Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Symptome und Diagnose bei Gicht

Gichtklassiker: Schmerzen an der großen Zehe

Gefährdet für Gicht sind Gelenke an den Extremitäten. Sie kühlen leicht aus und das steigert die Kristallbildung. Am häufigsten befallen ist das Grundgelenk der großen Zehe, dahinter rangieren Sprung-, das Fußwurzel- und Fingergelenke. Bei wiederholten Gichtanfällen können nacheinander verschiedene Gelenke befallen werden: Die Gicht springt von Gelenk zu Gelenk. Charakteristisch für Gicht ist der Befall einzelner Gelenke. Die Krankheit ist im Gegensatz zu Rheuma selten symmetrisch.

Symptome

Gicht: Entzündung im Gelenk

Ein Gichtanfall ist dem Gelenk schon äußerlich anzusehen: Um das Gelenk bildet sich eine "teigige" Schwellung sowie eine Rötung. Die Schmerzen sind extrem, oft so stark, dass der Druck von Kleidung oder einer Decke nicht auszuhalten ist. Typischerweise treten die Schmerzen bei einem Gichtanfall vermehrt nachts oder früh morgens auf. Der Zustand entwickelt sich sehr schnell, innerhalb von zwölf Stunden. Gicht kann auch zusammen mit mäßigem Fieber, Frösteln oder Kopfschmerzen auftreten. Die Anfälle entwickeln sich spontan und klingen ebenso wieder ab.

Gichtknoten

Harnsäure-Ablagerungen erfolgen im Prinzip auch an anderen Stellen. Deutlich sichtbar sind Gichtknoten in der Haut, den Ohren und an Gelenken. Sie sind oft schmerzlos, können aber unter Umständen die Gelenkfunktion beeinträchtigen.

Wann zum Arzt

Ein Gichtanfall verschwindet zwar nach Tagen bis Wochen von selbst, dennoch: Mit geröteten und hochschmerzhaften Gelenken sollte man immer zum Arzt gehen, denn diese Zustände sind nicht nur gefährlich für das Gelenk, nach und nach werden auch die noch gesunden Gelenke befallen. Gichtanfälle dauern zunehmend länger und die Abstände dazwischen werden kürzer. Wenn Gicht nicht behandelt wird und auch sonst keine weiteren Maßnahmen stattfinden, entwickelt sich eine chronische Gicht. Auch andere Erkrankungen, die sich mit hoch entzündlichen Gelenken äußern (wie Rheuma und Infektionen) müssen ärztlich behandelt werden.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Zur Bestätigung der Diagnose bei den genannten Symptomen wird im Blut die Harnsäurekonzentration bestimmt. Sie darf höchstens 6,5 mg/dl betragen. Bei einem Gichtanfall steigt die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutsenkungsgeschwindigkeit an. Bei Verdacht auf Gicht sollten auch die Fettwerte, der Urin und die Niere untersucht werden.

Eventuell punktiert der Arzt die Gelenke oder das Gewebe um die Gelenk-Flüssigkeit unter dem Mikroskop auf Kristalle zu untersuchen. Auch die weißen Blutzellen aus dem Gelenk enthalten eingelagerte Harnsäurekristalle.

Sprechen die Beschwerden außerdem auf Kolchizin aus der Herbstzeitlose an, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit Gicht vor.

Bildgebung bei Gicht

Bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Sonographie sind nur zur Beurteilung des Fortschreitens sinnvoll. Bei frühen Formen ohne Knorpel- oder Knochenschaden erkennt man das Problem im Röntgenbild nicht: Die Kristalle sind im Röntgenbild nicht zu sehen.