Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Geschwollene Beine

© oneinchpunch - Fotolia.com

Keine Lust auf  geschwollene Beine?

Die Behandlung kombiniert verschiedene Ansätze wie Kompressionstherapie, Bewegung und pflanzliche Medikamente.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Symptom für schwache Venenwände

Wer die Neigung zu dicken Beinen hat, bekommt leider schnell geschwollene Beine. Sie entstehen bei vergleichsweise geringen Anlässen: Lange gesessen, gestanden oder heißes Wetter, schon sammelt sich das Wasser um die Knöchel (medizinisch Ödem). Dann hilft nur eine konsequente Therapie. Neben dem Klassiker Stützstrumpf erleichtern diverse Heilpflanzen und Naturheilverfahren die Ödembeschwerden. Aber Achtung: Bei dicken Beinen sollte man die Ursache von geschwollenen Beinen im Auge behalten. Ödeme deuten mitunter auf schwere Erkrankungen hin. Bevor Sie sich also selbst behandeln, sollte Ihr Problem schulmedizinisch abgeklärt sein.

Was tun? Natürliche Hilfe bei geschwollenen Beinen

Geschwollene Beine sind ein Symptom

Geschwollene Beine sind ein Symptom für eine Gefäßschädigung oder eine Erkrankung. Vorrang hat die Behandlung des erkrankten Organs (wie Herz, Leber, Darm oder Niere) welches die Ödeme verursacht. Daneben kann die Naturheilkunde begleitend zur Schulmedizin sehr gut das Symptom „dicke Beine“ behandeln. Die Therapie von Ödemen sollte über einen längeren Zeitraum konsequent durchgehalten werden. Dabei ist die Wirkung wesentlich besser, wenn man verschiedene Ansätze kombiniert (wie Kompressionstherapie, Bewegung und Phytotherapie).

Lässt sich die Grunderkrankung nicht ausheilen, muss das Ödem dauerhaft therapiert werden.

Heilpflanzen

Mäusedorn dichtet die Adern ab

Mäusedornwurzel als Kapseln mit Trockenextrakt – dichtet die Adern ab und verhindert eine weitere Schwächung der Aderwände durch Abbauprozesse. Er fördert gleichzeitig die Ausscheidung des Wassers über die Niere. Daneben werden entzündliche Tendenzen gedämpft. So bessern sich geschwollene Beine und die Beschwerden wie nächtliche Schmerzen, Schweregefühl, Juckreiz und Schwellungen.

Weitere Heilpflanzen gegen Ödeme

Sehr gut wirksam sind auch Rosskastanienextrakte bei Wasser in den Beinen. Die Rosskastanie dichtet ebenfalls die Venen ab und reduziert dadurch die Ödembildung. Daneben schützt sie die Adern vor einem Verlust ihrer Festigkeit. Die Heilpflanze erhielt in mehreren Studien ein positives Votum und ist bezüglich ihrer Wirkung mit Abstand am besten belegt. Weil sie bei empfindlichen Personen zu Magenbeschwerden führen kann, sollte man den Rosskastanien-Extrakt nach dem Essen einnehmen.

Geprüft ist auch Rotes Weinlaub als wirksames Mittel bei Beinödem durch Venenleiden.

Enzyme: Verschiedene Präparate mit Enzymen fördern den Ödemrückgang bei Wasser in den Beinen. Verwendet werden Enzyme aus der Ananas (Bromelain), Papaya (Papain) oder auch tierische Enzyme (Trypsin, Chymotrypsin, Pankreatin).

Ebenso leistet der Acker-Schachtelhalm beim Beinödem einen guten Beitrag: Er festigt das Bindegewebe und fördert den Haustoffwechsel. Man kann ihn als Tee, Presssaft und Extrakt kaufen. Steinklee reduziert nicht nur das Wasser in den Beinen, er eignet sich besonders bei entzündlichen Hauterscheinungen. Außerdem beschleunigt er die Wundheilung. Es gibt ihn als Tee, jedoch sollte man wegen der genau eingestellten Wirkstoffmengen auf Fertigpräparate zurückgreifen.

Eine Kur mit Buchweizen (3-mal täglich) über den Zeitraum von 12 Wochen wirkte vergleichsweise gering bei Wasser in den Beinen. Auch Ginkgoextrakt besserte das Ödem kaum, hatte dafür aber positive Effekte auf das Gewebe. Eine deutliche Verringerung von Beschwerden durch geschwollene Beine brachte der Extrakt aus dem Wassernabel (Centella asiatica) über die Verbesserung der Mikrozirkulation.

Tees mit Schachtelhalmkraut, Birke- oder, Brennnesselblättern und Goldrutenkraut unterstützen die Ausscheidung von Wasser und erleichtern damit die Rückbildung des Beinödems.

Homöopathische Mittel

Homöopathische Mittel eignen sich nur begleitend zu anderen Maßnahmen.

Flußsäure D6-12 (Acidum hydrofluoricum): Bei Lymphödem am Unterschenkel, Abmagerung, Schwäche oder Lymphödem nach Brustkrebs; Patient verspürt Bewegungsdrang und Unruhe. Juckende Hauterkrankungen begleiten Ödem.

Calciumfluorid (Calcium fluoratum): Bei geschwollenen Lymphdrüsen (besonders am Hals) und erschlafftem Bindegewebe. Person kälteempfindlich, erwärmt sich nur langsam.

Magnesiumfluorid (Magnesium fluoratum): Geeignet für Lymphschwäche, Anregung der Lymphtätigkeit. Fördert Ausscheidung von Giftstoffen.

Nahrungsergänzung

Ein straffes Bindegewebe wird seltener krank

Wichtig sind antioxidative Vitamine (besonders Vitamin C). Daneben braucht es Protein. Präparate mit Gelatine oder Gelatinehydrolysat enthalten das elastische Bindegewebselement Kollagen und damit alle relevanten Aminosäuren im optimalen Verhältnis.

Bei Muskelkrämpfen trägt Magnesium zur Entspannung bei.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Beschwerden durch geschwollene Beine lassen sich im Alltag mit einfachen Verhaltensweisen verringern:

  • Hochlagern der Beine ist nicht nur wohltuend, es erleichtert die Ödemrückbildung. Dabei sollten die Beine über dem Herz liegen. Nachts schiebt man ein Keilkissen unter die Beine.
  • Lockere Kleidung: Sinnvoll ist bequeme nicht einschneidende Kleidung, keine Ringe oder Uhren an Armen mit Ödemen, keine abschnürenden Sitzpositionen beim Beinödem (wie übereinander geschlagene Beine).
  • Leichte Bewegung: Lässt sich langes Sitzen oder Stehen nicht vermeiden, wenigstens jede Stunde ein paar Schritte gehen oder im Sitzen Gymnastik machen. Sportliche Schuhe - ohne hohe Absätze - erleichtern das Stehen mit dicken Beinen.
  • Keine Hitze: Wärme, vor allem Hitze, langes Sonnen, Sauna oder Vollbäder verschlimmern das Beinödem.
  • Sanfte Kühlung mit Quarkwickeln oder Coolpacks erleichtern die Beschwerden merklich. Zu niedrige Temperaturen führen aber zu Schäden. Minusgrade niemals direkt auf die Haut bringen. Eis und Kühlelemente mit Baumwolle einschlagen.
  • Hautpflege: Vermeiden sie Verletzungen in den Bereichen des Ödems. Überwachen sie das Abheilen auch kleiner Wunden. Pediküre und Fußpflege verhindern das Entstehen von Problembereichen durch geschwollene Beine.
  • Gut Bestrumpft: Bei längerer Bettlägerigkeit verlangsamt sich Blutströmung durch den Wegfall der Muskelaktivität. Dicke Beine und Thrombosen vermindert man am besten durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Auch für stehende und sitzende Berufe sind Stützstrümpfe sehr empfehlenswert.
  • Vorbeugen: Wer zu Beinödemen neigt, muss Vorbeugung täglich einplanen.

Weitere Therapien

Auf die Beschreibung einfacher Hausmittel und Heilpflanzen folgen auf der nächsten Seite die Naturheilverfahren, Ernährung und Schulmedizin bei geschwollenen Beinen.