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Ekzem

Ekzeme können starken Juckreiz auslösen. © kanachaifoto - Fotolia.com

Entzündungen der Haut

Die Naturheilkunde behandelt Ekzeme vor allem mit Eigenblut-, Eigenurintherapie, Symbioselenkung, Kräutermedizin, Akupunktur und Homöopathie. Auch psychologische Ansätze sind bei chronischen Erkrankungen durchaus erfolgversprechend.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Hautpflege: Die Ekzeme am besten wegcremen!

Die Haut ist gerötet, sie juckt und nässt: es handelt sich eindeutig um ein Ekzem. Doch wie entstehen solche Hautentzündungen? Die Haut wird durch äußere Einflüsse gereizt, zum Beispiel durch Metalle, chemische Stoffe, Keime oder durch Licht oder Feuchtigkeit. Wenn man durch Vererbung oder durch eine Erkrankung wie Neurodermitis zu Ekzemen neigt, sollte man unbedingt die Auslöser kennen und meiden und die Haut permanent pflegen. Sie darf nicht zu trocken werden und man sollte auf Mittel verzichten, die die Haut zusätzlich reizen. Wenn Stress die Ursache der Ekzeme ist, sollte man für genügend Entspannung im Alltag sorgen. Falls eine Allergie vorliegt, sollte man den auslösenden Stoff meiden. Ekzeme können sehr gut mit Heilpflanzen behandelt werden. Je nachdem, welche Eigenschaften das Ekzem hat, werden unterschiedliche Präparate empfohlen. Wenn es sich um eine starke Entzündung handelt, sollte man einen Hautarzt konsultieren. In der Regel wird in schweren Fällen dann Kortison verschrieben, das nur kurzzeitig angewendet werden sollte!

Wie behandelt man Ekzeme?

Die Therapie von Ekzemen hat im Wesentlichen drei Säulen:

Der wichtigste Punkt ist die Identifikation der Ursache und das Vermeiden der Auslöser. Ist das Ekzem bereits vorhanden, werden die Symptome therapiert. Dabei gibt es Möglichkeiten zur lokalen und zur systemischen Therapie.

Personen mit Ekzemen haben eine empfindliche Haut. Konsequenter Schutz und Pflege verbessern die Behandlungserfolge.

Neue Wege

Die Naturheilkunde behandelt Ekzeme vor allem mit Eigenblut-, Eigenurintherapie, Symbioselenkung, Chinesischer Kräutermedizin, Akupunktur und Homöopathie. Allerdings ist der Nachweis von der Wirkung der verschiedenen Therapien und Maßnahmen bei Ekzemen sehr schwierig zu führen: Ekzeme haben eine hohe Spontanheilungsrate. Daneben gibt es viele Einflüsse und plötzlich eintretende Faktoren, die eine systematische Untersuchung komplizieren.

Psychologische Ansätze sind bei chronischen Erkrankungen durchaus erfolgversprechend, denn es ist in den vergangenen Jahren zunehmend klar geworden, dass psychische Faktoren den Krankheitsverlauf gerade von Hauterkrankungen entscheidend beeinflussen. Man kann dadurch nicht nur das Leben mit der Krankheit, sondern oft auch den Verlauf bessern.

Heilpflanzen

Bei Entzündungen

Gegen Entzündung und nässende Ekzeme zur Abtrocknung kann man gerbstoffhaltige Pflanzen wie Eicherinde, Odermennig, Taubnessel, Teeblätter, Walnussblätter, Zauberstrauchblätter und -rinde verwenden. Gerbstoffe binden an die Haut und bilden eine abschließende Schicht. Sie sind adstringierend, entzündungshemmend und antibakteriell.

Die Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) und Bittersüßstängel werden in der Intervalltherapie genutzt, um den Gebrauch von Kortison zu reduzieren. Ihre Wirkung ist schwächer, jedoch ohne die Nebenwirkungen. Ganz ähnlich wirken Weizenkeimöl, Sojaöl und Maisöl.

Infizierte Ekzeme

Kamillenblüten sind ein Klassiker in der Behandlung von Hautkrankheiten und sind auch für infizierte Ekzeme geeignet. Ebenso haben das Wassernabelkraut (Centella asiatica), die Ringelblume und Gerbstoffe eine antibiotische Wirkung. Zur Stärkung der körperlichen Abwehr empfiehlt sich die Einnahme von Präparaten aus dem Sonnenhut (z.B. aus der Wurzel von Echinacea pallida).

Schweiß

Zur Reduktion der Schweißbildung greift man am besten ebenfalls zu Kamille. Auch die adstringierende Wirkung von Gerbstoffen wie Eichenrinde vermindert Schweißbildung.

Reizmildernd

Eine reizmildernde Eigenschaft entfalten zum Beispiel Auszüge aus Haferstroh, Malvenblätter, Spitzwegerich, Kamille und Ringelblume.

Juckreiz

Gegen den Juckreiz helfen kühlende Kompressen. Allerdings führt dies nur zu einer vorübergehenden Linderung. Verschiedene Lotionen mit Menthol, Thymol und Campher haben eine ähnliche Wirkung. Auf offene Hautstellen aufgetragen kann dies jedoch brennende Schmerzen verursachen. Bei allen Maßnahmen ist darauf zu achten, dass die Haut in Folge der Behandlung nicht austrocknet.

Capsaicin, der scharfe Bestandteil des Cayennepfeffers, wird zur Behandlung des Juckreizes bei Dermatosen verwendet, eine Zulassung liegt hierfür nicht vor. Das Gesicht und der Genitalbereich sollten wegen der Gefahr von Reizungen nicht damit in Kontakt gebracht werden. Chili brennt besonders auf emfindlichen Stellen, Schleimhäuten und bei Hitze.

Wässernde Ekzeme

Wenn das Ekzem wässert, wird in der Regel feucht behandelt: feuchte Umschläge, Gele, wässrige Lösungen und Bäder. Man sollte keine Puder oder fetthaltige Salben verwenden. Es eignen sich Auszüge aus Haferstroh, Kamille, Ringelblume, Eichenrinde und Zaubernuss.

Trockene, chronische Ekzeme

Auf trockene Ekzeme kann man fettende Salben oder ölige Zubereitungen auftragen. Enthalten können die Salben Extrakte aus Ringelblume, Ballonrebe oder Kamillenextrakt. Daneben sind verschiedene Öle geeignet: Nachtkerzensamenöl, Olivenöl, Johanniskrautöl und Rizinusöl.

Zur Vermeidung größerer Sprödigkeit kann die Haut auch mit Glycerin behandelt werden.

Seborrhoisches Ekzem

Das Problem dieser Erkrankung ist die starke körpereigene Produktion von Fett. Hier wäre eine Behandlung mit fettenden Produkten (Salben oder Pasten) nicht ideal. Man verwendet eher mild austrocknende Lotionen und Gele. Auch Schieferöle hemmen die Sekretion der Talgdrüsen.

Nahrungsergänzung

Vitamin B6 ist am Abbau des reizenden Botenstoffes Histamin beteiligt und sollte ausreichend aufgenommen werden.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

  1. Meiden Sie, was die Haut trocken macht (z. B. heißes Wasser, langes Baden, Seife, alkoholische Lösungen, Lösungsmittel, Waschpulver).
  2. Milde Pflegemittel oder einfach nur lauwarmes Wasser zum Waschen verwenden.
  3. Vorsicht bei Reizmitteln (Deos, parfümierte Produkte, aggressive Seife, Waschpulver, Weichspüler).
  4. Haut täglich aber insbesondere nach dem Waschen mit rückfettenden Cremes versorgen.
  5. Kleidung: Kunststoffe und Wolle meiden, atmungsaktive Baumwolle ist der beste Freund der Haut.
  6. Stress, Aufregung und Hitze sollten kontrolliert werden.
  7. Kortison nicht länger als vier Wochen anwenden.

Weitere Therapien

Auch mit der richtigen Ernährung können Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun! Tipps dazu und welche Therapiemöglichkeiten die Naturheilverfahren und die Schulmedizin bei Ekzemen bieten, lesen Sie auf der nächsten Seite.