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Symptome und Diagnose bei Brennenden Augen

Brennen und Juckreiz

Allergie-Reaktionen wie brennende Augen entwickeln sich sehr schnell innerhalb von Stunden. Meist haben die Betroffenen schnell einen Verdacht, warum die Augen brennen. Bei anderen Ursachen, dauert die Diagnose länger.

Symptome

Bei allergischen Augensymptomen steht Brennen und Juckreiz im Vordergrund. Betroffene würden sich gerne ständig die Augen reiben, nur: Das Reiben lindert die Symptome nicht, es verschlimmert sie. Die Augen tränen und auch ohne Reiben stellt sich eine Rötung ein. Nicht selten entstehen Schwellungen. Ist die Bindehaut betroffen, bekommt das Auge einen „glasigen“ Glanz. Ebenso können die Lider und die Augenumgebung anschwellen.

Die Sehkraft an sich ist nicht bedroht, das ist nur bei seltenen Komplikationen der Fall. Als belastend werden aber das Zusammenkneifen der Augen, das häufige Blinzeln und die Tränenschleier erlebt. Brennende Augen ermüden schneller.

Begleitsymptome

Bei einer Allergie sind beide Augen gleichermaßen betroffen, auch die Nase meldet sich und läuft oder ist verstopft. Das beschreibt auch der medizinische Ausdruck sehr gut: „Nasenschleimhaut- und Bindehautentzündung“ nennt der Arzt das Leiden (= Rhino-Konjunktivitis). Nachts belastet den Patienten die schlechte Atmung, tagsüber die reduzierte Fähigkeit zu schmecken oder zu riechen. Auch Müdigkeit, Gereiztheit, Gesichtsschmerzen oder Spannungsgefühle gehören in die Liste allergischer Beschwerden

Weniger betroffen sind bei einer Allergie Augenlider, Linse und Hornhaut. Das kann sich aber bei den Komplikationen ändern. Hier bilden sich deutliche Gewebeveränderungen.

Wann zum Arzt

Wenn das Auge dauerhaft brennt und juckt, sollten Sie nach spätestens zwei Tagen einen Augenarzt aufsuchen. Er kann leicht feststellen, ob es sich um eine harmlose Erscheinung handelt oder ob man besser schnell eingreift. Daneben verschreibt er bei Bedarf lindernde Medikamente zur Unterdrückung der Immunantwort.

Besonders besteht Handlungsbedarf wenn:

  • sich auf der Lidinnenseite Wucherungen bilden.
  • Sie Schmerzen haben oder lichtempfindlich sind.
  • das Sekret nicht klar, sondern eitrig, trüb ist und Fäden zieht.
  • Sie besonders morgens heftige Beschwerden haben oder die Augen nicht öffnen können.
  • die Sehkraft abnimmt, Flecken oder Trübungen auf der Hornhaut sichtbar sind.
  • Sie Anzeichen einen Infektion bemerken (Fieber, Müdigkeit, steifer Nacken, Gliederschmerzen).

Bei kleinen Kindern sollte man bei brennenden Augen nicht zu lange warten, sondern umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

In der Regel weiß der Betroffene selbst von seiner Allergie. Gerade am Anfang der Erkrankung besteht allerdings wenig Klarheit. Die Erscheinung ähnelt schließlich infektiösen Zuständen. Der Arzt erkennt die Erscheinung meist an den Symptomen. Das Tränenwasser enthält außerdem reichlich Allergiemarker, allerdings bieten nur Speziallabore entsprechende Tests an.

Unterschied zur Infektion

Der Ausfluss ist bei einer Infektion eitrig-trüb und nicht klar wie bei der Allergie. Bei Infektionen sind die Augen vor allem morgens verklebt. Die Beschwerden bessern sich im Tagesverlauf. Daneben kann es zu Schmerzen kommen, das Symptom „Juckreiz“ fehlt aber. Nur bei sehr heftigen Allergien wacht man morgens mit verklebten Lidern auf, dann aber sind die Krusten weißlich und nicht gelblich.

Nicht selten wechseln sich Allergiesymptome und Infektionen ab, da Allergie die Immunreaktion gegen Viren und Bakterien schwächt.

Gegen was bin ich allergisch?

Bei Bedarf können die Allergene mit einem Hauttest ausgetestet werden („Prick-Test“). Auch im Blut kann man direkt gegen die allergischen Antiköper fahnden (RAST-Test). Bei Unklarheit überprüft man den Verdacht mit einem Bindehaut-Provokationstest. Dabei tropft man das verdünnte Allergen ins Auge. Es reagiert prompt, wenn der Test positiv ist. Heute hat man viel Routine bei diesen Tests, so können Allergenmischungen die Identifizierung entscheidend beschleunigen.

Wer eine Desensibilisierung gegen sein individuelles Allergen plant, braucht diese Tests unbedingt, sonst kann die Therapie nicht stattfinden.