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Gallensteine

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Gallensteine: Am besten Vorbeugen

Durch Bewegung, fettarme Ernährung und Gewichtsreduktion kann eine Verkleinerung der Steine erreicht werden.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Ursache: Entgleister Stoffwechsel

Gallensteine sind entweder völlig symptomlos oder aber sie bereiten erhebliche Beschwerden. Dann werden Gallensteine operativ behandelt und man entfernt die Galle. Ein Leben ohne Galle ist möglich, wenn auch manchmal nicht ganz beschwerdefrei. Ursache für Gallensteine ist ein entgleister Stoffwechsel – Gallensteine entstehen also aus verfestigter Gallenflüssigkeit. Das Risiko für Gallensteine ist in bestimmten Situationen erhöht, etwas salopp auch als 6 F bezeichnet. Am besten sollte daher die Erkrankung bei entsprechenden Risikofaktoren durch Prävention vermieden werden.

Bei vorhandenen Gallensteinen wartet man ab, ob sich Beschwerden entwickeln. Hier eignet sich die Naturheilkunde vorbeugend: Ein angepasstes Verhalten verlangsamt Wachsen und Vermehrung der Steine. Im optimalen Fall kann sogar durch Bewegung, fettarme Ernährung und Gewichtsreduktion eine Verkleinerung der Steine erreicht werden.

Therapie bei Gallensteinen: Vorbeugen und Abwarten

Wichtigster Punkt bei der Vorbeugung ist die Normalisierung des Körpergewichts und die Umstellung der Ernährung

  • Nehmen Sie nur kleine Mahlzeiten zu sich, die über den ganzen Tag verteilt sind. Damit verhindern Sie, dass die Galle „steht“ oder übermäßig fließt. Das beugt der Steinbildung und - wanderung vor.
  • Wärmeanwendungen am rechten Oberbauch mindern Schmerzen bei Gallensteinen. Richten Sie sich dabei nach Ihrem Wohlgefühl. Bei Gallenblasenentzündung sollte man dies jedoch unterlassen.

Im Falle einer Kolik steht die Behandlung der Schmerzen an oberster Stelle, eventuell gefolgt von einer operativen Entfernung der Gallensteine. Übrigens: auch nach einer Operation kann die naturheilkundliche Therapie zur Vorbeugung eines Rückfalls eingesetzt werden.

Heilpflanzen

Zwischen den Mahlzeiten stagniert der Gallefluss, dann wachsen die Gallensteine. Daher kann man in diesen Zeiträumen pflanzliche Arzneimittel und Tees verwenden, die den Fluss “am Laufen“ halten. Dies ist besonders bei Personen wichtig, die an einer trägen Gallenblase leiden (Schwangere, Frauen die Verhütungsmittel nehmen, Personen nach Darmoperationen).

Es gibt eine ganze Reihe von Pflanzen, welche den Gallenfluss fördern. Doch Vorsicht: Bei einem aktuellen Gallestau kann diese Therapie ins Auge gehen: Die Galle kann nicht abfließen und die Beschwerden verstärken sich. Bei Entzündungen der Gallenwege, schwerem Gallensteinleiden und Leberfunktionsstörungen dürfen diese Therapeutika ebenfalls nicht zum Einsatz kommen! Sie eignen sich aber zur Vorbeugung von Gallensteinen. Sprechen Sie daher vorher mit Ihrem Arzt über das Vorhaben.

Je nachdem, welche Beschwerden im Vordergrund stehen, eignen sich unterschiedliche Vorgehensweisen:

Bärengalle – nur theoretisch

Die Chinesische Medizin verwendete Bärengalle zur Behandlung von Gallensteinleiden. Aus Tierschutzgründen ist diese Therapie nicht vertretbar. Heute ist das auch gar nicht mehr notwendig: Der wirksame Stoff Ursodeoxycholsäure (UDCA) kann heute synthetisch hergestellt werden. Man versucht damit mehr oder weniger erfolgreich, Gallensteine auflösen.

Ätherische Öle – steinlösend?

Ätherische Öle (Menthol, Menthon, Pinen, Camphen, Borneol, Cineol) fördern die Sekretion von Galle und wirken darüber hinaus krampflösend. Daneben sollen sie Gallensteine lösen, es liegen aber nur Vorstudien vor. An einer größeren Patientengruppe getestet ist die Behandlung nicht. Bei einer Behandlungsdauer von sechs bis 24 Monate und unsicherem Ausgang ist die Anwendung nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Gallensteine helfen können

Weitere Therapien

Mit Heilpflanzen können Sie den Gallefluss fördern. Häufig muss die Gallenblase auch entfernt werden. Welche Therapiemöglichkeiten die Schulmedizin anwendet, um Gallensteine zu behandeln und welche Ernährungsweise die richtige für Sie ist, lesen Sie auf der nächsten Seite.