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Symptome und Diagnose bei Geschwollenen Beinen

Wenn die Beine müde werden…

Wasser in den Beinen verursacht Schmerzen, Spannungsgefühl und Müdigkeit der Beine. Bestimmte Punkte in Wade oder Fußsohle sind extrem druckschmerzhaft. Auch nachts treten mitunter Krampfschmerzen auf.

Symptome

Die Druckdelle

Die klassische Untersuchung für Wasser in den Beinen ist der Fingertest. Drückt man den Finger einige Sekunden auf die Schwellung, bleibt eine dauerhafte Delle. Nur wenn das Ödem länger als sechs Monate besteht, ist es nicht mehr oder nur teilweise eindrückbar. Durch geschwollene Beine bilden sich auch im Gewebe Verhärtungen, die mit der Haut und dem Muskelgewebe verwachsen.

Typ 1: Venenschwäche: bläulich

Die häufigste Ursache für Wasser in den Beinen ist eine Venenschwäche. Deutlich sichtbare Krampfadern bestehen aber nur, wenn die oberflächlichen Venen betroffen sind. Bei venösen Störungen nimmt die Haut eine bläulich-rötliche Farbe an. Tritt auch Blut aus den geschädigten Adern aus, bilden sich braune Ablagerungen aus dem abgebauten roten Blutfarbstoff (Hämosiderin). Die gestörte Gewebeernährung beim Phlebödem löst ihrerseits Hautschäden/Ekzeme oder Geschwüre aus.

Typ 2: Lymphschwäche: blass

Davon zu unterscheiden sind dicke Beine durch ein Lymphödem. Es hat eine derbere Konsistenz, es ist nur anfangs teigig, selten eindrückbar, später wird es härter. Geschwollene Beine sind blass und es lässt sich mit zwei Fingern keine Hautfalte über dem Ödem anheben, dabei ist die Schwellung meist schmerzlos. Hautveränderungen sind selten, natürliche Hautfalten vertiefen sich aber. Meist sind neben den Knöcheln dann auch die Zehen geschwollen.

Wann zum Arzt

Beinödem, manchmal normal…

Ganz normal sind geschwollene Beine, wenn man lange stehen oder sitzen musste. Wenn sie schnell wieder verschwinden, bestehen keine Bedenken. Man kann sich hier mit einfachen Mitteln selbst helfen. Nur falls das Wasser in den Beinen nicht mehr abgebaut wird oder jeden Tag auftritt, sollte man einen Arzt aufsuchen. Geschwollene Beine und Ödeme weisen nicht nur auf eine Venenschwäche hin, sondern sind manchmal auch Zeichen verschiedener ernster Erkrankungen. Dann sollte abgeklärt werden, ob Herz, Nieren, Leber, Gefäße, Darm, Allergien oder Hormonstörungen Ursache des Ödems sind. Wenn man zu lange wartet (länger als sechs Monate), riskiert man außerdem, dass sich die Ödeme verhärten (Sklerödem) und nicht wieder abklingen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Zunächst muss bei Ödemen abgeklärt werden, ob es sich um eine Gefäßschädigung, eine hormonelle oder organische Erkrankung handelt. Dazu wird folgender Fragenkatalog abgeklärt:

  • Haben Sie bekannte Erkrankungen von Herz, Leber oder Niere?
  • Haben Sie in letzter Zeit stark zu- oder abgenommen (schnelle Wassereinlagerungen)?
  • Wo und wann treten die Schwellungen auf (Arme, Beine → Herz, Gefäße; Gesicht → Niere, Allergie; Bauch → Leber, Darm, Nahrungsmittelunverträglichkeit)
  • Besteht eine Atemnot, Kurzatmigkeit oder Schmerzen im Brustkorb (→ Herzschwäche, Lungenembolie)?
  • Ist Ihre Verdauung in Ordnung (Durchfall, Bauchbeschwerden → Darm, Leber, Nahrungsmittelallergie)?
  • Waren Sie im Ausland (→ möglicher Parasitenbefall: Fadenwürmer, Filarien)?
  • Gibt es Probleme beim Wasserlassen (→ Niere, Prostata)?
  • Schäumt der Urin (→ Niere)?
  • Leiden Sie unter Diabetes mellitus (Folge sind Gefäß- und Nierenschäden mit Ödemen)?
  • Haben Sie Allergien, Juckreiz, Infektionen, Wunden, Fieber und Verletzungen?
  • Welche Medikamente werden eingenommen? (Kalziumantagonisten, Diuretika, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Glukokortikoide (z. B. Kortison) oder Antidepressiva fördern Ödeme!)

Einfache Untersuchungen des Herzens, des Urins sowie Blutuntersuchungen können oft sehr schnell zeigen, ob Organschäden zu den Ödemen geführt haben.