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Weitere Therapien: Heuschnupfen

Was sonst noch hilft

Grundsätzlich kann man die Symptome von Heuschnupfen mit Pflanzen und Hausmitteln optimal lindern. Bei sehr stark ausgeprägten Allergien kann es allerdings ratsam sein, die Schulmedizin in Betracht zu ziehen und zum Beispiel zeitweise zu Antihistaminika zu greifen.

Naturheilverfahren bei Heuschnupfen

Akupunktur

In kleineren Untersuchungen war die Akupunktur bei der Symptomlinderung erfolgreich für Heuschnupfen (3 Mal pro Woche, 4 Wochen lang). Für die chronische Form (perenniale Rhinitis allergica) wurde ein Effekt nach 8 Wochen Behandlung festgestellt. Um das Ergebnis abzusichern, müssen weitere Studien folgen.

Darmsymbioselenkung

Zurück zur „Natur“?

Eine Allergiehypothese besagt, dass für das Immunsystem kontrollierte Kontakte zu verschiedenen Bakterien der Darmflora wichtig sind. Es wird dadurch beschäftigt, kontrolliert und geleitet. Eine gezielte Behandlung von Schwangeren aus der Allergierisikogruppe und Kleinkinder mit Lactobazillen wird aber immer noch kontrovers diskutiert und die Daten zum Einfluss von Probiotika auf die Allergieentwicklung sind widersprüchlich.

Früher waren die meisten Menschen zumindest zeitweise durch Darmparasiten befallen. Gezielte Versuche mit dem Schweinepeitschenwurm zeigten, dass entzündliche Reaktionen und allergische Symptome in der Zeit des Befalls deutlich zurückgehen.

Schulmedizin

Die Medizin kann derzeit nicht die Ursachen von Allergien behandeln. Dafür sind zahlreiche Medikamente zur Symptombehandlung auf dem Markt.

Antihistaminika:

Die allergische Reaktion beginnt mit einer Histaminausschüttung der Immunzellen (Mastzellen), die durch Antihistaminika (wie Loratadin, Cetirizin und andere) abgefangen werden kann. Die Mittel der neuen Generation verursachen auch weniger Müdigkeit.

Sympathomimetika

Sie sind meistens in Nasensprays enthalten. Auf der Schleimhaut verursachen sie eine Verengung der Gefäße und einer Abschwellung der Schleimhaut. Der Stoff erweitert die Bronchien und verhindert bei Asthma Krämpfe der Bronchien

Achtung: Die Anwendung sollte daher nicht länger als maximal 7 (-14) Tage dauern, da ansonsten z. T. irreversible Schäden an der Schleimhaut und Abhängigkeit auftreten können.
Sympathomimetika können den Blutdruck erhöhen.

Mastzellstabilisatoren

Auch diesen Stoff findet man in Nasensprays. Sie verhindern die Reaktion der Immunzellen („Mastzellen“). Dadurch wird der Botenstoff Histamin, welcher die Entzündung startet, nicht ausgeschüttet.

Glukokortikoide wie Cortison

Nur in Fällen, bei denen man die Symptome der Allergie nicht in den Griff bekommt, muss Kortison eingesetzt werden. In Form von Augentropfen, Nasensprays oder Inhalatoren kann es gezielt an den Ort des Geschehens gebracht werden. Der Vorteil der lokalen Anwendung ist, dass der Körper weniger durch Nebenwirkungen belastet wird.

Kortison kann jedoch die Schleimhäute dünner und anfälliger machen und durch eine Unterdrückung der Immunabwehr Infektionen mit Krankheitserregern begünstigen. Nach lokaler Anwendung von Kortisonpräparaten ist der Mund durch Gurgeln auszuspülen (ausspucken!).

Orale Kortisonpräparate sollten nur in dringenden Fällen eingesetzt werden. Die Langzeit-Nebenwirkungen sind, besonders ab einer Verwendung von mehr als 7 Tagen erheblich.