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Symptome und Diagnose bei Heiserkeit

Kehlkopfentzündung

Bei einer Kehlkopfentzündung leidet man unter Heiserkeit und Hustenreiz. Die Schleimhaut ist entzündet und meldet sich mit Trockenheit, Brennen, Kratzen, Kitzeln und Räusperzwang. Die Stimme klingt mal rau, tief, kratzend, belegt oder piepsig. Es fällt schwer, laut zu sprechen.

Symptome

Manchmal ist das Schlucken behindert oder zu schmerzhaft, so dass selbst der Speichel zum Problem wird. Bei Kindern läuft er aus dem Mund. Auch ein Enge- oder Fremdkörpergefühl kann auftreten, vor allem dann, wenn es durch die Entzündung zu einer Schwellung kommt (Ödem). Daneben kann ein ausgesprochenes Krankheitsgefühl und Fieber auftreten.

Gerade bei kleinen Kindern kann eine Kehlkopfentzündung mit einer starken Schwellung verbunden sein, so dass es zu Luftnot kommt. Bellender Husten begleitet die Beschwerden. Diese Anfälle nenn man Pseudokrupp oder Krupp-Husten.

Eine chronische Kehlkopfentzündung erkennt man an einer ständig belegten Stimme mit Räusperzwang und Reizhusten. Die Stimme klingt rau, tief und längeres Sprechen wird als große Belastung empfunden.

Wann zum Arzt

Wenn starke Schluckbeschwerden vorliegen, das Fieber über 38°C ansteigt, sollte man besonders auf pfeifende oder schnarchende Atemgeräusche achten. Bei Blässe oder bläulicher Gesichtsfärbung liegt ein ärztlicher Notfall vor. Bei allen Zuständen mit Fieber und Luftnot sollte man umgehend in eine Klinik fahren oder den Notarzt rufen.

Vorsicht bei Kindern

Es gibt einige Erreger, die den Kehlkopf befallen. Häufig betrifft es Kinder, da ihr Körper noch nicht alle Erreger bekämpfen kann. Schwillt bei Kindern der Kehlkopf oder der Kehlkopfdeckel an, kann sich schnell eine bedrohliche Situation entwickeln. Bei der Kombination aus Fieber, Hustenanfällen, Luftnot und Halsschmerzen liegt möglicherweise ein Pseudokruppanfall vor.

Überwachen

Eine Heiserkeit sollte immer vollständig abheilen - spätestens nach einer Woche. Chronische Heiserkeit sollte überwacht werden.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Von außen kann man den Kehlkopf nicht sehen, oft aber ist – zumindest bei Erkältungen – auch der Rachen gerötet. Wenn man mit einem Holzspatel die Zunge nach unten drückt, ist auch noch ein Teil der Rachenhinterwand sichtbar. Typisch bei Infektionen sind angeschwollene Lymphknoten im Halsbereich.

Wenn die Beschwerden länger als 3 Wochen anhalten, muss man die Situation mit einer Laryngoskopie (Kehlkopfspiegelung) abklären: Mit einer starken Lichtquelle und einem kleinen Spiegel verschafft sich der Arzt einen Einblick. Wesentlich besser ist die Untersuchung mit einem Endoskop mit einer kleinen Kamera am Ende. Diese Untersuchung ist für den Patienten jedoch belastender, da der Würgereflex mit Betäubungs- und Beruhigungsmitteln unterdrückt werden muss.

Bei einer Laryngitis sind die Stimmbänder entzündet und leicht verdickt. Auch Knötchen, Polypen und andere Schleimhautwucherungen können dort sitzen. Bei Bedarf lassen sich im Zuge dieser Untersuchung auch gleich Gewebeproben entnehmen. Bei einer erkältungsbedingten Heiserkeit ist dies meist nicht notwendig. Anders sieht es bei chronischen Beschwerden aus, oder bei Personen, die beruflich von ihrer Stimme abhängig sind (Sänger).