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Weitere Therapien: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Was sonst noch hilft

Bei einem akuten CED-Schub reicht es nicht aus, auf die Kraft der Heilpflanzen zu setzen. Die Schulmedizin hat nach wie vor bei der Behandlung Vorrang. Wie bei allen Darmerkrankungen empfiehlt es sich zudem, stark auf die Ernährung zu achten. Informationen hierzu finden Sie hier!

Ernährung

Wie bei jeder Erkrankung, die den Darm betrifft, sollte man stark auf die Ernährung achten. Es wird angenommen, dass im Vorfeld eine unausgewogene Ernährung am Ausbruch der Krankheit schuld ist. Zu viel Fett und Fleisch sowie der Mangel an ballaststoffreichem Essen können sogar Auslöser für beide Krankheiten sein. Bei Morbus Crohn steht auch zu kohlenhydratreiche Kost – insbesondere raffinierter Zucker – im Verdacht. Grund genug, die Ernährung umzustellen.

Eine individuell an das Krankheitsbild angepasste Ernährungstherapie sollte dafür sorgen, dass keine Mangelerscheinungen entstehen.

In akuten Phasen sollte man auf Schonkost setzen und – im Gegensatz zur beschwerdefreien Zeit – auf ballaststoffreiche Kost weitgehend verzichten. Auch weißes Mehl und Zucker (insbesondere bei Morbus Crohn) sollten stark reduziert werden. Fettreiche Nahrungsmittel sind für Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht geeignet. Haferschleim, gedünstetes und püriertes Gemüse, Bananenpüree sowie geriebener Apfel sind schonend zum Darm. Außerdem sollte man für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen, da die Durchfälle zu einem starken Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten führen. Deshalb: Trinken Sie viel. Auf kohlensäurehaltige Getränke sollten Sie allerdings verzichten. Besser eignen sich Tees, Gemüsebrühe oder stilles Wasser. Der Zusatz von ein bis zwei Esslöffeln Glukose und 3 g Kochsalz hilft gegen den Elektrolytverlust. Gelegentlich kann es in akuten Fällen auch notwendig sein, auf künstliche Ernährung zurückzugreifen. Neben einer Trinknahrung gibt es außerdem noch die Möglichkeit, Nahrung per Sonde zu verabreichen.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl

In der beschwerdefreien Zeit kann man allmählich wieder auf eine ausgewogene, vollwertige und abwechslungsreiche Kost aufbauen. Generell gibt es keine Lebensmittel, die ausdrücklich bei CED verboten sind. Jeder Patient reagiert anders. Daher ist alles erlaubt, was man gut verträgt. In der Regel sollte man das Essen so schonend und fettarm wie möglich zubereiten. Kräftig angebratene und scharf gewürzte Speisen sowie frittierte und panierte Gerichte werden häufig nicht gut vertragen. Auch bei hart gekochten Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen und bestimmten Gemüsesorten wie Kohl, Lauch, Zwiebeln, Pilzen, Paprika oder Gurken sollte man vorsichtig sein. Frisches Brot oder grobe Vollkornbrote können ebenfalls Probleme bereiten. Jedoch gilt: man sollte ausprobieren, was man verträgt und wieviel man davon essen kann. Das Führen eines Ernährungstagebuchs kann hierbei eine große Hilfe sein. CED-Patienten sollten außerdem häufiger kleinere Portionen über den Tag verteilt essen, anstatt selten große Portionen zu sich zu nehmen. Bei der Auswahl der Getränke sollte man ebenfalls vorsichtig sein: kohlensäurehaltige und eisgekühlte Getränke sollten eher nicht auf den Tisch kommen.

Naturheilverfahren bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Naturheilverfahren für CED können Sie auf den Erkrankungsseiten von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa finden!

Naturheilverfahren, die bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen helfen können

Schulmedizin

Bei der medikamentösen Therapie unterscheidet man zwischen der Behandlung eines akuten Schubs und der Erhaltungstherapie in den Zeiten mit geringeren Beschwerden. Währen Colitis ulcerosa bevorzugt „von außen“ behandelt wird (Zäpfchen und Schäume), verwendet man bei Morbus Crohn meist orale Medikamente.

Colitis ulcerosa:

Zunächst erfolgt eine örtliche Behandlung mit Aminosalicylaten (Mesalazin oder Sulfasalazin) in Form von Zäpfchen oder Einläufen. Ist es dem Patienten durch vermehrte Durchfälle nicht möglich, diese Anwendungsformen einzubehalten, werden auch Tabletten, Dragees oder Kapseln mit dem Wirkstoff verabreicht. Ist die Wirkung zu schwach oder handelt es sich um einen schweren Verlauf, kommen auch Glukokortikoide mittels der oben genannten Top-Down-Strategie zum Einsatz. Um die beschwerdefreie Zeit zu verlängern, kommen eine Behandlung mit dem Probiotikum E.coli Nissle 1917 und mit pflanzlichen Präparaten in Frage.

Morbus Crohn:

Bei Morbus Crohn wird die medikamentöse Behandlung je nach Lokalisation der entzündlichen Vorgänge abgestimmt. Ist der obere Magen-Darm-Trakt bis hin zum Dünndarm betroffen, werden vor allem Glukokortikoide verabreicht. Mesalazinpräparate kommen nur selten zum Einsatz, beispielsweise wenn die Entzündung im Enddünndarm liegt. Sitzt die Entzündung ausschließlich im Dickdarm, verschreibt der Arzt Aminosalicylate. Bei zu schwacher Wirkung wird auch mit Glukokortikoiden behandelt. Die beschwerdefreie Zeit kann bei Morbus Crohn gegebenenfalls mithilfe von pflanzlichen Präparaten oder Naturheilverfahren verlängert werden, bei leichten Verläufen kann diese Phase jedoch auch ohne jegliche Therapiemaßnahmen verbracht werden. Handelt es sich bei beiden Erkrankungen um einen schweren Krankheitsverlauf oder reichen die herkömmlichen Medikamente nicht aus, werden zum Teil auch Immunsuppressiva, wie z. B. das Mittel Azathioprin eingesetzt. Da das Immunsystem bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn überreagiert und es daher leichter zu entzündlichen Vorgängen kommt, ist diese Arzneigruppe, die die Immunabwehr bremst, ein wichtiger Teil bei der Therapie von schweren Fällen.

Wenn Sie mehr zur schulmedizinischen Behandlung wissen möchten, besuchen Sie unsere Erkrankungsseiten zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa!