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Herpes

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Schon wieder Herpes!

Wenn das Immunsystem angeschlagen ist, ergreifen die Herpesviren oft ihre Chance. Wie die Naturheilkunde helfen kann Herpes schnell zu behandeln.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Herpes meldet sich immer zur Unzeit

Sie sind beruflich gerade sehr eingespannt oder im Urlaub oder plagen sich mit einer Erkältung? Der Ausbruch von Lippenherpes kommt immer dann, wenn man ihn am wenigsten brauchen kann. Das ist typisch Herpes, denn die auslösenden Viren suchen sich die Zeiten aus, in denen das Immunsystem angeschlagen ist. Dann meldet sich ein Kribbeln auf der Lippe. Höchste Zeit um aktiv zu werden, in dieser Phase lässt sich die explosionsartige Vermehrung der Viren noch unterdrücken. Hässlichen Bläschen auf der Lippe lassen sich dann manchmal noch vermeiden. Wer anfällig ist, sollte mit Naturheilkunde sein Immunsystem grundsätzlich stärken. Ansonsten lassen sich die Viren mit Phytotherapie in Schach halten. Hier ist die Melisse die Top-Heilpflanze.

Herpes: Naturheilkundliche Therapie-Bausteine

Guter Rat gegen Herpes: Starkes Immunsystem

Der beste Schutz gegen Herpes ist ein aktives Immunsystem. Bei einigen Menschen funktioniert es gut und sie bekommen trotz Infektion keine Bläschen, andere kämpfen mit periodischem Aufflammen. Doch man kann einiges selber tun. Mit Naturheilverfahren und Phytotherapie ist man gut gewappnet. Den akuten Anfall kann man bei schnellem Handeln mindestens kürzen, manchmal auch verhindern.

Vorbeugend aktiv

Sollte eine Belastung absehbar sein (wie ein Urlaub in hoher Bergluft), ist eine vorbeugende Herpes-Behandlung angeraten.

Oberstes Gebot: Hygiene bei Herpes

Die Flüssigkeit aus den Bläschen enthält hohe Mengen an Virus und ist hoch ansteckend. Die Übertragung von Herpes erfolgt über kleinste Mengen Flüssigkeit (Tröpfcheninfektion). Über Schmierinfektion erreichen Herpesviren andere Körperbereiche. Das sollte in dem Fall vermieden werden. Desinfektion ist ein Muss!

Heilpflanzen

  • Melissenblätter-Extrakt: Erste Wahl bei Herpes ist eine Salbe mit Melisse. Die enthaltenen Labiatengerbstoffe halten die Virenvermehrung auf. Daneben sorgt der Gerbstoff für einen Gewebsverschluss und dämpft auch Entzündungstendenzen. Auch Rückfälle sind mit Melisse seltener! Das Gesamtpaket Melisse dürfte dem pharmazeutische Wirkstoff Aciclovir überlegen sein! Übrigens eignet sich Melisse auch für Herpes im Genitalbereich.
  • Ebenfalls Aciclovir ebenbürtig erwies sich eine Creme mit Salbeiextrakt oder die Kombination von Salbei-/Rhabarberextrakt.
  • Von den Bienen abgeschaut hat man sich das Kittharz: Die Propolis-Tinktur greift den Virus an, insbesondere der Propolis der Pappel. Auch hier ist eine Anwendung sowohl gegen Herpes labialis als auch Herpes genitalis erfolgversprechend.
  • Sonnenhut: Speziell für die Stärkung des Immunsystems ist der Sonnenhut zu empfehlen. Es gibt Präparate zur innerlichen Einnahme oder Cremes zum Auftragen. Beides kann auch kombiniert werden.
  • Eine Creme mit Aloe Vera-Extrakt lässt Genital-Herpes schneller abheilen. In einer Studie reduzierte die Aloe die Dauer von Genitalherpes von 14 Tagen auf etwa fünf.

Lokale Behandlung

Herpes labiales kann überall am Oberkörper zuschlagen. Dann kühlen kalte Umschläge mit pflanzlichen Zusätzen. Besonders empfehlenswert sind auch hier die Gerbstoffe (Eichenrinde, Kamille und Schafgarbe, Salbei).

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Herpes helfen können

Homöopathische Mittel

Die homöopathischen Mittel gegen Herpes sind zahlreich. Entscheidend sind die Begleitumstände:

Bienengift (Apis): Herpes mit brennenden, stechenden Schmerzen, vor allem am Beginn des Anfalls. Berührung schmerzt, Hitze verschlimmert.

Arsen (Arsenicum album): juckendes Herpesbrennen, Beginn in der Nacht. Haut ist trocken und gibt kleine Schuppen ab. Häufige Rückfälle. Patient ist unruhig und ängstlich. Kälte verschlimmert Beschwerden.

Bittersüß (Dulcamara): Herpes bei Frauen immer wieder vor der Monatsblutung, rheumatische Veranlagung, Kälte verschlechtert.

Graphit (Graphites): Lippenbrennen und Jucken mit krustigen, gelben Absonderungen. Probleme mit einreißender Haut und Lippen. Augen morgens verklebt.

Kalkschwefelleber (Hepar sulfuris): Schmerzen bei Herpes splitterartig stechend, eventuell zum Ohr ziehend. Starke Eiterung. Kälte und Zug verschlimmert.

Schwefel (Sulfur): juckender, brennender Schmerz, unterdrückter Herpes. Gesichtshaut erscheint schmutzig, Wasseranwendung und Wärme verschlechtert.

Giftsumach (Rhus toxicodendron): eiternde Fieberbläschen, eiternde und juckende Bläschen. Folge von nass-kaltem Wetter.

Lebensbaum (Thuja): Bläschen auf Lippen und Zunge. Geschwollene Drüsen, nachts schlechter, Bettwärme verschlimmert die Herpesbeschwerden.

Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzung ist nur für den Notfall vorgesehen. Wer akuten Vitaminmangel hat, kann schon mal zu einem Multivitamin-Präparat greifen. Im Normalfall reicht die gesunde Ernährung.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Hausmittel gegen Lippenherpes sollten sofort zum Einsatz kommen und nur im Fall, wenn kein „richtiges“ Präparat im Augenblick zur Hand ist.
  • Silicea zieht die Hitze aus dem Bläschen und ist kosmetisch fast unsichtbar. Silicea eine billige Option, die man wirklich testen sollte.
  • Andere schwören auf Zahnpasta, sie ist natürlich in jedem Koffer dabei.
  • Der Honig direkt vom Frühstückstisch hat gewisse antivirale Wirkstoffe, er macht auch die Haut geschmeidig. Studien belegen den Sachverhalt.
  • Adstringierende Heilpflanzen klingt sehr theoretisch, man hat sie meist im Haus: Schwarzer Tee ist ein Beispiel. Man brüht ihn sehr konzentriert auf und tupft ihn mehrfach auf die betroffene Stelle.
  • Hitze über 50°C verträgt der Herpesvirus nicht. So kann man die Lippe an eine Tasse mit heißem Tee pressen. Vorsicht, nicht verbrennen! Es gibt bereits medizinische Geräte in Form eines Lippenstifts, die bei Erreichen der Zieltemperatur abschaltet.
  • Mit einem Wattebausch hochprozentigen Alkohol auf die Lippe drücken. Cognac (mit 60 % Alkohol) führt jede Bar. Nachteil, man muss länger auftragen bis der Alkohol ins Gewebe eindringt, dafür sieht man keine Flecken wie Zahnpasta.
  • Teebaumöl ist ziemlich aggressiv und sicher nicht für jeden geeignet. Das Öl eignet sich auch zur Vorbeugung und lindert auch den Juckreiz.
  • Zinksalbe hilft nicht jedem. Stark fettige Bestandteile von Zinksalben hemmen die Atmung der Haut und können einen Hitzestau verursachen, welcher die Beschwerden schnell verschlimmert. In diesem Fall einfach vorsichtig abtupfen.

Verhalten:

  • Entspannung: Achten Sie auf Faktoren, die Sie persönlich stressen. Ausreichend Schlaf und Entspannung machen sie seelisch und körperlich stark.
  • Abhärtung: Einfachstes Mittel für gute Abwehrkräfte ist ausreichend Bewegung an frischer Luft, aber nicht zu viel direktes Sonnenlicht auf der Haut.
  • Hygiene: Die Lippe nie direkt mit der Hand oder Cremetube berühren, sondern indirekt mit einem Wattebausch, Serviette oder Q-tip. Die Teile werden sofort im Müll entsorgt. Küssen ist bei Herpes nicht erlaubt. Das Geschirr am besten selbst in die Maschine stellen.
  • Ganz intim: Herpes labialis wächst nicht nur auf der Lippe, sondern auch im Intimbereich. Daher ist vor der Intimpflege gründliches Händewaschen und ein extra Handtuch sinnvoll. Beim Duschen soll das Wasser nicht über das Gesicht laufen.
  • Augen schützen: Gefahr droht auch bei Kontaktlinsen, denn Herpes befällt auch die Augen. Für ein paar Tage muss die alte Brille wieder her.
  • Lippenpflege: Risse und raue Lippen sind eine Einladung für Herpes. Also Lippen gut pflegen, aber Achtung: Auch am Lippenstift können Herpesviren haften! Also den kranken Teil auslassen, er erhält eine Sonderbehandlung.

Weitere Therapien

Hier fanden Sie die Mittel für die schnelle Herpes-Hilfe. Auf der nächsten Seite gehen wir auf die Dauertherapien bei Herpes ein.