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Symptome von Hauterkrankungen sind vielfältig

Welche Krankheit steckt hinter welchem Symptom?

Viele Erkrankungen verändern das Aussehen der Haut auf charakteristische Weise. Hier geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Symptome und welche Krankheiten sich dahinter verbergen können. Für vertiefende Informationen folgen Sie den angegebenen Links.

Symptome

Die Funktionen der Haut sind bei Verletzungen gestört. Vor allem bei schweren Verbrennungen und Infektionen kann das lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Die medizinische Bedeutung der Haut ist hoch. An der Haut lassen sich für den geübten Arzt viele innere Erkrankungen des Körpers vermuten oder ablesen. Außerdem gibt es auch Erkrankungen der Haut, die sich auf die inneren Organe oder den ganzen Organismus auswirken können. Die Schuppenflechte (Psoriasis), die neuerdings als Autoimmunerkrankung eingestuft wird, führt z.B. bei fünf Prozent der Patienten zu Gelenkentzündungen (Psoriasisarthritis).

Folgende Erkrankungen der Haut können unterschieden werden:

Hautinfektionen: Bakterien, Pilze, Viren, Parasiten

  • Abszess, Eiterbeule: Ein Abszess ist eine schmerzhafte Entzündung mit Schwellung. Er entsteht durch eine Infektion mit Bakterien, welche das Gewebe zerstören. Durch die Abwehrreaktion des Körpers bildet sich Eiter und eine gerötete Entzündung, die sich heiß anfühlt. Liegt der Abszess am Augenlied, spricht man von Gerstenkorn (Hordeolum).
  • Akne vulgaris: Dies ist eine Entzündung der Talgdrüsen der Haare, die meist in der Pubertät auftritt. Die Talgdrüse verstopft und eiterbildende Bakterien führen zu einer Entzündung. Nach dem Abheilen können Narben zurückbleiben. Ein Furunkel ist eine besonders tiefe Vereiterung, ein Karbunkel eine weit ausgedehnte, flächige Entzündung. Es gibt seltenere Akneformen, die auch nach der Pubertät auftreten (Akne tarda). Auch schwerere Formen wie die Akne conglobata, die tiefe, größerflächige Hautentzündungen verursachen und teilweise mit stark wirksamen oral einzunehmenden Medikamenten behandelt werden müssen.
  • Geschwüre (Ulkus): Hier ist die Haut- oder Schleimhautoberfläche durch Gewebszerfall bis hinein in das Unterhautgewebe zerstört. Die Wunden sind offen und mit gelblich, schmierigem Belag bedeckt. Ursache können Durchblutungsstörungen (durch Venen- oder Arterienfunktionsstörungen bedingt), Infektionen oder Tumoren sein.
  • Lippen- und Genitalherpes: Das Herpesvirus (Herpes Simplex Virus = HSV) bildet Papeln auf der Haut oder Schleimhaut, die sich in Bläschen umwandeln (Vesicae), aufplatzen, schließlich von einer Kruste überzogen werden und meist ausheilen. Selten kommt es bei Abwehrschwäche zu chronischen oder immer wieder auftretenden Herpesinfektionen. Begünstigt wird dies auch durch Entzündungen oder Barrierestörungen (Neurodermitis) der Haut, Stress, UV-Strahlung und anderes. Auch erblich kommt eine meist harmlose Abwehrschwäche isoliert gegen bestimmte Viren wie HSV vor. Das Virus versteckt sich ähnlich dem Windpockenvirus (VZV) bei Gürtelrose (Herpes zoster) in Nerven (Trigeminusnerv), so dass die Infektion bei einer Schwächung der Organismus immer wieder aufflammen kann.
  • Warzen (Verrucae): Auch Warzen werden durch Viren ausgelöst, meist durch sog. Humane Papilloma-Viren (HPV). Es bilden sich Gewebs-Wucherungen, welche mehr oder weniger harte und hornige Erhebungen auf der Haut bilden. Genitalwarzen, auch spitze Kondylome (Condylomata acuminata) genannt, sind zunächst papelartige, später hahnenkamm- oder blumenkohlartige Erhebungen die sich im Intimbereich ausbreiten und ebenfalls auf HPV zurückgehen. Bestimmte HPV-Arten können das Risiko für Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) erheblich erhöhen.
  • Wundrose (Erysipel): Hier sind Bakterien, meist Streptokokken, über eine kleine Wunde (etwa einen Insektenstich) in den Körper gelangt. Sie breiten sich unter der intakten oberen Haut im Gewebe aus. Es entsteht eine Entzündung ohne Eiter, die äußerlich durch eine Schwellung sowie Rötung zu sehen ist. Die Wundrose ist wegen der Gefahr der Ausbreitung auf z.B. Muskeln, Gelenke und einer drohenden Ausbreitung ins Blut (Sepsis) sehr gefährlich.

Siehe Artikel über Hautinfektionen!

Verletzungen:

  • Erfrierungen
  • Insektenstiche
  • Schleimhautverletzungen
  • Schürf-, Schnitt-, Stich-, Schuss-, Riss-, Biss-, Platz-, Abtrennungs-, und Pfählungsverletzungen
  • Verätzungen
  • Verbrennungen durch Hitze, radioaktive Strahlung
  • Wundliegen (Dekubitus)

Siehe Artikel über Wunden!

Ekzeme:

Unter einem Ekzem oder Dermatitis wird eine mehrheitlich nicht ansteckende Entzündung der Haut verstanden. Es ist durch Juckreiz, Rötung, lokale Verdickungen der Haut (Papel) oder eine flächenhafte Verdickung der Haut (Lichenifikation), Bläschen, Schuppung, Krustenbildung gekennzeichnet.

Man unterscheidet:

  • Allergisches Kontaktekzem: Dies ist eine besondere Ausprägungsform von allergischen Erkrankungen. Ein allergischer Hautausschlag wird bei Kontakt der Haut mit dem allergenen (Allergie erzeugenden) Stoff (Allergen, Antigen) ausgelöst.
  • Atopische Dermatitis, atopisches Ekzem, Neurodermitis oder endogenes Ekzem: Hier besteht eine Überreaktion des Immunsystems, die von Außenreizen angestoßen wird, aber dann auch ohne sie weiter besteht. Bei Kindern sind die drei wichtigsten Faktoren die Psyche mit familiären Faktoren, die Ernährung und die allergische Veranlagung. Bei 20 % der Kinder spielen Lebensmittelallergien eine begleitende Rolle. Bei Erwachsenen spielt Ernährung mit etwa zwei Prozent eine geringe Rolle.
  • Dyshidrotische Ekzem: Es ist gekennzeichnet durch kleine, stark juckende oder brennende Bläschen. Betroffen sind überwiegend die Handinnenflächen, Fingerseitenflächen sowie Fußsohlen. Beim Aufplatzen der Bläschen bilden sich nässende Ekzeme die später mit Krusten bedeckt sind. Mit der Zeit entstehen Schuppen oder Verhornungen und die Haut neigt zu Rissen. Die Ursache ist am ehesten eine allergische Veranlagung in Verbindung mit Stress, Infekten und weiteren unbekannten Faktoren.
  • Mikrobielles Ekzem: Hautentzündung unter wesentlicher Mitwirkung von Bakterien bzw. Bakterientoxinen.
  • Photodermatosen (Erkrankungen durch Sonnenlicht)
  • Phototoxische Dermatitis: Medikamente oder andere Stoffe reagieren mit dem Sonnenlicht und machen die Haut sensibel auf UV-Strahlung.
  • Sonnenallergie, ist eigentlich keine Allergie, sondern eine abnorm starke Reaktion auf Sonneneinstrahlung. Sie tritt meist im Frühling bei entsprechender Disposition auf nicht sonnengewohnter Haut auf.
  • Sonnenbrand (Dermatitis solaris): Entsteht bei zu langer Sonnenbestrahlung.
  • Photoallergische Reaktion: In der Haut entstehen durch UV-Licht Substanzen, auf die der Körper allergisch reagiert (wie etwa Duftstoffe oder Haupflegeartikel).
  • Seborrhoisches Ekzem: Unter seborrhoischem Ekzem oder seborrhoischer Dermatitis versteht man eine Erkrankung der Haut, die besonders Orte mit hoher Talgdrüsendichte, wie die Kopfhaut und das Gesicht betrifft. Es ist mit einer starken Schuppung verbunden, welche beim Kratzen zu Entzündungen und Bluten neigt. Besiedelung mit Bakterien und Pilzen spielt neben der Veranlagung und Ernährung eine entscheidende Rolle.
  • Toxisches Kontaktekzem: Es wird durch einen Kontakt mit reizenden Substanzen ausgelöst. Beispiele wären Seifen, Bleichmittel, Säuren und Laugen. Auch Sonnenbrand zählt man dazu. In der Regel entwickeln alle ausgesetzten Personen diese Hautreaktion. Die Ausprägung und die Schwere der Reaktion sind jedoch unterschiedlich.
  • Windeldermatitis: Der Windelbereich des Babys ist ständig durch Urin und Stuhl gereizt. Dabei kann es zu entzündlichen Hautreizungen kommen. Hier besteht auch die Gefahr, dass sich Bakterien und Pilze ansiedeln. Häufig handelt es sich um Hefepilze der Art Candida, die meist einfach bekämpft werden können. Selten sind sie multiresistent.

Parasiten:

Parasiten die auf oder in der Haut leben, sind in erster Linie unangenehm, bergen aber auch die Gefahr, an Infektionen zu erkranken und sollten konsequent bekämpft werden:

  • Läuse
  • Flöhe
  • Krätzmilben
  • Zecken

Störungen der Hautbildung, Horn- und Haarbildung:

  • Haarausfall hat zahlreiche Auslöser: Medikamente (Gerinnungshemmer, Betablocker, Narkosegase), Schuppenflechte, Jahreszeit, Färben der Haare, Veränderungen der HormoneEisenmangel, Syphilis, Störungen der Schilddrüse, Autoimmunerkrankungen, allergische Reaktionen, Belastungen mit Schwermetallen u.a. Giften. Kreisrunder Haarausfall ist ein scharf begrenzter Haarausfall. Die Ursachen sind nicht bekannt. Stress sowie eine erbliche Neigung, insbesondere allergische Disposition, spielen aber eine Rolle.
  • Nagelpilz (Nagelmykose): Befallen werden Finger oder Fußnägel vom Nagelrand aus. Der Pilz breitet sich dann zu den Rändern und der Nagelwurzel aus. Der Nagel verfärbt sich zunächst gelblich oder weißlich, später hebt er sich ab und verhornt stark. Die Erkrankung ist sehr ansteckend und kann mehrere Nägel befallen.
  • Nagelwachstumsstörungen, splitternde Nägel, brüchige Haare mit stumpfen Glanz können Anzeichen für Mangelzustände sein, wie zum Beispiel Biotinmangel (Vitamin H). Er droht bei schweren Verdauungsstörungen, daneben bei Dialysepatienten und unter gewissen Medikamenten. Auch Mangel an Zink, Eisen, Vitamin A und Kalzium lösen die Störungen aus. Ursache für diverse Mangelzustände sind, neben schweren Erkrankungen, eine unausgewogene Ernährung (zu wenig Obst und Gemüse). Veganer sind zwar mit Pflanzenkost bestens versorgt, aber auch ihnen drohen unter Umständen Defizite (z.B. Mangel an Vitamin B 12)
  • Pellagra ist ein Vitamin B3 oder Niacin (= Nicotinsäure; Nicotinamid)-mangel: Dabei kommt es in erster Linie zu Hautveränderungen: Furchen auf der Haut der Hände, verstärkte Hornbildung und Hautleisten sowie eine Rötung an empfindlichen Hautstellen. Daneben leiden die Patienten unter Durchfall und mangelndem Appetit, aber auch Verwirrung und Depression.
  • Schuppenflechte (Psoriasis): Es entstehen rote, entzündete, teils juckende, erhabene Stellen auf der Haut. Die befallenen Stellen sind scharf begrenzt. Wegen der starken Teilung der hornbildenden Zellen bilden sich mit weißen Schuppen bedeckte Herde.
  • Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis): Die Haut verhornt und bildet Schuppen, die an Fischschuppen erinnern, außerdem sind die Hautfurchen verdickt. Die Krankheit ist sehr unterschiedlich stark ausgeprägt, meist vererbt, manchmal erworben.

Hauttumorerkrankungen

Gutartig:
  • Nävuszellnävi
  • Seborrhoische Keratosen

Bösartig

  • Schwarzer Hautkrebs (Melanom)

Erkrankungen der Milchdrüse

  • Brustdrüsenkrebs: Meist befindet sich in der Brust ein tastbarer Knoten. Häufig treten auch ein Spannungsgefühl und Schmerzen auf, sowie eine lokale Entzündung und Sekretion der Brust.
  • Brustdrüsenentzündung (Mastitis) ist eine Entzündung der Milchdrüse, welche durch Bakterien ausgelöst wird. Kennzeichen sind eine heiße Rötung der Brust, eine leichte Schwellung und starke Schmerzen.
  • Incontinentia lactis: Darunter versteht man eine Störung im Milchhaltevermögen.

Erkrankungen der Schleimhaut

  • Aphten sind kleine bläschenartige weiße Stellen auf der Schleimhaut. Die Stelle schmerzt und ist entzündet. Neben der Schleimhaut können sie auf dem Zahnfleisch, in der Mundhöhle oder auf der Zunge sowie im Genitalbereich auftreten. Sie bilden sich bei Verletzung, Reizung oder Schwächung. Die Ursache ist unbekannt.
  • Stomatitis ist eine Entzündung der Mundschleimhaut. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich, z.B. Infektionen, Vitaminmangel, Reizstoffe, Stoffwechselerkrankungen oder Anämie.
  • Mundgeruch entsteht meist durch die Tätigkeit von Bakterien an den Zähnen, im Mund, Rachen- oder Nasenraum. Sie stellen aus Nahrungsresten flüchtige übelriechende Schwefelverbindungen her. Seltenere andere Ursachen sind Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, der Lunge u.a. Siehe Artikel über Mundgeruch!
  • Soor ist die Besiedlung der Schleimhäute (Mund, Zunge, Speiseröhre, Darm) mit dem Pilz Candida albicans. Meist ist die lokale oder den ganzen Körper betreffende Schwächung des Immunsystems der Auslöser.

Besondere Hautzustände:

  • Juckreiz
  • Quaddelerkrankung (Urtikaria) ist ein nässender Bläschenausschlag
  • Übermäßige Schweißbildung (Hyperhidrosis)
  • Übermäßige Talgbildung (Seborrhöe), fettige Haut und Haare