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Symptome und Diagnose bei Halsschmerzen

Beschwerden im Hals- und Rachenraum

Symptome

Bei Halsschmerzen sind die Schleimhäute im Hals- und Rachenraum gerötet und angeschwollen. Begleitend dazu hat man auch Schluckbeschwerden und Heiserkeit. Bei Erkältungen kommt es desweiteren zu Kopf- und Gliederschmerzen. Kinder leiden oft auch gleichzeitig an Übelkeit und Bauchschmerzen.

Typische Beschwerden:

  • „Frosch im Hals“
  • Heiserkeit, belegte Stimme
  • Schluckbeschwerden, Kratzen und Brennen im Hals
  • Schmerzen beim Reden
  • Räusperzwang
  • trockenes Gefühl im Rachen
  • Verschleimung im Hals
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Atembeschwerden bis hin zur Luftnot (Arzt aufsuchen!)
  • Fieber
  • schmerzhaft geschwollene Drüsen am Hals und Unterkiefer

Wann zum Arzt

Wenn die Halsschmerzen schlimmer werden bzw. wenn hohes Fieber auftritt, sollte man zum Arzt. Auch wenn sich die Halsschmerzen nach 2-3 Tagen nicht bessern.

Eine Mandelentzündung sollte immer ärztlich versorgt werden.

Auch bei

  • starken Atembeschwerden,
  • himbeerroter Verfärbung der Zunge,
  • stark geschwollenen Lymphknoten,
  • starkem Speichelfluss,
  • Hautausschlag an Gesicht oder Körper,
  • Problemen beim Öffnen des Mundes
  • weiß-gelben Belägen auf den Mandeln, geschwollenen Lymphknoten
  • Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Muskel- und Kopfschmerzen,
  • Blässe und/oder bläulicher Gesichtsfarbe, pfeifenden Geräuschen beim Einatmen

sollte man einen Arzt aufsuchen, denn es besteht der Verdacht, dass hinter den Halsschmerzen eine schlimmere Erkrankung steht.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Die Diagnose von Halsschmerzen ist meist recht einfach: Befragung und allgemeine Untersuchung reichen meist aus.

Dabei wird der Hals nach geschwollenen und schmerzhaften Lymphknoten abgetastet. Der Blick in den Mund zeigt recht schnell, wo die Entzündung sitzt:

  • Rachenschleimhautentzündung (Pharyngitis): Entzündung des Rachens mit Schluckbeschwerden
  • Stimmband- oder Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Typische Beschwerden sind Heiserkeit und Schmerzen beim Sprechen. Die Stimme klingt „belegt”.
  • Mandelentzündung (Angina tonsillaris oder Tonsillitis): angeschwollene, gerötete mitunter auch eitrige Mandeln, starker Speichelfluss, geschwollene Lymphdrüsen. Es treten Schmerzen beim Schlucken auf. Oft ist eine Mandelentzündung mit Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit begleitet.
  • Seitenstrangangina (Angina lateralis): gerötet sind nur die lymphatischen Seitenstränge der Rachenwand. Sie verlaufen von oben nach unten links und rechts des Rachens. Besonders häufig bei Personen, die keine Mandeln mehr haben.
  • Trockene Schleimhaut (Pharyngitis sicca): Die Schleimhaut trocknet durch ständigen Kontakt mit Schadstoffen (Raucher, Staub, Lösungsmittel) aus.
  • Kropf oder Schilddrüsenentzündungen: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Heiserkeit und / oder Atembeschwerden; Die Schilddrüse reagiert empfindlich auf Druck.
  • Mundsoor: Weiße Beläge im Mund deuten auf eine Pilzinfektion oder Diphtherie hin.
  • Kehldeckelentzündung (Epiglottitis; selten): kann in der akuten Form mit Speichelfluß, kloßiger Sprache und Luftnot lebensbedrohlich sein, der Kehldeckel schwillt an und verengt die Luftwege, es kommt zu Atemnot (Kinder), pfeifendem Atemgeräusch, bellendem Husten und Heiserkeit.
  • Pseudokrupp (Laryngotracheitis stenosans, relativ häufig): Die Schleimhaut des Kehlkopfs schwillt an, auch Luftröhre und Bronchien können davon betroffen sein. Es kommt in der Folge zu einer Verengung der Atemwege, unter Umständen auch zu Atemnot.

Ein Abhören der Lunge klärt ab, ob sich die Erkrankung auf weitere Teile der Atemorgane ausgebreitet hat. Laboruntersuchungen werden nur in Ausnahmesituationen gemacht. Bei Verdacht auf eine bakterielle Entzündung der Mandeln wird mitunter ein Abstrich gemacht. Im Labor wird bestimmt, ob eine Infektion mit Streptokokken vorliegt (Streptokokken-Schnelltest). Gegebenenfalls kann man auch durch Tests wirksame Antibiotika identifizieren (Bakterienkultur mit Antibiogramm).

Eventuell wird eine Blutprobe genommen, um abzuklären, ob die Infektion durch Bakterien oder Viren verursacht wird (Zahl der weißen Blutkörperchen, Blutsenkung, C-reaktives Protein, am besten und teuersten ist Procalcitonin, PCT). Eine gute Anamnese und Untersuchung ergibt bereits Hinweise, ob eine bakterielle Infektion vorliegt.

Verschiedene andere Erkrankungen sind ebenfalls mit Halsschmerzen verbunden, z.B. Diphtherie, Mumps, Scharlach und Pfeiffersches Drüsenfieber. Dann kommt es aber zu weiteren Beschwerden und Symptomen.

Sehr selten sind Halsschmerzen durch bösartige Erkrankungen des Knochenmarkes (Leukämie), der Schleimhaut (Tonsillenkarzinom, Ösophaguskarzinom) oder des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) verursacht.