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Grauer Star

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Grauer Star: Vorbeugung die beste Therapie

Eine erhebliche Rolle bei der Entstehung spielen das Alter und die Lebensweise, aber auch genetische Faktoren oder Belastung der Augen mit Stressoren (UV-Licht!) können die Linse schädigen.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Grauer Star: die Alterung der Augen

Beim Grauen Star geht die Sehkraft nach und nach durch eine Linsentrübung verloren. Ohne Behandlung folgt die Erblindung. Die Ursachen sind sehr vielseitig. Während in den Entwicklungsländern durch Mangelernährung und Infektionen viele Kinder betroffen sind, kommt in den Industrienationen der Graue Star fast nur bei älteren Menschen vor. Ab dem 65. Lebensjahr haben fast alle Menschen eine mehr oder weniger starke Linsentrübung. Eine Behandlung ist aber nur bei extremer Trübung notwendig: Die Linse im Auge kann leicht ersetzt werden. So ist die Star-Operation im Augenblick das klassische Behandlungsverfahren der Schulmedizin. Bei der Vorbeugung gegen den Grauen Star zählt eine gesunde Lebensweise und Ernährung.

Behandlung bei Grauem Star: Naturheilkunde und Hausmittel

Es gibt noch keine medikamentöse Therapie gegen den Grauen Star. Beim Altersstar aber spielen die oxidativen Schädigungen der Linse im Laufe eines langen Lebens eine entscheidende Rolle. Rein theoretisch sollten Antioxidantien in Form von Vitaminen, Obst und Gemüse dieser Erscheinung vorbeugen. Entsprechenden Studien mit künstlichen Nahrungsergänzungsprodukten haben aber nicht eindeutig abgeschnitten. Man hält die Wirkung aber im Prinzip für möglich, darum werden neue Studien mit veränderter Durchführung starten. Bis dahin gilt zur Vorbeugung des Altersstars: Ernähren Sie sich gesund und schützen Sie Ihre Augen vor UV-Strahlung.

Heilpflanzen

Eine Wirkung antioxidativer Pflanzen- und Pflanzenextrakte gegen den Grauen Star sind zwar plausibel, allerdings liegen keine aussagekräftigen Studien vor, die eine Wirkung belegen.

Antioxidative Pflanzenstoffe sind in hohem Maße in folgenden Pflanzen enthalten: Curcuma, Ginkgo, Grüner Tee, Knoblauch, Rotweinextrakt. Hier gibt es durchaus wissenschaftliche Hinweise auf einen Kataraktschutz. Denkbar wäre das auch bei anderen Pflanzen wie Acerolakirsche, Brokkoli Cranberry, Galgant, Granatapfel, Kakao und Sanddornbeere um nur einige zu nennen.

Zu bevorzugen wären die natürlichen Produkte statt konzentrierter Extrakte, denn es ist fraglich, ob diese auf Dauer ungefährlich sind und ob sie zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gelangen.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Grauer Star helfen können

Homöopathische Mittel

Eine homöopathische Therapie gegen Katarakt sollte in ein ganzheitliches Konzept eingebunden sein. Eine bereits vorhandene Linsentrübung kann die homöopathische Behandlung nicht rückgängig machen!

  • Kaliumdihydrogenphosphat (Kalium phosphoricum): Grauer Star in Kombination mit Erschöpfung, Schwindel und brummenden Ohren.
  • Naphthalin (Naphthalinum): bei Patienten mit Asthma, grauem Star oder Lungenemphysem.
  • Ätzkalk (Causticum): Grauer Star – akut mit Flimmern, Funken und Trübsicht.
  • Schierling (Conium): akuter Grauer Star bei Lichtscheue und Verletzung.
  • Fliegenpilz (Agaricus muscarius): Grauer Star chronisch, nach Anstrengung, Augenmuskelzucken.
  • Herbstzeitlose (Colchicum): Grauer Star bei rheumatischer Konstitution.

Hier werden nur Beispiele genannt, das für Sie richtige Mittel muss ein Homöopath auswählen.

Schüßler-Salze gegen Grauen Star:

  • Nr. 1. Calcium fluoratum: zur Stärkung des Gewebes und der Linsenstabilität.
  • Nr. 11. Silicea: Zum Erhalt des Glaskörpers.
  • Nr. 5. Kalium phosphoricum: bei Linsentrübung.

Nahrungsergänzung

Vitamin A-Mangel führt bereits bei Kindern zu Grauem Star. In unseren Breiten kommt diese Mangelerkrankung praktisch nicht vor.

Der kleine Unterschied: Theorie und Praxis

Grauer Star wird durch oxidative Prozesse entscheidend beeinflusst. Das Auge ist daher das Organ mit einer der höchsten antioxidativen Schutzkraft im Körper. Daraus hat man abgeleitet, dass Antioxidantien hier schützend wirken dürften. Ob aber künstliche antioxidative Vitamine im Gegenzug Grauen Star vorbeugen oder verlangsamen können, darüber ist man sich nicht einig. Studien lieferten keine eindeutigen Ergebnisse.

In Diskussion stehen in erster Linie die Vitamine C, E und Carotinoide. Aber auch Vitamine aus der B-Gruppe wie Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B1 (Thiamin) und Vitamin B2 (Riboflavin) könnten einen Beitrag liefern. Daneben brauchen die Enzyme zur Bekämpfung von oxidativem Stress die Elemente Zink, Molybdän und Selen.

Hochdosierte isolierte Vitaminpräparate sollte man jedoch nur in besonderen Ausnahmefällen gegen den Star einnehmen oder den Konsum dieser Präparate zeitlich begrenzen. Neue Studien aus der letzten Zeit haben gezeigt, dass hier offensichtlich auch Schaden entstehen kann. Insbesondere sollten Raucher kein ß-Carotin nehmen. Besser und sicherer ist die Zufuhr von Vitaminen in ihrer natürlichen Form über die Ernährung.

Wirkung minimal

Die erwarteten Effekte sind eher klein bis moderat. Am meisten profitieren Menschen, die schlecht mit vitaminhaltiger Nahrung versorgt sind, wie etwa in den Entwicklungsländern.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Wenn der Graue Star bereits eingetreten ist, können auch die richtigen Maßnahmen die Linsentrübung nicht wieder aufheben. Möglich wäre aber eine leichte Verlangsamung des Verlaufs.

  • Vitamine: Dafür sorgen, dass jeden Tag frisches Obst und Gemüse auf den Tisch kommt. Das beugt nicht nur dem Grauen Star vor.
  • Schutz: Gegen starkes Sonnenlicht schützt die Augen ein Hut mit Krempe oder eine geprüfte Sonnenbrille.
  • Rauchverbot: Rauchen kann ins Auge gehen, denn es ist die stärkste Quelle von Oxidantien. Dadurch beschleunigt sich die Alterung und auch die Linsentrübung.

Weitere Therapien

Auf der nächsten Seite erhalten Sie Informationen zur Ernährung. Weiterhin erfahren Sie, wie die Schulmedizin Grauen Star behandelt.