehr Studien. Auch Heilpflanzen bieten Linderung für brennende Augen. Und wenn alle Stricke reißen, hat die Schulmedizin wirksame Medikamente auf Lager. Am effektivsten wäre es, eine Sensibilisierung erst gar nicht entstehen zu lassen. Wie ein natürliches Leben dazu beitragen kann, die Entwicklung von Allergien zu vermeiden, erfahren Sie hier.

Behandlung bei brennenden Augen: Naturheilkunde und Hausmittel

Wenn Meiden nicht geht…

Im Prinzip gilt bei allen Allergien: das Allergen meiden. In vielen Fällen geht das nicht. Zum Glück gibt es wirksame Mittel, welche die brennenden Augen gut lindern. Die meisten greifen dazu in die Apotheke der Schulmedizin. Jedoch ist die chronische Anwendung von immununterdrückenden Medikamenten nicht immer ein akzeptabler Weg: Die Nebenwirkungen stören. Daher sind natürliche Alternativen gefragt.

Naturheilkunde ganz groß: Desensibilisieren

Gerade wenn sich die Allergene nicht vermeiden lassen, ist eine Desensibilisierung eine praktikable und vor allem dauerhafte Lösung (Naturheilverfahren) gegen brennende Augen. Sie verhindert daneben Komplikationen im Allergieverlauf. Auch können die Medikamente häufig abgesetzt oder zumindest stark reduziert werden. Heilpflanzen helfen darüber hinaus die chemische Keule zu vermeiden. Ganz überraschend haben einige Studien eine deutliche Wirkung von Probiotika nicht nur bei der Vorbeugung, sondern auch zur Therapie allergischer Rhinitis und Rhinokonjunktivitis festgestellt (Nahrungsergänzung).

Heilpflanzen

Verschiedene Heilpflanzen sind im Zusammenhang mit allergischem Schnupfen klinisch getestet. Als besonders erfolgsversprechend bei Allergien gelten derzeit:

  • Pestwurz
  • Aller-7, eine Heilpflanzenmischung
  • Guduchi (Tinospora cordifolia) eine indische Heilpflanze
  • Sesamblatt, besser bekannt unter den Namen Perilla

Speziell für brennende Augen

Augentrost: In einer kleinen Studie wurden Augentropfen 1-5 mal pro Tag angewendet dabei war in 82% der Fälle eine Beschwerdefreiheit und in 17% der Fälle eine Besserung verzeichnet. Die überwiegende Anzahl der Patienten beurteilte das Medikament als gut bis sehr gut. Diese Erfolge sollten größere Studien ermutigen.

Ginkgo: Die Augentropfen stabilisieren den Tränenfilm bei brennenden, gereizten und trockenen Augen. Sie werden 2-3-mal täglich in den Augensack getropft. Eine erste Studie hat die Ginkgo-Augentropfen positiv bewertet. Das Präparat hatte das Tränen verringert, die Schwellung der Bindehaut und die Rötung gelindert.

Pestwurz (Petasites hybridus): Verschiedene Studien bescheinigten Pestwurz-Blatt-Extrakten (Tablettenform) eine ähnliche Wirkung wie schulmedizinischen Medikamenten bei allergischem Schnupfen. Nach einem Erfahrungsbericht aus der Praxis sprechen auch Juckreiz der Augen und Konjunktivitis an.

Perilla ist nicht nur ein beliebtes asiatischen Gewürz sondern auch eine Heilpflanze. Neben seinem Inhaltsstoff Rosmarinsäure ist auch das Flavon Luteolin bei allergischen Zellreaktionen wirksam. Eine japanische Arbeitsgruppe untersuchte einen Extrakt aus Perilla frutescens-Blättern, der zusätzlich noch mit Rosmarinsäure angereichert war. Das Produkt konnte auch bei tränenden und juckenden Augen punkten. Tabletten mit dem Blattextrakt sind bereits zu haben.

Achtung: Bei uns werden meist Kapseln mit Perillaöl aus den Samen gegen Allergien verkauft. Hier sind aber ganz andere Bestandteile enthalten. Dabei dürfte die alpha-Linolensäure als Omega-3-Fettsäure der relevante Bestandteil sein, hier sind gewisse anti-entzündliche Effekte bekannt. Die meisten Studien beschäftigen sich jedoch mit dem Blattextrakt.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei brennenden Augen helfen können

Homöopathische Mittel

Einige Homöopathika konnten bei brennenden Augen in Studien tatsächlich punkten. Sie wurden aber für homöopathische Produkte vergleichsweise konzentriert eingesetzt (D2-4).

Indisches Lungenkraut (Adhatoda vasica) D2: Wird bei Heuschnupfen, speziell auch juckenden Augen, empfohlen. Bei den Probanden mit allergischem Schnupfen trat bereits nach 7 Tagen eine mehr als 60%-prozentige Besserung ein. Auch bei Hausstauballergie besserte es die Symptome an Auge und Nase signifikant.

Kleiner Goldregen (Galphimia glauca) D3, D4: Wenn tränende Augen und eine tropfende Nase die überwiegenden Beschwerden sind, kann man Galphimia versuchen. Die Globuli sollten schon mehrere Wochen vor der Pollensaison genommen werden.

Daneben gibt es viele andere Mittel gegen brennende Augen, ein erfahrener Homöopath berät Sie gerne. Für die meisten homöopathischen Mittel gegen brennende Augen gibt es jedoch keine Studien.

Nahrungsergänzung

Der Pakt mit den Bakterien

Dass nützliche Bakterien bei Neurodermitis helfen, ist bereits gut belegt. Zunehmend erscheinen Studien, die auch eine positive Wirkung bei allergischem Schnupfen annehmen lassen. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Studie mit Lactobacillus paracasei (Stamm LP-33). Nach fünfwöchiger Einnahme hatten sich die Augensymptome wie brennende Augen gebessert. Ebenfalls wirksam gegen allgemeine Symptome des allergischen Schnupfens erwiesen sich Lactobacillus paracasei, L. acidophilus, L. salivarius und Bifidobacterium lactis. Das Konzept Bakterien gegen allergischen Schnupfen ist derzeit vielversprechend, gilt aber noch nicht als beweisen.

Achtung:

  • Es zeichnet sich ab, dass Kombinationsprodukte mit verschiedenen Stämmen noch effektiver wirken.
  • Damit die Bakterien nicht gleich in der eigenen Darmflora untergehen, muss man größere Mengen einnehmen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt als Mindestzahl 108 Bakterien pro Tag. Bei vielen Produkten ist die Zahl als „Kolonien bildende Einheiten“ (CFU) angegeben und meint damit „lebendige Zellen“.
  • Durch Verkapselung wird besonders gut sichergestellt, dass die Kulturen lebend an den Wirkort Darm gelangen, sicher vor Magensäure- und Gallensalzen.
  • Aber auch fermentierte Lebensmittel waren in Studien wirksam. Sie wurden häufig noch extra mit Kulturen angereichert.

Vitamine: Beweise fehlen

Eine Theorie vermutet, dass Sensibilisierungen bei schlechter Versorgung mit Vitaminen häufiger auftreten. Im Gespräch sind Vitamin E, Karotin, Vitamin C und Vitamin D. Beweise stehen noch aus.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Ist die Entzündung in vollem Gange, lindern kalte Kompressen die Beschwerden, vor allem den Juckreiz. Vor selbst gemachten Kräuterabsuden aber wird gewarnt: Hier können Keime oder auch reizende Partikel enthalten sein.

Tipps für den Alltag

Ansonsten bekommt man die brennenden Beschwerden auf Dauer mit dem richtigen Verhalten am besten in den Griff:

  • Wann immer möglich sollte man „seine“ Allergene meiden.
  • Nutzen Sie die Pollenflugvorhersage oder Apps und beugen Sie in kritischen Zeiten entsprechend vor.
  • Allergene nicht in die Luft pusten: Für Klimaanlagen und Staubsauger gibt es entsprechende Filter, die einen Teil der Allergene abfangen. Sogar Autolüftungen kann man jetzt nachrüsten.
  • In der Wohnung ist regelmäßiges Staubwischen ein Muss. Dabei halten feuchte Wischtücher den Staub besser fest.
  • Pollenallergiker sollten Outdoor-Kleidung nicht mit in den Wohnraum nehmen.
  • Wer eine volle Ladung Allergene abbekommen hat, sollte sofort in die Dusche, auch die Haare sorgfältig ausspülen.
  • An windigen Tagen schützten eine Brille und Mundschutz Augen und Nase vor dem heftigsten Staub. Meiden Sie Zugluft. Es gibt auch spezielle Allergiker-Brillen, die eng am Gesicht anliegen und gebogene Gläser haben.

Künstliche Tränen

Bereits eine Gesichtswäsche reduziert die Allergene im Augenbereich und mindert daher das Brennen. Wenn man aber die Augen selber spülen will, sind künstliche Tränen besser geeignet und auch hygienischer als Kamillentee oder Augentrostabsud. Künstliche Tränen enthalten Salze wie die natürliche Tränenflüssigkeit auch. Daneben gibt es komplexe Präparate, mit dem Zusatz von fettigen und schleimigen Komponenten. Sie ähneln der echten Tränenflüssigkeit noch mehr.

Hygiene-Regeln

  • Beim Umgang mit den brennenden Augen muss man Hygiene walten lassen. Wenn man sich mit den Händen die Augen reibt, kann das schnell zu Infektionen führen. Waschen Sie sich vorher die Hände oder, besser, vermeiden sie den Kontakt zwischen Hand und Auge.
  • Wenn Sie Augentropfen verwenden, darf die Spitze der Ampulle das Auge nicht berühren, sonst kann es sein, dass in der Lösung Bakterien wachsen. Bei der nächsten Anwendung gelangen sie in hoher Konzentration ins Auge.
  • Auch das Verfallsdatum und die Gebrauchsanleitung sollte man genau beachten.
  • Augen sind ganz besonders empfindlich für Konservierungsstoffe. Verwenden Sie daher bei empfindlichen Augen besser Präparate ohne diese Zusatzstoffe. Auch Konservierungsstoffe aus Makeup oder Seifen zählen zu den Auslösern von brennenden Augen.
  • Bei einer brennenden Entzündung im Auge gilt Kontaktlinsenverbot.

Weitere Therapien

Auf dieser Seite ging es um Heilpflanzen, Homöopathie und Nahrungsergänzungsmittel. Die folgende Seite informiert Sie über Ernährung, Naturheilverfahren und Schulmedizin bei brennenden Augen.