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Weitere Therapien: Husten

Was sonst noch hilft

Für jede Art von Husten gibt es die richtige Heilpflanze. Darüberhinaus gibt es weitere Wege aus der Naturheilkunde, den Husten zu stoppen, wie zum Beispiel durch eine geeignete Ernährungstherapie oder durch physikalische Therapien. Auch über die Behandlungsmethoden der Schulmedizin können Sie sich hier informieren.

Ernährung

Um die Verflüssigung des Schleims zu unterstützen, sollte man viel Hustentee trinken (1,5 bis 2 l). Das fördert auch die Befeuchtung der Schleimhäute bei trockenem Reizhusten.

Bei Bronchitis stellt sich oftmals auch Appetitlosigkeit ein. Die Ernährung sollte leicht sein und reich an frischem Obst und Gemüse.

Süß ist erlaubt

Die Geschmacksknospen der Zunge, die auf „süß“ reagieren, fördern auch die Sekretion der Bronchien. Hustentees und Säfte dürfen und sollen daher gesüßt werden, am besten mit Honig.

Achtung: Milch fördert die Verschleimung!

Naturheilverfahren bei Husten

Physiotherapie, Atemtherapie

Patienten mit chronischem Husten können bestimmte Atem-, Räusper- und Hustentechniken erlernen. Sie erleichtern den Auswurf. Des Weiteren unterstützt eine Brustkorbgymnastik die Entschleimung.

Good Vibrations

Brummen bei vorgehaltener Hand erzeugt Schwingungen im Brustkorb, die den Schleim lockern und den Auswurf erleichtern. Schwingungen können auch durch vorsichtiges Abklopfen oder Massagegeräte ausgelöst werden.

Günstig wirkt jede Form von Bewegung, am besten leichte Ausdauersportarten wie Wandern und Radfahren. Dabei ist zu beachten, dass die Belastungsgrenze nicht überschritten wird. Besonders bei bettlägerigen und schwachen Patienten ist darauf zu achten, dass sie sich trotzdem etwas bewegen und des Öfteren bewusst tief atmen um alle Lungenabschnitte zu belüften.

Über den Darm behandeln

Husten/Asthma kann einen allergischen Auslöser haben. Die Lunge ist entwicklungsgeschichtlich ein Anhängsel des Darms und ist daher auch mit dem Darmkanal verbunden. Hier kann eine Überprüfung der Ernährung notwendig werden. Die Komplementärmedizin sieht als Ursachen von Asthma häufig auch eine Störung der Darmflora und behandelt durch Darmsymbioeselenkung.

Ordnungstherapie

Damit die Hustentherapie anschlagen kann, sollte man zusätzlich für optimale Bedingungen sorgen:

  • keine Schadstoffe (wie Rauchen, Staub, Lösungsmittel oder Smog)
  • frische Luft und Bewegung an der Sonne
  • trockene Heizungsluft meiden (Luftbefeuchter)
  • häufig Lüften (kurz aber heftig)
  • Unterkühlung vermeiden
  • reichlich trinken (2 Liter pro Tag)

Physikalische Therapie

Wärme

Bei chronischer Bronchitis ist Wärme wohltuend. Heiße Wickel können im Bereich der Brust und des Rückens aufgelegt werden. Man nimmt hier Heublumensäcke, Senfmehl, Kartoffelbrei. Auch ein Saunabesuch, etwa 1-2 mal die Woche, hilft beim Entschleimen und regt das Immunsystem an.

Achtung: Bei akuter Bronchitis bzw. akuten Erkältungen ist Sauna nicht sinnvoll, da sie hierbei eher schwächt und Herz und Kreislauf belastet.

Inhalationen

Einreibungen oder Inhalationen mit ätherischen Ölen lösen den Hustenkrampf und fördern das Abhusten. Inhalation von heißen Dämpfen kann auch die Vermehrung von Erkältungsviren hemmen.

Es werden zum Inhalieren auch Ultraschallgeräte angeboten, welche die Luft mit feinsten Tröpfchen (Aerosole) anreichen. Hier können Medikamente oder einfaches Kochsalz zugesetzt werden, um die Entschleimung zu unterstützen.

Achtung: bei Säuglingen und kleinen Kindern sind ätherische Öle nie im Bereich des Gesichts anzuwenden! Nur Präparate verwenden, die auch für die Alterstufe geeignet sind!

Wärme und Kälte

Bei Infektanfälligkeit empfiehlt sich eine abhärtende Therapie mit warmen und kalten Wasseranwendungen.

Achtung: nur in den anfallsfreien Phasen!

Balneotherapie/Kur

Bei chronischem Husten ist ein Kuraufenthalt in reiner oder salzhaltiger Luft zu empfehlen. Es eignen sich mildes Seeklima oder Sole-Anlagen in Mittelgebirgsklima. Empfohlen wird Natriumhydrogencarbonat- und Natriumhydrogenchlorid-haltiges Heilwasser.

Ab- und ausleitende Verfahren

Die traditionelle Medizin behandelt Bronchitis und Asthma mit Schröpfen der Nackenzone oder des Brustbereichs. Dadurch sollen die Beschwerden gelindert werden sowie Schadstoffe ausgeleitet werden.

Ist eine Immunschwäche Ursache für Hustenanfälligkeit, kann in den infektfreien Zeiten eine Baunscheidt-Behandlung des Rückens durchgeführt werden. Dabei wird die Haut verletzt und reizendes Öl eingerieben.

Schulmedizin

Die medizinische Behandlung richtet sich in der Regel nach der Grunderkrankung. Ansonsten werden die Symptome behandelt:

Sekretolytika (Ambroxol oder Acetylcystein) lösen den Schleim bei produktivem Husten. Die Wirkung ist umstritten, sie können bei chronischer und chronisch obstruktiver Bronchitis jedoch sinnvoll sein). In bestimmten Situationen mit starker Sekretbildung kann der Schleim auch abgesaugt werden. Bei trockenem Husten werden hustendämpfende Mittel (Antitussiva) eingesetzt.

Entzündliche Reaktionen kann man mit Antihistaminika oder Kortikosteroiden kontrollieren.

Anstrengung, Aufregung, reizende Gase, Allergene u.a. Faktoren können bei Asthma bronchiale Atemnot auslösen. Hier verschreibt der Arzt oft Betamimetika und zur Lösung von Krämpfen in der Muskulatur Bronchospasmolytika. Auf längere Sicht setzt man Glukokortikosteroide ein.

Bei akutem Sauerstoffmangel wird die Atemluft mit Sauerstoff angereichert.

Infektiöse bakterielle Lungenerkrankungen werden antibiotisch versorgt. Dabei sollte aber vorher abgeklärt werden, um welchen Keim es sich handelt (Bakterien, Mykobakterien, Pilze, Parasiten).

Schmerzlindernde Medikamente (Parazetamol) sind nur gelegentlich notwendig.

Achtung: Auswurffördernde Mittel und Antitussiva dürfen nicht gemeinsam angewendet werden!

Viele Asthmatiker reagieren auf ASS (Aspirin), Nicht Steroidale Entzündungshemmer (NSAR) oder Betablocker mit einem Anfall.

Menschen die husten, benötigen eine besonders intensive Betreuung wenn Sie Vorerkrankungen bzw. chronischen Erkrankungen haben, wie

  • Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Nierenerkrankungen
  • Leberzirrhose
  • Diabetes
  • kardiale Erkrankungen (Herzerkrankung)
  • Immundefekte