Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Weitere Therapien: Herzrhythmusstörungen

Was sonst noch hilft

Bei harmlosen Herzrhythmusstörungen kann man mit Heilpflanzen und Naturheilverfahren viel erreichen. Wichtig ist dennoch bei Beschwerden immer die Beratung durch einen Schulmediziner.

Naturheilverfahren bei Herzrhythmusstörungen

Ordnungstherapie

Ordnung hat auch etwas mit Rhythmus zu tun. Herzrhythmusstörungen, sagt man, entstehen oft auch durch eine psychische Komponente, wie einen Lebensbereich, der in Unordnung geraten ist. Die Ordnungstherapie soll dabei helfen, wieder den eigenen Rhythmus zu finden und eine konsequente Ordnung in das eigene Leben zu bringen. Das kann sich auf den Tag-Nachtrhythmus beziehen oder einen geregelten Tagesablauf, in dem Aktivität und Passivität abwechseln und feste Mahlzeiten vorgesehen sind. Viele Patienten leiden auch unter Ängsten, die durch feste Strukturen und Ordnung gebessert werden können.

Psychotherapie und Entspannungsverfahren

Das Herz ist ein sensibles Organ, das ganz besonders auch auf psychische Probleme reagiert. Viele Herzbeschwerden werden damit nicht durch organische Schäden verursacht, sondern sind seelisch bedingt. So entstehen Beschwerden, die der Arzt mit „funktionellen Beschwerden“ beschreibt, dann nämlich, wenn er organische Ursachen ausschließen kann. Hier ist vor allem die eigene Aktivität der Patienten gefragt. Eventuell kann ihnen eine Psychotherapie weiter helfen, oft aber lindern Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen die Beschwerden signifikant. Mit einer Atemtherapie kann der Patient gezielt für seine rhythmischen Bedürfnisse sensibilisiert werden.

Schulmedizin

Vorrang hat die Behandlung der vorliegenden Grunderkrankung(en): koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schilddrüsenfehlfunktionen, Vergiftungen, Störungen des Elektrolythaushalts oder psychische Störungen. Können dadurch die Beschwerden nicht ausreichend therapiert werden, stehen folgende Optionen offen:

Verschiedene Antiarrhythmika greifen in den Wirkmechanismus der für die Erregung wichtigen Elektrolyte ein. Je nach Beschwerden setzt man zum Beispiel Natriumkanalblocker, Kaliumkanalblocker, Kalziumantagonisten ein. Allerdings haben sie zum Teil starke Nebenwirkungen und die Risiken müssen gegen den Nutzen, besonders bei älteren Patienten, sorgfältig abgewogen werden.

Beta-Blocker kommen bei Stress und psychischen Ursachen zum Einsatz.

Kardioversionsbehandlung

Dadurch wird unter Narkose mit Hilfe von Strom die Erregung am Herzen synchronisiert. Im günstigen Fall setzt dann der natürliche Rhythmus wieder ein.

Parasympatholytika, Sympathomimetika

Medikamente, welche die nervliche Steuerung des Herzens regulieren werden zur Behandlung von langsamen Herzrhythmusstörungen (Bradykardien) nur vorübergehend eingesetzt. Bei länger bestehenden Bradykardien kommen Herzschrittmacher zum Einsatz.

Herzschrittmacher

Patienten mit starken oder chronischen Rhythmusstörungen erhalten einen Herzschrittmacher. Diese Geräte erkennen Rhythmusstörungen und greifen mit Stromimpulsen ein. Meist setzt man ihn bei Herzrasen (tachykarden Beschwerden) ein, seltener bei langsamem (bradykardem) Herzschlag. Es gibt Geräte, die als Dauertaktgeber fungieren oder nur bei Aussetzern oder Störungen des Herzschlages als Ersatztaktgeber anspringen.

Bei hoher Gefahr für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen werden seit der Jahrtausendwende zunehmend kleine Defibrillatoren (ICD) eingesetzt. Dies kann bei den seltenen lebensbedrohlichen, meist genetisch bedingten Herzerkrankungen auch schon bei jungen Menschen notwendig werden. Im Fall von tödlichem Kammerflimmern geben sie den lebensrettenden Stromstoß automatisch ab.

Das Leben mit Defibrillatoren ist nicht immer einfach. Von den betroffenen Patienten wurden Selbsthilfegruppen zur besseren Bewältigung der Situation gegründet.

Katheterablation

Manchmal gibt es im Herz Leitungsbahnen, die die Erregungsleitung stören und seltener sogar zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen können (z.B. beim Wolf-Parkinson-White-(WPW)-Syndrom). Nach einer gründlichen Untersuchung können diese Bahnen identifiziert und zerstört werden. Dazu verwendet man Katheter, die an Ort und Stelle mit Strom bestimmte Bereiche veröden und damit die Herzrhythmusstörungen auflösen.