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Weitere Therapien: Hepatitis

Was sonst noch hilft

Neben pflanzlichen Mitteln und Verhaltensmaßnahmen, die bei Hepatitis helfen, gibt es weitere Möglichkeiten an Naturheilverfahren, sowie eine Unterstützung der Therapie durch eine angemessene Ernährung. Die Schulmedizin hat vor allem die Ursachen der Hepatitiserkrankung im Blick.

Ernährung

Bei Störungen der Leber ist vor allem eine leichte, aber nahrhafte Kost geeignet. Sie belastet nicht und ist gut verträglich. Zwei Drittel der Hepatitispatienten neigen nämlich zur Unterernährung. Leichte Vollkost ist für alle Formen optimal, solange keine Komplikationen aufgetreten sind. Eine spezielle Leber-Diät gibt es nicht.

Früher empfahl man viele Kohlenhydrate und sparte sowohl beim Fett als auch beim Fleisch. Diese alten Empfehlungen gelten heute nicht mehr.

Fett ist bei Hepatitis erlaubt

War früher eine Fettreduktion bei Hepatitis üblich, lässt man heute Fett wieder zu. Fettarme Kostformen haben den Verlauf der Erkrankung nicht entscheidend beeinflusst. Im Gegenteil, verschlägt es vielen Patienten bei fettarmer Diät den Appetit. Fett ist für viele Leberkranke einer der Stoffe, die Energie liefern. Beachten sollte man aber, dass pflanzliche, kalt gepresste Öle mit dabei sind.

Es kann aber immer wieder vorkommen, dass die Leber mit dem Nahrungsfett nicht fertig wird. Es wird einfach unverdaut ausgeschieden („Steatorrhoe“ oder Fettstuhl). Kennzeichen ist der eigenartige schaumige, lehmfarbene und weiche Stuhl mit schlechtem Geruch. Dabei quälen auch Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfälle. Dann muss man die Fettkomponenten in der Nahrung eine Weile im Auge behalten.

Eiweiß – damit liegt man meist richtig

Bei verschiedenen Leberkrankheiten (Anorexie und Alkoholismus) besteht ausgesprochener Eiweißmangel, aber auch die anderen Hepatitis-Patienten brauchen mehr davon. Schließlich ist der Eiweißstoffwechsel bei einer schwachen Leber nicht effektiv. Leberkranken spendet überwiegend das Protein die Energie. Wenn also die Leber noch ausreichend Restfunktion aufweist, braucht der Organismus 0,75 bis 1,2 g Eiweiß pro Tag, je nach Zustand. Bei Komplikationen, die die Nerven betreffen (Enzephalopathie), gelten jedoch andere Regeln.

Kohlehydrate – nur mit Vorsicht

Viele Patienten mit Hepatitis entwickeln Diabetes, es sind etwa 40 % der Betroffenen. Das muss man berücksichtigen. So greift man besser zu komplexen Vollkornprodukten und lässt Zucker und weißes Mehl links liegen.

Klein aber fein

Voluminöse Mahlzeiten belasten die angeschlagene Verdauung. So isst man lieber wenig, dafür aber öfter. Beachten muss man aber, dass unterernährte Hepatitispatienten nicht hungern sollten. So sollte immer ein Happen bereitstehen, auch eine Mahlzeit spät abends hilft gut über die Nacht.

Fettleber entlasten durch Fasten

Bei Übergewicht mit Fettleber zahlt sich eine vernünftige und langsame Gewichtsreduktion aus. Gerade bei Fettleberhepatitis bringt das Abnehmen schon ab einem Gewichtsverlust von 4% eine Besserung. Optimale Wirkung erreicht das Abnehmen ab 10 % weniger Fettmasse.

Vorsicht: Drastische Hungerkuren sind der Leber nicht zuträglich. Ärztlich kontrolliertes Heilfasten ist erst nach der Entzündung angebracht, wenn die erhöhten Leberwerte nicht sinken wollen. Dann wirkt Fasten oft erstaunlich gut auf das Wohlbefinden der Patienten.

Wasserkontrolle

Leberschwäche führt oft zu einer Wasseransammlung im Bauch und den Beinen. Dann belasten Spannungsschmerzen den Organismus. In solchen Fällen reduziert man die Salzmenge, denn es hält das Wasser im Körper zurück und verschlimmert das Szenario. Etwa 3 g Salz pro Tag ist für einen Erwachsenen Patienten mit Hepatitis genug. Hier sollte man nach den typischen Salzquellen in der Nahrung fahnden. Verdächtig sind Fertigprodukte, Chips, Wurstwaren und gesalzene Nüsse.

Naturheilverfahren bei Hepatitis

Die Naturheilverfahren eignen sich nicht zur Behandlung einer akuten Leberentzündung, bei chronischen Formen können sie jedoch die medizinische Standardtherapie begleiten. Gerade bei chronischen Formen sind Medikamente häufig schlecht verträglich und oft auch nicht erfolgreich. Hier sind Naturheilverfahren eindeutig verträglicher.

Ab- und Ausleitungsverfahren

Bei Hepatitis können viele Stoffwechselprodukte nicht richtig entgiftet werden. Sie reichern sich an und vergiften den ganzen Körper. Ausleitende Verfahren nehmen daher in der Naturheilkunde einen hohen Rang ein. So rät die Alternative Medizin oft zu einer Schröpfbehandlung oder Schröpfkopfmassage in den Leber- und Gallezonen (Schultergürtel und Brustkorb unterhalb der Brust).

Mikrobiologische Therapie

Bei leberkranken Patienten kann die Darmflora gestört sein. Dies kann bei Pilzbelastung mit Diät, einem Antimykotikum oder mit Probiotika behandelt werden. Probiotika enthalten Bakterien, die im Darm wieder ein gesundes Milieu herstellen. Der Nutzen ist noch umstritten.

Sonstiges

Eine Vielzahl alternativer Naturheilverfahren steht für Leberbeschwerden und Hepatitis zur Debatte: Sauerstofftherapie (Ozon, HOT), Sauerstoff-Mehrschritttherapie, Neuraltherapie, Ayurveda, Akupunktur, Elektrotherapie, Bindegewebsmassage und Balneotherapie.

Schulmedizin

Die Therapie der Schulmedizin richtet sich auf die Ursachen der Hepatitis, insbesondere die Bekämpfung der Krankheitserreger. Dabei ist die Therapie besonders bei viralen Infektionen oft schwierig.

Hepatitis A - Ruhe

Eine spezifische Therapie gegen das Hepatitis A-Virus existiert nicht. Der Arzt wird allgemeine schonende Maßnahmen wie Bettruhe empfehlen oder die Allgemeinsymptome wie der nächsten Seite finden Sie allgemeine Informationen zur Krankheit und deren Häufigkeit.