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Husten

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Husten kann viele Ursachen haben

Husten kann ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen, gegen die zahlreiche Heilpflanzen gezielt genutzt werden können. Besonders vielseitig wirken Thymian und Efeu.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Husten - lediglich ein Symptom

Husten an sich ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom. Die Reizung der Atmungsorgane löst diesen natürlichen Reflex aus. Bei Erkältungen und Asthma ist der Husten ein stetiger Begleiter, aber auch die Irritation der Lunge durch Rauchen oder Schadstoffe in der Luft kann diesen Reiz auslösen. Wie Sie einen harmlosen Husten mithilfe von Heilpflanzen und anderen Naturheilverfahren auskurieren können und wann Sie unbedingt den Arzt aufsuchen sollten, erfahren Sie hier!

Behandlung bei Husten: Naturheilkunde und Hausmittel

Bei einfachem Husten sind meist eine Inhalation, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine Behandlung mit Phytotherapie ausreichend. Sie sollte möglichst früh beginnen. Nur bei chronischem Husten oder obstruktiver Bronchitis müssen neben der Phytotherapie auch andere Maßnahmen eingesetzt werden..

Strategie gegen Husten:

  • Bei trockenem Reizhusten werden Mittel verwendet, die den Reiz auf der Schleimhaut lindern und den Hustenreflex unterdrücken.
  • Ist der Husten mit schleimigem Auswurf begleitet, helfen Präparate, die den Schleim verflüssigen.
  • Um zu verhindern, dass es zu einer Zweitinfektion mit Bakterien kommt, nutzt man Mittel, die die Immunreaktion fördern oder keimhemmend wirken.
  • Am Wichtigsten bei Husten ist: Auslöser meiden (Rauchen, Staub) und Grunderkrankung bekämpfen.

Heilpflanzen

Husten kann ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen. Es gibt zahlreiche Heilpflanzen, die gezielt gegen bestimmte Erscheinungen wirken. Besonders vielseitig sind Thymian und Efeu.

Trockener Reizhusten: einhüllend

Ursache für trockenen Reizhusten ist eine gereizte Schleimhaut. Verschiedene Heilpflanzen haben eine einhüllende und dämpfende Wirkung auf den Hustenreiz („Mucilaginosa“). Sie beruhigen auch die Auswurfaktivität der Schleimhaut:

  • Spitzwegerich
  • Eibischwurzel, -blätter
  • Huflattichblätter
  • Isländisch Moos
  • Malvenblätter, -blüten
  • Wollblume

Trockener Reizhusten: antientzündlich

Entzündungen der Schleimhäute sind nicht nur schmerzhaft, sie erzeugen außerdem oft Hustenreiz. Bei Entzündung der bronchialen Schleimhaut kann man auch Pflanzen mit antientzündlichen Wirkstoffen nehmen:

  • Bibernellwurzel
  • Efeublätter
  • Isländisches Moos
  • Sonnentau
  • Spitzwegerichkraut
  • Süßholzwurzel
  • Thymiankraut
  • Zwiebelsaft/-extrakt

Krampfhusten: gegen Hustenreiz

Besonders nachts kann Husten quälend sein und nicht nur den Kranken wach halten. Hier nimmt man Mittel, die den Hustenreflex unterdrücken (so genannte Antitussiva):

  • Efeublätter
  • Primelwurzel
  • Huflattichblätter
  • Süßholzwurzel
  • Thymiankraut
  • Lindenblüten
  • Ammeifrüchte
  • schwarzer Tee

Früher verwendete man dazu Opiumalkaloide aus dem Schlafmohn (Codein und Noscapin). Das Mittel war wirkungsvoll, wird aber wegen der hohen Suchtgefahr heute nicht mehr so häufig eingesetzt. Auch heute noch wird mit Codein Missbrauch getrieben.

Verschleimung: "produktiver Husten"

Bei zähem, schwer abgehendem Schleim ist es sinnvoll, für eine Verflüssigung zu sorgen und den Abtransport zu fördern:

Saponin-haltige Pflanzen: Efeublätter, Hohlzahnkraut, Primelwurzel, Sanikelkraut, Schlüsselblumenblüten, Seifenwurzel, Senegawurzel, Süßholzwurzel, Königskerze

ätherisches Öl enthaltende Pflanzen (Fichtenspitzen, Grindeliakraut, Kiefernsprosse, Quendelkraut, Sternanisfrüchte, Thymiankraut, Anis-, Eukalyptus-, Fenchel-, Fichten-, Kiefernnadel-, Minz-, Pfefferminzöl, Campher)

Verschleimung: keimhemmend

Schleim soll die Schleimhaut schützen. Doch einige Mikroorganismen haben sich auf das Überleben im Schleim spezialisiert. Sie führen zu den gefürchteten „Sekundärinfektionen“.

Gegen Infektionen mit krankmachenden Keimen kann man sich mit keimhemmenden Pflanzen zur Wehr setzen:

  • Efeublätter: Extrakt
  • Thymiankraut: Fluidextrakt oder Tee
  • Propolis - Zubereitungen: im Mund/Rachen einwirken lassen (z.B. auf Zuckerwürfel geträufelt und langsam zergehen lassen, schlucken)
  • Salbeiblätter, Tee oder Extrakt: gurgeln, trinken
  • Brunnenkresse, Kapuzinerkresse: Fertigpräparate
  • schwarzer Rettich, Meerrettich: einnehmen

Immunstärkend: vorbeugend und begleitend

Zur Stärkung des Immunsystems können begleitend eingenommen werden:

  • Sonnenhut
  • Kapuzinerkresse und Meerrettich
  • Umckaloabo
  • Propolis

Herzstärkend

Husten ist mitunter ein Hinweis auf ein schwaches Herz (Lungenstauung). Präparate mit Weißdorn stärken die Kontraktionskraft und das Schlagvolumen des Herzens. Herzbeschwerden lassen sich so lindern.

Homöopathische Mittel bei Husten

Zaunrübe (Bryonia): Husten schmerzhaft, trocken und hart. Schleim ist zäh. Beim Husten kommt es zu Würgen und Erbrechen

Metallisches Kupfer (Cuprum metallicum): Hustenanfälle lang anhaltend, heftig, krampfartig, Krampfhusten mit Erstickungszeichen, Keuchhusten, Zusammenschnüren der Brust

Khellin (Ammi visnaga): spastische Bronchitis, Krampfneigung, entspannend

Lobelie (Lobelia inflata): nächtliche Hustenanfälle mit Angst, Atemnot bei Anstrengung

Carbo vegetabilis: Husten mit kaltem Schweißausbruch gefolgt von Erschöpfung und Schwäche, Atemnot.

Ätzkalk (Causticum): Husten in Folge von Grippe oder Erkältungen, Wundgefühl in der Brust, Schleim kann nicht hoch gehustet werden.

Weitere Therapien

Zusätzlich zu den Heilpflanzen und homöopathischen Mitteln bieten sich noch weitere Möglichkeiten an, Husten zu behandeln. Auf den nächsten Seiten können Sie sich über die geeignete Ernährungstherapie bei Husten, diverse Naturheilverfahren sowie Methoden der klassischen Schulmedizin informieren!