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Weitere Therapien: Durchfall

Was sonst noch hilft

In der Regel kann man unkomplizierten Durchfall leicht alleine mithilfe von Heilpflanzen, einer Elektrolytlösung und der richtigen Ernährung behandeln. Wenn der Durchfall länger andauern sollte, ist auf jeden Fall die Schulmedizin gefragt.

Ernährung

Ernährung vom zweiten Tag an

Zerdrückte Bananen und geriebener Apfel bei Appetit sind einfache, natürliche und leichtverdauliche Nahrungsmittel ohne Fett und deshalb gut geeignet, um die Ernährung zu beginnen.

Ebenfalls ist ein Reisschleim sehr gut verdaulich. Hierbei wird Reis mit viel Wasser solange gekocht, bis die Struktur des Reiskorns vollständig aufgelöst ist. Zugabe von etwas Salz und/oder einer einfachen Sojasauce können dem Geschmack etwas nachhelfen. Auch geriebene Äpfel und ein Mus aus gedünsteten Karotten ist geeignet.

Gut ist schwarzer Tee (Gerbstoffe) mit Zucker (direkte Ernährung der gestressten Darmzellen), wegen des Koffeingehalts jedoch nur bis 15.00 Uhr nachmittags.

Nicht zugeführt werden sollten Milch und Cola und Fettes.

Schulmedizin

Aktivkohle bindet und deaktiviert Gifte (z.B. bei Medikamenten- und Pflanzenvergiftungen), ist frei erhältlich und praktisch unverderblich. Es sind aber einige Gramm Kohle notwendig um bei einem akuten Durchfall zu helfen. Effekte sind schwach, bei Vergiftung mit Bakterientoxinen („Lebensmittelvergiftung") kann eine Linderung eintreten.

Loperamidhydrochlorid wirkt rein symptomatisch durchfallvermindernd, verlängert aber die Verweildauer von aggressiven Bakterien und sollte daher nur zeitlich begrenzt und mit Vorsicht eingesetzt werden.

In schweren Fällen sind bei bestimmten Formen von Durchfall Antibiotika (nur nach Konsultation eines Arztes) notwendig, besonders bei schweren Salmonellen-, Yersinien-, Campylobacterfällen u.a. und bei der sog. pseudomembranösen Enterokolitis, einer lebendsbedrohlichen Infektion mit Clostridium difficile, die nach Behandlung mit bestimmten Antibiotika auftreten kann und ironischerweise nur antibiotisch geheilt werden kann.