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Weitere Therapien: Herpes

Was sonst noch hilft

Gegen Herpes gibt es Hausmittel und Heilpflanzen zur schnellen Hilfe. Auf lange Sicht zählt eine gesunde Abwehr und entspannte Haltung. Hier gibt es Mittel zur Stärkung (Ernährung, Naturheilkunde). Die ganz schlimmen Fälle sind bei der Schulmedizin besser aufgehoben. Selbstverständlich eignen sich die natürlichen Mittel auch begleitend.

Ernährung

Das Prinzip ist leicht zu behalten: Viele Vitamine in Form von frischem Obst und Gemüse. Das weiß ganz besonders das Immunsystem zu schätzen. Übrigens enthält der Apfel, die Brombeere und Rhabarber Stoffe, die den Herpesvirus hemmen, zumindest im Laborversuch.

Wenn die geschädigten Lippen das Essen zur Qual machen, ist vorübergehend auch flüssige Nahrung über Suppen und Strohhalm erleichternd. Bei geschädigter Mundschleimhaut („Mundfäule“) brennen Fruchtsäuren. Dann also besser auf Gemüse oder säurearmes Obst ausweichen.

Naturheilverfahren bei Herpes

Ordnungstherapie: Herpes ist Unordnung?

Herpes kann ein Zeichen sein, dass Sie über ihre Kräfte leben. Ordnungstherapie sorgt für das richtige Maß und Ausgeglichenheit. Oberstes Ziel ist ein Leben in Einklang mit unseren Kräften und Ressourcen. Zur Ordnung gehört gerade auch regelmäßige Entspannung. In diesen Zeiten tanken Sie Kraft und werden stark für den Alltag.

Entspannung ist Herpes-Kontrolle

Wer die psychosomatische Selbstkontrolle beherrscht hat einen klaren Vorteil: Man bleibt ruhig, auch wenn die Wellen des Alltags wieder einmal hoch ausschlagen. Es gehört nur etwas Geduld und Übung dazu, um die Entspannung bewusst herbeizurufen. Das Gebiet ist breit gefächert, sicherlich findet sich ein Verfahren, das zu Ihnen passt:

Training für das Immunsystem

In Phasen, in denen der Virus schläft, ist Gelegenheit das Immunsystem zu fordern. Balneotherapie oder die Kneipptherapie nutzen dazu wechselwarme Auflagen. Auch Sauna, Wassertreten und Schwimmen sind Varianten. Wer sich gegen diese natürlichen Stressoren wehren kann, hat auch dem Stress einiges entgegen zu setzen. Nur bei der Klimatherapie gilt Vorsicht, denn extreme Sonneneinstrahlung und Temperaturen lösen Herpes aus.

Akupunktur und Akupressur

Es mag immer noch Menschen geben, die Akupunktur belächeln. Dabei zeigt die Forschung immer mehr, dass sie tatsächlich wirken kann. In China behandelt man Herpes zoster Schmerzzustände erfolgreich mit Akupunktur. Auch bei Herpes labialis kann man was tun. Dabei handelt man nicht unbedingt mit Nadeln (denn auch der Nadelstich kann – sehr selten – den Herpes reizen). Dann ist Akupressur die praktikable Lösung. Akupressur kann man auch schnell selbst durchführen: Der Druck der eigenen Finger ist „immer zur Hand“. Probieren Sie es einfach mal aus:

Den Druck sollte man deutlich spüren und man kann auch den Fingernagel einsetzen. Die Akupunkturpunkte werden nacheinander für mindestens 15 Sekunden gedrückt. Eine wiederholte Anwendung wird empfohlen. Die allgemeinen Punkte sind : Di 1, Di4, Di11, Du14, Ma36, MP6, speziell nach Lage der Bläschen:

Nur die Herpesbläschen darf man nicht direkt berühren. In diesem Fall weichen Sie einfach auf die Gegenseite aus. Auch hier muss man bei den ersten Anzeichen reagieren.

Mit Eigenblut gegen Herpes

Klassiker der traditionellen Naturheilkunde ist die Eigenbluttherapie. Der Körper wird durch eine Injektion des eigenen Blutes angeregt, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Damit kann auch eine eingeschlafene Immunregulation stimuliert werden, so die Theorie. Klinische Studien dazu gibt es allerdings nicht, die Anwender berichten sehr positiv über das Verfahren.

Aggressiver Sauerstoff

Sauerstoffverbindungen, speziell das Ozon, haben eine erhebliche zerstörerische Kraft auf alle Zellen und auch Herpesviren. Bei der Ozontherapie (HOT) wird ein wenig Ozon unter kontrollierten Bedingungen dem Blut zugesetzt. Alternativ wird Olivenöl mit Ozon angereichert und auf ausgedehnte Herpes-Bereiche aufgetragen. Kontrollierte Versuche zum Thema liegen nicht vor.

Naturheilverfahren, die bei Herpes helfen können

Schulmedizin

Gegen Herpes: antivirale Wirkstoffe

Einfache Hauterscheinungen werden gar nicht oder durch Auftrag von Aciclovir oder Penciclovir in Form von Cremes therapiert. Bei Patienten mit gesundem Immunsystem heilt die Symptomatik nach 7-10 Tagen meist auch von selbst ab. Bei schweren Verlaufsformen, Komplikationen oder bei Hochrisikopatienten können Aciclovir und andere Virostatika als Tablette oder Injektion verschrieben werden. Bei Docosanol lässt sich nur eine leichte Wirkung nachweisen.

Problem Rückfall

Bei mehr als sechs Rückfällen pro Jahr ist eine Dauertherapie mit Aciclovir (z. B. 3 x 400 mg) für sechs Monate zu erwägen. Wenn die Auslöser bekannt und nicht zu vermeiden sind, kann Aciclovir gelegentlich prophylaktisch gegen Herpes eingesetzt werden.

Genitalherpes

Bei Genitalherpes sollte wegen der rascheren und besseren Wirksamkeit und der selteneren Einnahme eher Famciclovir oder Valciclovir gewählt werden. Bei mehr als sechs Schüben pro Jahr ist eine Dauerprophylaxe über mindestens sechs Monate zu erwägen. Mit neurologischen und urologischen Komplikationen muss bei dieser Art von Herpes gerechnet werden. Geschädigte Haut lädt auch Bakterien zu Besiedlung ein, so müssen diese bakteriellen Superinfektionen mit behandelt werden.