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Weitere Therapien: Fibromyalgie

Was sonst noch hilft

Da noch immer unklar ist, ob es sich bei Fibromyalgie um eine Art Rheuma handelt oder ob es eine psychosomatische Erkrankung mit "rheumatischer" Symptomatik ist, sollte darauf geachtet werden, bei der Therapie sowohl die körperliche als auch die seelische Ebene miteinzubeziehen. Eine Kombination aus mehreren Naturheilverfahren würde sich hier anbieten. Auf dieser Seite erfahren Sie auch mehr dazu, warum sich eine Ernährungsumstellung bei Fibromyalgie-Patienten lohnt und wie die Schulmedizin die Erkrankung behandelt!

Ernährung

Häufig haben Fibromyalgie-Patienten auch Magen-Darmbeschwerden. Man sollte daher auch auf die Ernährung achten und eventuell eine Umstellung vornehmen.

Die alternative Medizin empfiehlt bei Fibromyalgie auch eine Entgiftungstherapie mit viel Flüssigkeit und einer gesunden Ernährung. Dabei sollen Stoffe vermieden werden, die auf den Stoffwechsel ansäuernd wirken (Zucker, Weizenmehl und Eiweiß) und es soll wenig tierisches Fett zugeführt werden. Achten Sie auf frisches Obst,Gemüse und Vitamine. Milchprodukte sind in Maßen erlaubt. Auf Dauer ist aber eine vegetarisch betonte Mischkost mit ausreichend Ausnahmen die gesündeste. Es sollten also mehrmals in der Woche auch gut verträgliche tierische Produkte verzehrt werden wie Eier oder Fisch (besonders gut Kaltwasserfisch), Milchprodukte, oder mageres Fleisch.

Es gibt Präparate, die entsäuernd und entschlackend wirken. Die Entschlackung kann durch eine Fastenkur unterstützt werden oder durch eine milde Ableitungsdiät (z. B. eine Kartoffeldiät, Rohkostdiät oder F. X. Mayr-Kur).

Vor allem, wenn die Beschwerden resistent gegen alle Bemühungen sind, empfiehlt man eine Schwermetallausleitung. Zwar fehlt hier die wissenschaftliche Anerkennung, im Einzelfall können sie aber nützlich sein.

Naturheilverfahren bei Fibromyalgie

Stressmanagement

Stress scheint ein auslösender Faktor für Fibromyalgie zu sein. Daher kommt auch dem Stressmanagement eine sehr wichtige Bedeutung zu. Entspannungsübungen (z. B. Muskelrelaxation nach Jacobson, Autogenes Training) zählen zu den geeigneten Maßnahmen. Eventuell sollten auch psychologische Unterstützung oder eine Psychotherapie hinzukommen, insbesondere, wenn der Patient dazu neigt, Aggressionen zu verdrängen oder wenn er komplexe Probleme mit sich herumträgt. Es kann auch sein, dass die Mitwelt in die Therapie miteinbezogen werden sollte. Eine Familientherapie kann für eine festgefahrene Situation neue und befreiende Impulse geben.

Ziel kann es sein, schrittweise das Leben wieder genießen zu lernen, Traumatisierungen zu überwinden, die Einheit von Körper, Körpergefühl, Bildern im Kopf und Emotionen wieder herzustellen. Erlittenes Leid muss "erzählbar" werden, als wären die Patienten Autoren ihres Lebens und zwar mit allen Inhalten, auch den Tabuisierten.

Wärme- oder Kältetherapie

Bädertherapie und leichte Massage – alles was das Wohlbefinden fördert, sollte sich der Patient gönnen. Auch Sonnen auf der Sandbank oder in der Infrarot-Wärmekabine (evtl. auch als Kombinationstherapie) kann helfen. Möglich wären auch Thermal-, Moor- und Fangoanwendungen, heiße Rolle, Dampfkompressen, Sauna, erwärmte Kirschkernsäckchen, Heublumenauflagen. Wärme stimuliert die Durchblutung, lindert Verspannungen und Schmerzen. Sie hilft auch bei der Mobilisierung von steifen Gelenken und Muskeln. Finden Sie heraus, ob Ihnen feuchte oder trockene Wärme gut tut.

50 % der Patienten sprechen positiv auf eine Wärmetherapie an. Die andere Hälfte reagiert positiv auf eine Ganzkörper-Kältetherapie (bei -110 °C, trockene Kälte). Kälte darf nur kurzfristig angewendet werden. Feuchte Kälte und anhaltende Kälte wirkt negativ. Nach der Kälte ist eine Aufwärmung notwendig.

Dabei steht aber die Lust im Vordergrund. Sollte dem Patienten eine Therapie nicht entsprechen, soll er sich dazu auch nicht zwingen.

Bewegung – Physiotherapie - Sport

Zu vermeiden ist, dass der Patient Schonhaltungen einnimmt, so dass ein Teufelskreis in Gang gesetzt wird, in dem die schmerzende Bewegung unterlassen wird: Je weniger Bewegung, desto geringer wird die Beweglichkeit und umso stärker werden die Schmerzen und die Schonhaltung. Bewegung fördert auch die Durchblutung und verhindert die Degeneration von Gelenken und Muskeln.

Auch eine gezielte Krankengymnastik oder eine Lymphdrainage können sinnvoll sein. Im Falle einer Schonhaltung empfiehlt sich eine Haltungs- oder Rückenschule. Wichtig ist der Spaß an der Sache. Die Angebote sind zahlreich: Tanzen, Qi-Gong, Tai-Chi, Aerobic, leichter Ausdauersport, schnelles Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren, leichte Dehnungsübungen – sicher lässt sich etwas Passendes finden. Bewegung kann das Wohlbefinden erheblich steigern. Wichtig dabei ist zu beachten, dass sich der Patient nicht verausgabt. Genau so wichtig wie der Sport ist die Regeneration danach. Achten Sie auf Ruhephasen und Tätigkeiten, in denen Sie individuell neue Kraft schöpfen.

Ordnungstherapie

In diesem Sinne ist auch eine Ordnungstherapie sinnvoll. Bei einer Ordnungstherapie wird mit einem Therapeuten eine neue Lebensstruktur erarbeitet, in der der Patient nicht zu kurz kommt. Hier soll alles seinen Platz haben: Die Arbeit, die Familie und Freizeit, Bewegung. Beschäftigungen, die anstrengen und andere, die entspannen, sollen sich abwechseln. Erfahrungsgemäß fällt es nicht ganz leicht, diese Erfordernisse im Alltag umzusetzen. Ein erfahrener Therapeut kann hier dem Patienten zur Hand gehen.

Eigenbluttherapie

Erfahrungsgemäß kann bei Fibromyalgie eine Eigenbluttherapie schmerzlindernd wirken. Dabei wird Blut abgenommen, und später an einer anderen Stelle – in den Muskel oder über der schmerzenden Stelle – gespritzt. Sollte der Patient starke Schmerzen empfinden, können die ausgewählten Stellen auch vorher betäubt werden.

Enzymtherapie

Hier werden eiweißspaltende Enzyme aus Pflanzen und Tieren eingenommen. Sie werden in begrenztem Ausmaß aufgenommen. Man geht davon aus, dass diese Enzyme Antikörper und entzündliche Botenstoffe zersetzen und so schmerzhafte entzündliche Prozesse abschwächen bzw. beenden können. Die Wirkung soll entzündungshemmend, abschwellend sowie schmerzlindernd sein.

Neuraltherapie

Neuraltherapie kann die Entspannung fördern und chronische Schmerzüberempfindlichkeit lindern. Sie ist jedoch, wie alle Maßnahmen bei Fibromyalgie, behutsam einzusetzen, um zusätzliche Traumatisierungen zu vermeiden.

Bei der Neuraltherapie werden betäubende Substanzen in verschiedener Tiefe unter die Haut gespritzt. Die Therapie eignet sich sehr gut zur Behandlung von Schmerzen sowie zur Beseitigung von sog. Störfeldern. Zwar ist die Methode bisher nicht allgemein wissenschaftlich anerkannt, doch stellen sich teilweise überzeugende sekundenschnelle Linderungen ein (sog. Sekundenphänomene) und Patienten berichten nicht selten von beeindruckenden Effekten.

Schulmedizin

Die Behandlung wird zur Gratwanderung zwischen dem Erhalt einer tragfähigen Beziehung und einer Vermeidung überflüssiger, ständig ausufernder Diagnostik. Dies scheitert sehr häufig, die Patienten sind verbittert, frustriert, die Ärzte/innen genervt.

Mögliche Lösung könnte ein neues Bild von seelischen Störungen in der Medizin sein, in dem seelische Störungen nicht belächelt werden, sondern als Erkrankungen wie alle anderen ernst genommen werden. Die unauflösliche Verbindung zwischen Körper, Psyche und Geist sollte mittlerweile Standard sein, allerdings ist sie davon noch weit entfernt.

Psychosomatik ist ein Fach am Rande der "richtigen" Medizinfächer und steht nicht da, wo sie hingehört: Im Zentrum. Nach unserer Ansicht und Erfahrung ist gute Medizin immer zugleich Psychosomatik, d. h. es handelt sich nicht um ein eigenes "Fach". Bei jeder Erkrankung spielt die Psyche und die psychische Verarbeitung zumindest eine wichtige Mitrolle. Doch die dafür notwendige Zeit und die nötige verständnisvolle sowie einfühlsame Zuwendung passen nicht in die Medizinindustrie von heute.

Die klassische Medizin versucht bei der Therapie gegen Fibromyalgie auch leichte Antidepressiva, die vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Sie sollen den Schlaf vertiefen sowie die Muskelschmerzen reduzieren. Als medikamentöse Therapie einen Versuch wert: das antidepressive Amitriptylin (bei ca. 35 % der Betroffenen hilfreich), L-Tryptophan, Sufrexal, Zoloft und verwandte Präparate (aber: Suchtgefahr, nur kurzzeitige Anwendung erlaubt!), Moclobemid, Mydocalm und verwandte Präparate oder Tropisetron –
2 mg – als Injektion. Sowohl 5-HT3-Rezeptorantagonisten als auch andere trizyklische Antidepressiva als Amitriptylin mit jeweils unterschiedlichen Wirkungen auf verschiedene Serotoninrezeptoren werden eingesetzt.

Problematisch sind Medikamente, bei denen der Patient starke Nebenwirkungen spürt – wie Mundtrockenheit und Benommenheit, wie bei Amitriptylin in Dosen über 5-10 mg. Auf alle Fälle sollten bei Fibromyalgie Medikamente vermieden werden, welche Abhängigkeiten erzeugen (Opioide, Benzodiazepine). Kortison und sonstige Rheumamittel haben sich nicht als sehr hilfreich bei Fibromyalgie und als meist mit starken Nebenwirkungen behaftet erwiesen.