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Halsschmerzen

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Typisches Erkältungssymptom

Halsschmerzen treten oft im Zusammenhang mit einer Erkältung auf. Wie Sie Halsschmerzen auf natürliche Weise behandeln können, erfahren Sie hier.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Von Schmuddel-Wetter und Schluckbeschwerden

Vor allem in den kalten Herbst- und Wintermonaten klagen viele Menschen über Halsschmerzen, die oft zusammen mit anderen Erkältungssymptomen auftreten. Dafür verantwortlich sind Viren oder Bakterien, die die Schleimhäute in Mund, Nase und Rachen angreifen. Das Ergebnis: die üblichen Beschwerden, wie zum Beispiel Probleme beim Schlucken, Heiserkeit oder gar vorübergehender Stimmverlust beeinträchtigen das Wohlbefinden. In den meisten Fällen sind Halsschmerzen harmlos und es bedarf weitgehend keiner ärztlichen Behandlung. Bereits einfache Hausmittel wie Halswickel sowie Inhalationen und das Gurgeln oder Trinken von Kräutertees oder Lutschpastillen mit pflanzlichen Wirkstoffen können Abhilfe schaffen. Gehen Sie den Schmerzen an den Hals und lesen Sie hier mehr zum Thema!

Behandlung bei Halsschmerzen: Naturheilkunde und Hausmittel

Halsschmerzen müssen oft nicht ärztlich behandelt werden. In der Regel helfen einfache Hausmittel und Lutschpastillen. Bei starken Halsschmerzen werden oberflächlich betäubende Mittel eingesetzt.

Die wichtigsten Regeln bei Halsschmerzen sind:

  • warm halten und Zug meiden
  • Schleimhäute feucht halten: Lutschen von Pastillen, Tee trinken und Gurgeln, Luftbefeuchter
  • Stimme schonen. Singen oder langes Sprechen kann dauerhafte Schäden an den Stimmbändern verursachen.
  • Immunsystem stimulieren
  • Antibiotika meiden: zu häufiger Antibiotikaeinsatz führt dazu, dass die Arzneimittel in den (schweren) Fällen, bei denen man sie wirklich braucht unwirksam werden. In über 90% der Fälle sind Halsschmerzen durch Viren verursacht. Dagegen wirken keine Antibiotika.

Die Wirkung von keimhemmenden Mitteln (Desinfektionsmitteln) bei Halsschmerzen ist umstritten.

Heilpflanzen

Halsschmerzen: Wie hilft die Phytotherapie?

Viel Trinken, Gurgeln
Bei Halsschmerzen ist es wichtig, viel zu trinken. Das befeuchtet die Schleimhaut und bringt die Wirkstoffe direkt an den Ort des Geschehens. Intensiver noch ist Gurgeln. Verwendet werden einfaches Salzwasser oder desinfizierende Lösungen und verschiedene Tees mit antibiotischen/antiviralen Wirkstoffen:

  • Thymianlösungen (antiseptisch)
  • Salbeitee (antiseptisch, adstringierend)
  • Kamillentee (entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, immunstimulierend)
  • Schafgarbe (antiseptisch)

Inhalationen
Um den Schleim zu lösen, sind Inhalationen besonders effektiv, da so auch der Bereich des Kehlkopfes gut erreicht werden kann.
Präparate (Konzentrate oder Öle):

  • Kamille (keimtötende und entzündungshemmende Wirkung)
  • Salbei (desinfizierende Wirkung, besonders bei Infektionen im Hals-Rachenraum)
  • Thymian (keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd)
  • Anis und Fenchel (schleimlösende Wirkung)

Reizlindernd: gegen Kratzen und Schmerzen

Antibiotisch/antiseptisch

Entzündungshemmend: gegen Rötung und Schmerz

  • Spitzwegerichkraut (Tee)
  • Schachtelhalmkraut (Tee)
  • Kamille (Tee, Extrakt)
  • Salbei (Tee, Extrakt)
  • Thymian (Tee, Extrakt)
  • Schafgarbe (Tee)
  • Myrrhe (Tinktur)

Immunstimulierend

Homöopathische Mittel bei Halsschmerzen

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus): Halsschmerzen setzen stürmisch und heftig ein, Beschwerden als Folge von trockener Kälte. Schmerzen sind stechend oder brennend, Haut ist heiß, manchmal auch Fieber, Durst auf kalte Getränke, Schmerzen beim Schlucken, roter und trockener Rachen, heiß und wie zugeschnürt.

Tollkirsche (Bella donna): bewährtes Grippemittel, akute, klopfende Schmerzen, Gesichtsrötung, Fieber. Beschwerden entwickeln sich sehr schnell und sind sehr stark. Schmerzzustände im Hals, Schmerzen wellenförmig und pochend, Halsschmerzen und trockener Husten, Kehle ist trocken, Schluckbeschwerden und rote Mandeln.

Zwiebel (Allium cepa): Hals-, Kehlkopfinfektionen, Entzündungen mit Heiserkeit, Halsschmerzen und schmerzhaften Husten, wässriges Sekret.

Ammoniumbromid (Ammonium bromatum): Pseudokrupp und Heiserkeit

Spanischer Pfeffer (Capsicum): brennende Schmerzen auf den Schleimhäuten, diese verschlimmern sich durch Kälte.

Bienengift (Apis mellifica): Schwellung, stechende Schmerzen, Durstlosigkeit.

Zehrwurzel (Arum triphyllum): Heiserkeit, Stimmlosigkeit und Rachenbeschwerden.

Kaliumdichromat (Kalium bichromicum): bei Nasennebenhöhlen- oder Stirnhöhlenentzündungen, Sekrete gelb und fadenziehend; bei Krupp, Husten und Halsschmerzen, Kehle geschwollen, Mandeln geschwollen, Kehle kitzelt, trockener Husten und zäher Schleim, Schmerzen im Brustkorb.

Buschmeisterschlange (Lachesis): Halsschmerzen, Hals purpurrot und geschwollen, Schmerzen sind wie Splitter, vor allem auf der linken Seite.

Phytolacca (Kermesbeere): bei Entzündungen im Hals, rote Schleimhäute, bei Mumps und verhärteten Drüsen, bei Mandelentzündungen mit harten und entzündeten Halslymphknoten, bei Schluckbeschwerden und bei entzündeten Ohrspeicheldrüsen.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Halswickel

Feuchte Wickel haben allgemein einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und mobilisieren die körpereigenen Abwehrkräfte. Halswickel wirken entzündungshemmend bei Erkrankungen im Hals- und Rachenbereich.

Bei akuten Halsschmerzen und Hitzegefühl sind auch zimmerwarme –„kalte“ Wickel sinnvoll. Sie lindern Hitze, Schmerz und Entzündung.

Achtung: Nur, wenn dem Patienten warm ist (kein Schüttelfrost, keine kalten Füße!).

Quark hat eine entzündungslindernde Wirkung. Dieser kann als Wickel auf den Hals aufgelegt werden. Man streicht zimmerwarmen Quark auf ein Baumwolltuch und wickelt es um den Hals. Anschließend werden die Ränder umgeschlagen und das Ganze mit einem dicken Schal fixiert. Der Wickel kann wieder abgenommen werden, sobald der Quark trocken ist.

Auch kalte Wickel mit Salzwasser sind möglich.

Bei länger anhaltenden Halsschmerzen ist die Anwendung von warmen Wickeln besonders wirksam: Weit mehr wärmend als ein Schal wirken Wickel mit warmen Kartoffeln. Sie werden nach dem Kochen zerdrückt auf ein Tuch aufgetragen und um den Hals gewickelt. Mit einem Schal wird der Wickel festgebunden.

Aber Vorsicht: nicht zu heiß auflegen.

Heiße Zitrone

Eine Zitrone auspressen und in ein Glas geben. Mit heißem Wasser auffüllen und süßen (z.B. mit Honig). Zitrone sorgt für Schleimproduktion und Befeuchtung sowie Reizlinderung. Die Wirkung des alten Hausmittels ist nicht belegt. Bei vorhandenem Vitamin-C-Mangel ist die Zufuhr von Vitamin C sinnvoll.

Zwiebel-Saft

Ein weiteres Hausmittel ist Zwiebel-Zucker-Saft. Dazu werden Zwiebeln in Scheiben geschnitten und mit Zucker bestreut. Das Ganze über Nacht ziehen lassen. Der Saft wird getrunken.

Weitere Therapien

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