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Entzündungen

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Natürliche Abwehrreaktion des Körpers

Eine Entzündung weist darauf hin, dass der Körper einen Eindringling bekämpft. Verschiedene Heilkräuter können ihn in diesem Kampf unterstützen.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Alarmstufe Rot im Körper

Die Entzündung ist unser körpereigenes Warnsystem und zeigt uns auf, dass irgendwo etwas nicht in Ordnung ist. Ob es sich nun um einen physikalischen Reiz handelt oder um Erreger, die in unseren Körper eingedrungen sind, wir werden durch Symptome, wie Rötung, Erwärmung des Gewebes, Schwellung oder Schmerz gewarnt. Im Blut werden mehr Abwehrzellen – die sogenannten Leukozyten – gebildet, die dem Arzt oft auch bei der Diagnose helfen. Auch Fieber und Abgeschlagenheit kommen meist vor. Wenn der Entzündungsherd lokalisiert ist, gilt es, die Ursache zu bekämpfen. Bei leichten Entzündungen sind oft keine starken Medikamente notwendig. Pflanzliche Präparate, die eine entzündungshemmende Wirkung haben, können dabei schon helfen: Weidenrinde, Pappelknospen, Brennnesselkraut und Bittersüßstängel erzielen gute Ergebnisse. Anregend auf die Selbstheilungskräfte des Körpers wirken außerdem Naturheilverfahren wie z.B. Eigenbluttherapie oder Blutegeltherapie.

Wie behandelt man Entzündungen?

Eine Entzündung muss je nach ihrer Ursache behandelt werden. In der Regel ist die Behandlung unkompliziert, wenn die „Eintrittspforte“ und der Erreger bekannt sind. Der Herd der Entzündung kann dann mit entsprechenden Methoden saniert werden.

Wenn es sich um leichte lokale Entzündungen handelt, sollte kein Antibiotikum eingesetzt werden. Oft genügt es, günstige Heilungsbedingungen zu schaffen und damit die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Daneben stärkt man das Immunsystem. Umschläge mit entzündungshemmenden Pflanzenauszügen, Wickeln, Kühlung, Hochlagern der betroffenen Körperregion und Schonung sind die Standardmethoden.

Gegen allergische oder andere überschießende Entzündungen steht heute eine Reihe von immunsupprimierenden Medikamenten zur Verfügung.

Heilpflanzen

Entzündungshemmende Maßnahmen

Weidenrinde und Pappelknospen enthalten eine „natürliche Form von Aspirin". Ebenso wirkt der Bittersüßstängel (Solanum dulcamara) und Brennnesselkraut entzündungshemmend. Fischöle und Omega-3-ungesättigte Fettsäuren wirken über den Stoffwechsel. Bei Hauterkrankungen kann man zu einer Salbe mit Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) greifen, aber auch zu Nachtkerzensamenöl. Bei geschlossenen Entzündungen können verschiedene Öle zum Einreiben dienen: Nelkenöl, Zimt-, Eukalyptus-, Latschenkiefernöl. Auch Weihrauchpräparate gibt es zur äußerlichen Anwendung. Allergische Reaktionen werden durch Mahonie (Mahonia aquifolium) und Ballonrebe gedämpft. Zur Bekämpfung von entzündlichen Prozessen in der Prostata nutzt man Brennnesselwurzel und Sägepalmenfrüchte (Sabal).

Reizlindernd

Mildernd auf Reize wirken Kamillenpräparate und vor allem die Schleimstoffe in Leinsamen oder Malvenblüten. Insbesondere bei Atemwegsentzündungen ist die schützende Wirkung der Schleimstoffe von Spitzwegerich, Eibisch, Malve und Isländisch Moos angenehm. Bei Hustenreiz helfen Efeublätter, Primelwurzel oder Thymiankraut.

Immunstärkende Eigenschaft

Präparate aus Sonnenhut (Echinacea pallida) können eingenommen werden. Bei einer allgemeinen Schwächung des Körpers empfehlen sich die Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) oder Ginseng. Mistelpräparate werden zur Anregung des Immunsystems unter die Haut gespritzt. Versuche zeigen, dass auch die Alge Chlorella immunstimulierende Eigenschaft haben könnte.

Antibiotisch wirksame Heilpflanzen bei Entzündungen

Insbesondere bei Entzündungen der Haut stehen eine Reihe von Pflanzen zur Verfügung, die antibiotische Eigenschaften haben: Kamille, Ringelblume und Wassernabel (Centella asiatica). Wassernabel wirkt auch auf die Vernarbung und Wundheilung positiv. Wer nicht allergisch ist, kann eine infektiöse Hauterkrankung mit Teebaumöl oder Propolis behandeln.

Daneben entfalten auch Pflanzen mit einem hohen Gerbstoffgehalt antibiotische Effekte. Sie schließen die Haut nach außen hin ab: Eichenrinde, Odermennigkraut, Teeblätter, Walnussblätter, Zaubernussblätter und Gerberakazie. Auch bei Entzündungen im Magen-Darmbereich kann man Gerbstoffe wählen (z.B. Tormentillenwurzel, Teeblätter). Entzündlichen Prozessen in der Blase begegnet man mit Bärentraube oder Brennnessel. Innerlich wirksam sind Präparate aus Meerrettich, Zwiebel, Umckaloabo und Kapuzinerkresse. Für Sitzbäder geeignet ist der Frauenmantel. Im Mund- und Rachenbereich verwendet man Myrrhentinktur, Ratanhia, Nelke, Kamille und Salbei.

Schwellung und Schmerzen

Arnika fördert nicht nur die Wundheilung, es lindert auch die Schmerzen. Gegen Schwellungen und Schmerzen wird häufig auch eine Enzymtherapie, zum Beispiel mit Präparaten aus Ananas empfohlen. Kälte (zum Beispiel durch Quarkauflagen) und Hochlagern lindern ebenfalls. (Achtung: Quark nicht auf offene Wunden auftragen!). Bei Gelenkbeschwerden und chronisch rheumatischen Beschwerden ist der Effekt der Teufelskralle erwiesen. Beinwell ist bei Verletzungen, besonders bei Prellungen von Knochen, zur Linderung von Schmerz und Schwellung geeignet. Ist die Schwellung durch Venenerkrankungen verursacht, nimmt man Rosskastanien, Mäusedorn, Rotes Weinlaubextrakt oder Buchweizenkraut.

Homöopathische Mittel

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D6: im ersten Stadium der Entzündung: Hautrötung, beginnende Erkältung, Schlappheit, Kopf und Gliederschmerzen
  • Nr. 4 Kalium chloratum D6: im zweiten Stadium, wenn sich die Krankheit festgesetzt hat: Deutliche Entzündung, Schmerzen und Schwellung, weißlicher Schleim, bei Blutungen: Blutgerinnung
  • Nr. 6 Kalium sulfuricum D6: im dritten Stadium, wenn die Krankheit stagnieren sollte: zur Reinigung und Entgiftung, Gelblicher Schleim oder Eiter, abgestoßene Haut
  • Nr. 11 Silicea D6: Fistel, Furunkel und Abszesse, immer wiederkehrend, dünnflüssiges Eiter, schmerzlose Drüsenschwellung, Entzündung durch Fremdkörper
  • Nr. 12 Calcium sulfuricum D6: anhaltende Eiterung, eitrig –blutige, dicke Absonderung, z. B. nach Eröffnung eines Abszesses.

Die Wirkung von Schüßler Salzen ist nicht wissenschaftlich bewiesen.

Weitere Therapien

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