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Entzündungen: Weitere Therapien

Was sonst noch hilft

Für jede Art von Entzündung gibt es Heilpflanzen, die die Beschwerden lindern. Weitere naturheilkundliche Maßnahmen, wie die Blutegel- oder Eigenbluttherapie finden Sie auf dieser Seite. Wie die Schulmedizin Entzündungen bekämpft finden Sie ebenfalls hier.

Ausleitende Verfahren

In der alternativen Therapie sind ausleitende Verfahren ein klassisches Mittel, um Entzündungen zu begegnen. Der Körper wird auf diese Weise angeregt, seine Reaktionen zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren: entweder in Sinne eines Abklingens der Entzündung oder einer Bewältigung der Infektion. Die Blutegeltherapie ist hier besonders erfolgsversprechend, da im Speichel dieser Tiere entzündungshemmende und schmerzlindernde Stoffe enthalten sind. Wissenschaftliche Untersuchungen dazu existieren nicht, es gibt aber eine lange Anwendungstradition.

Mikrobiologische Therapie

Erfahrungsgemäß kann eine Aktivierung der Darmflora auch das Hautbild verbessern. Insbesondere bei Personen mit häufigen Magen-Darmbeschwerden oder Unverträglichkeiten sollte man darauf Acht geben, aber auch bei Gelenkbeschwerden sollte man an die Darmflora denken.

Prebiotika sollen eine Nahrungsgrundlage für eine gesunde Darmflora liefern, Probiotika bestehen direkt aus bestimmten Bakterien, die den Darm dann vorübergehend oder dauerhaft besiedeln. Oftmals sorgt die Zubereitung der Produkte dafür, dass die Bakterien auch aktiv in den Darm gelangen (resistente Stämme oder Tabletten mit magensaftresistenter Ummantelung).

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen für einige Erkrankungen eine Wirksamkeit der Probiotika.

Physikalische Therapie

Sonne, Wasser, Luft, Wechselbäder, Saunabäder, Tautreten: Diese starken Reize regen die Durchblutung an und härten den Körper ab. Das äußert sich auch in einer verbesserten örtlichen und generellen Immunabwehr.

Wichtig zu beachten wäre, dass der Kreislauf vorher angeregt werden muss, da sich der Körper dann nach dem Kalt-Reiz schneller und besser erwärmt.

Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird aus der Vene etwas Blut abgenommen und an anderer Stelle wieder in einen Muskel oder die Haut eingespritzt. Typische Behandlungsgebiete sind akute und entzündliche Vorgänge sowie chronischen Erkrankungsverläufe. Bei Hauterkrankungen und entzündlichen Prozessen reagiert immerhin nach Befragung der Anwender etwa die Hälfte der Patienten positiv. Wissenschaftliche Belege für die Wirkung existieren nicht.

Schulmedizin

Vermeidung der Ursachen

Die Schulmedizin kennt im Wesentlichen zwei Behandlungsstrategien:

  • Zum Ersten ist es die Vermeidung der Ursachen, also bei Allergien zum Beispiel die Meidung bestimmter Allergene, Seifen oder Nahrungsmittel.
  • Zum Zweiten kommen Antibiotika zum Einsatz, um Infektionen zu behandeln oder zu vermeiden.

Im Augenblick jedoch erfolgt ein Umdenken: Wegen der Entwicklung von Resistenzen und der Störung der Keimflora werden Antibiotika heute deutlich seltener eingesetzt als früher.

  • In Krankenhäusern werden zunehmend „Hygienepläne“ umgesetzt, um durch Sauberkeit und Desinfektion die Ausbreitung resistenter Keime zu verhindern.
  • Auf weltweiter Ebene werden Impfungen propagiert (zum Beispiel, um eine Ansteckung mit Schweinegrippe einzudämmen).

Entzündung bekämpfen

Darüber hinaus sind Wirkstoffe verfügbar, die gezielt auf die überaktiven Prozesse Einfluss nehmen: Ganz klassisch sind die Wirkstoffe Aspirin, Diclofenac, Ibuprofen und Kortison. In Form von Tabletten, Cremes und Salben, bei Kortison auch Injektionen, zähmen sie die Reaktion zumindest für einige Tage. Problematisch sind hier die unangenehmen Nebenwirkungen.

Das Ziel ist nicht die unbedingte Unterdrückung jeder Entzündung, sondern das Wohlbefinden des Patienten. Dennoch sollte die Entwicklung einer chronischen Entzündung wegen bleibender Körperschäden verhindert werden. Leider gelingt es nicht immer, Entzündungen durch Hygiene oder Medikamente zu stoppen. In seltenen Fällen ist dann ein chirurgisches Eingreifen wie eine Abszesseröffnung, Zahnextraktion oder Amputation notwendig.

Manchmal ist die Schulmedizin machtlos: Bei vielen entzündlichen Prozessen spielen nicht nur die Umwelt, die Vorbehandlung, die Begleiterkrankung eine Rolle, sondern auch die Erbanlagen. So wurden Krankheitsgene identifiziert, die das Auftreten von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wahrscheinlicher machen.

In Zukunft wird man daher noch spezifischere Medikamente gegen eine Entzündung entwickeln, um nur die überschießenden Anteile der Entzündungsreaktion zu hemmen und um die Nebenwirkungen zu minimieren.