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Weitere Therapien: Funktionelle Herzbeschwerden

Was sonst noch hilft

Bei funktionellen Herzbeschwerden ist die Naturmedizin eindeutig die bessere Variante, die Schulmedizin hilft meist nur bei der Abgrenzung von schweren Herzerkrankungen. Neben bekannten Hausmitteln und Heilpflanzen gibt es hilfreiche Naturheilverfahren.

Ernährung

Ob Herzbeschwerden oder nicht: Alle sollten sich „herzgesund“ ernähren. Genauere Angaben dazu finden Sie unter Arteriosklerose. Achten Sie auf ein vernünftiges Gewicht. Auch bei hohem Blutzucker und Cholesterin zahlt sich eine gesunde Ernährung aus.

Nach neuesten Erkenntnissen sind dies die wichtigen Regeln für eine herzgesunde Ernährung:

  • Vitamine über Frischkost: Obst und Gemüse sind in ihrem ausgeglichenen Mix an antioxidativen Inhaltsstoffen und Mineralien unübertroffen. Sie sind das wichtigste Standbein einer herzgesunden Ernährung. Da sollte auch die Würze über Kräuter nicht fehlen wie z.B. Knoblauch.
  • Ein Wort zum Fett: Auf den Tisch kommen sollten wenig tierische Fette, dafür mehr ungesättigte, pflanzliche Öle (wie etwa Raps, Leinöl, Maiskeimöl, Kürbiskernöl, Olivenöl).
  • Kohlehydrate lieber komplex: Bei den Backwaren und Brot greift man besser zu den Vollkornvarianten, weißes Mehl und Zucker enthalten zu wenig Wertstoffe.
  • Es muss nicht immer Fleisch sein: Auch die vegetarische Ernährung kennt viele proteinhaltige Gemüse. Fleischlose Gerichte mit ein wenig Quark, Käse oder Eiern bringen Abwechslung auf den wöchentlichen Speiseplan. Fisch ist ein Muss (ein bis zwei Mal pro Woche). So können Sie Lamm, Rind- und Schweinefleisch reduzieren.
  • Genießen mit Köpfchen: Einige Genussmittel haben durchaus ihren Platz bei der herzgesunden Ernährung. Ein wenig Rotwein, Schokolade, Kaffee und Tee (vor allem grüner) machen ernährungsphysiologisch durchaus Sinn (wenn man die Menge im Auge behält).
  • Zum Naschen gibt es Trockenobst (wegen des Kaliums) und Nüsse (wegen der Mineralien und Fettsäuren). Aber dabei die Kalorien und Kochsalzmenge beachten!

Naturheilverfahren bei Funktionellen Herzbeschwerden

Warum die Naturheilkunde bei funktionellen Herzbeschwerden hilft

Die wichtigste Herausforderung ist, dass der Patient die Kraft seiner Gefühle kennen lernt. Sie können ihm schaden, aber genauso gut helfen. Daneben nutzt man natürliche Reize, um das Herz anzustoßen. Es soll wieder lernen interaktiv zu reagieren.

Psychotherapie, Gesprächstherapie

Funktionelle Herzbeschwerden wurden über die Psyche ausgelöst und können über die Psyche geheilt werden. Grundlage für eine psychische Behandlung bei funktionellen Herzbeschwerden ist ein vertrauensvolles Arzt-Patientenverhältnis. Die Therapie besteht aus einer Mischung von Information, Aufklärung, stützender Begleitung und, falls passend, ein Gespräch über die konkreten bio-psycho-sozialen Probleme. Wenn man hier ein Gleichgewicht erzielt, haben die funktionellen Herzbeschwerden keinen Grund zu bleiben.

Was ist Ihre beste Methode zur Angst/Stressbewältigung?

Verständnis der eigenen Zusammenhänge hilft bei der Bewältigung der funktionellen Herzbeschwerden. Manchmal ist es ein langer Weg die eigenen Grenzen zu respektieren und die psychosomatische Komponente der Beschwerden zu erkennen. Wenn das gelingt, ist der Weg frei für die Lösung: Dann entwickelt man alternative Lebens- und Bewältigungsmöglichkeiten. Das ist der ganz pragmatische Ansatzpunkt der Verhaltenstherapie. In schlimmen Fällen kann eine Behandlung mit Psychopharmaka erwogen werden („Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“). Mit einer besseren Stimmung greift man die Probleme schneller an. Daneben kann die Psychotherapie einiges leisten, wenn es um Klärung der eigenen Situation geht. Mit objektiver Begleitung lässt sich der Dschungel der Gefühle leichter lichten. Dabei sollten Sie aber Zeit mitbringen, um einen passenden Therapeuten zu finden. Sie können ihn vor der Therapie einige Sitzungen testen.

Entspannungsverfahren

Meist liegt den psychosomatischen Herzbeschwerden eine lange Phase von Stress und Überforderung zu Grunde. Ab einem gewissen Punkt „kündigt“ das Herz die praktische Zusammenarbeit. Aber hier können Sie ganz bewusst reagieren. Führen Sie die Entspannung selbst herbei. Haben Sie gewusst, dass Sie das lernen können? Dazu sind allerdings eine entsprechende Motivation sowie regelmäßige Übung notwendig. Auf dem Markt sind ganz unterschiedliche Ansätze: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training oder Atemtherapie nach Middendorf sowie Biofeedbacktraining. Sicher haben Sie ganz individuelle Vorstellungen von Entspannung. Auch Massage, ein Dinner bei Kerzenlicht oder ein Konzertbesuch haben ihre Wirkung. Werden Sie kreativ oder greifen Sie Vorhandenes auf (Meditation, Yoga, Qigong, Fußreflexzonenmassage…).

Mitgefühl aus dem fernen Osten

Nicht jeder hat einen Draht zu lebensanschaulichen Angeboten, aber ein Achtsamkeitstraining im Sinne der buddhistischen Lehre hat durchaus hilfreiche Aspekte. Hier sind speziell Menschen angesprochen, die nicht gelernt haben, die eigenen Gefühle wahrzunehmen.

Fühlen lernen

Aufsteigende Gefühle werden ganz respektvoll, aber nicht wertend „angesehen“. Es wird eine Weile dauern, bis Sie alles benennen können. Wer die eigenen Gefühle richtig wahrnehmen kann, reagiert besser auf die eigenen Bedürfnisse. Oft wird erst dann verständlich, warum es zu den Herzbeschwerden kommen „musste“. Das ist die richtige Motivation um im eigenen Leben Änderungen vorzunehmen, auch wenn das größere Anstrengung und nervige Umstellungen erfordert. Und außerdem: wer die eigenen Gefühle richtig wahrnimmt, kann auch andere Menschen besser einschätzen. Letzten Endes kann das menschliche Miteinander profitieren.

Die ängstlichen, hypersensiblen Grübler allerdings sind mit einfacher Entspannung und Sport besser beraten:

Das bewegte Herz

Bewegung und Sport sind für fast alle Herzerkrankungen empfehlenswert, gerade auch für funktionelle Herzbeschwerden. Jedes Präventionsprogramm gegen Herzkrankheiten sieht Sport als wirksame Maßnahme vor! Sport baut übermäßigen Stress ab und stärkt das Vertrauen auf den eigenen Körper. Dabei profitiert man auch von der sozialen Einbindung in Verein oder Gruppe. Und hinterher gibt es gratis eine Portion Glückshormone.

Geeignet ist jeder Sport, der Spaß macht:

  • Leichter Ausdauersport ist der Einstieg in die Bewegungstherapie (Fahrradfahren, Bergwandern, Schwimmen, Langlauf, Reiten, Gymnastik und Tanz). Dreimal pro Woche eine Stunde lang wäre das optimale Ziel.
  • Beim Mannschaftssport kann die Begeisterung in der Gruppe mitreißen. So findet man leichter zur Unbefangenheit zurück.
  • Kraftsport kommt später hinzu und sollte etwa zu gleichen Teile mit Ausdauer stattfinden.

Physikalische Verfahren

Eingesetzt werden zunächst „milde Verfahren“ wie eine Streichelmassage oder eine leichte Bürstenmassage. Wenn keine begleitenden Erkrankungen vorliegen, kann ein regelmäßiger Saunabesuch empfohlen werden. Grundsätzlich sind Balneo- und Hydrotherapie gut geeignet, also die klassische Anwendung von Wasser als Heilmittel, wie Kneipp es eingeführt hat (sofern keine ausgeprägte Herzneurose vorliegt). Für Einsteiger tut etwas therapeutische Anleitung not. Er achtet auf einen sanften Kältereiz nach intensiver körperlicher Bewegung. Und testen Sie: Ein wenig Kälte nach dem Schwitzen löst großes Wohlbefinden aus, wenn man wieder wollig warm und trocken ist. Das lenkt die Sinne auf Empfindungen im Hier und Jetzt. „Back to Basics“ ist das Motto. Beim Tautreten oder Wandern an Licht, Luft und Sonne sind alle Sinne mit dabei.

Akupunktur und Akupressur

Neben Schmerzerkrankungen sprechen auch psychosomatische Beschwerden mit Akupunktur an. Die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur empfiehlt daher eine gezielte Behandlung durch einen Experten.

Selber machen kann man die Akupressur. Hier werden die Punkte mit der Kraft des Fingers gedrückt oder beklopft, etwa 2 Minuten lang. Schließen Sie dazu die Augen und atmen tief und entspannt in den Bauch. Nehmen Sie das Berührungsgefühl bewusst wahr und seien Sie ganz bei sich selbst. Schmerzt das Drücken? Wie entwickelt sich die Empfindung bei leichterem Druck? Danach ruhen sie noch 5 bis 10 Minuten aus bis Sie wieder in den Tag starten.

Hier ist die Punktauswahl gegen funktionelle Herzbeschwerden:

1. Herz-Meridian: H3

2. Perikard-Meridian: Pe6

3. Konzeptions-Gefäss: KG14 und 17

4. Blasen-Meridian: B15 (da hilft ein Partner, der Punkt liegt am Rücken).

Ausleitende Verfahren

Es hat durchaus auch die Zustimmung der Schulmedizin, dass über die Behandlung der äußeren Segmente die dahinter liegenden inneren Organe erreicht werden. Extra getestet ist die Ausleitung bei funktionellen Herzbeschwerden nicht.

Bei der Schröpfkopfmassage setzt man Schröpfgläser mit Unterdruck auf den Rücken. Die Haut kann zusätzlich leicht eingeritzt werden, so dass bei der Anlage des Unterdrucks etwas Blut austritt ("blutiges Schröpfen"). Das soll helfen den Blutfluss zu harmonisieren und die Entspannung zu fördern.

Beim Baunscheidtieren wird die Haut mit Nadeln schmerzlos angeritzt, ohne dass Blut austritt. Danach wird ein Reizöl auf der Haut verteilt, das die Durchblutung fördert und den Ausscheidungsprozess fördert. Es bilden sich später kleine, mit Blutserum und Gewebsflüssigkeit gefüllte Bläschen auf der Haut, die innerhalb von zwei Wochen ohne Narben abheilen.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie macht sich auf die Suche nach Störfeldern im Körper. Sie werden dann mit Schmerzmitteln behandelt. Der Therapeut spritzt dabei das Mittel als Quaddel in die Haut über dem vermuteten Herd. Die Neuraltherapie nutzt heute oft auch die Punkte der Akupunktur. Wie gut die Therapie bei funktionellen Herzbeschwerden wirkt, muss aber noch in statistischen Untersuchungen geprüft werden.

Naturheilverfahren, die bei Funktionelle Herzbeschwerden helfen können

Schulmedizin

Der Schwerpunkt der Behandlung funktioneller Herzbeschwerden sollte auf psychologischen Verfahren liegen. Die Schulmedizin beschränkt sich oft auf wiederholte Untersuchungen im Falle von veränderten Beschwerden.

Funktionelle Herzbeschwerden können gegebenenfalls neben der psychologischen Betreuung mit Beta-Blockern oder Antidepressiva begleitet werden. Tranquilizer, zur Lösung der bei Herzbeschwerden oft auftretenden Ängste, setzt man nur kurzfristig ein, sonst droht eine Medikamentenabhängigkeit. Insgesamt ist bei funktionellen Herzbeschwerden das Kombipaket der Naturheilkunde die sinnvollere Behandlungsvariante.