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Symptome und Diagnose bei einer Koronaren Herzkrankheit (KHK)

Beklemmung und Engegefühl

Bei Angina pectoris fühlt der Patient Schmerzen sowie Beklemmung und Engegefühl in der Brust durch eine Unterversorgung des Herzmuskels. Die Schmerzen strahlen in den linken Arm, mitunter auch in den Bauch und den Rücken aus. Dieses Krankheitsbild entsteht durch eine koronare Herzkrankheit (KHK) mit einer Verengung und Verstopfung der Herzkranzgefäße.

Symptome

Bei einem Herzinfarkt entsteht meist ein massiver drückender bis brennender Schmerz mit Schwächegefühl, Schweißausbruch (kalter Schweiß), Atemnot, Angst, Übelkeit und Blutdruckabfall. Mitunter werden Schmerzen auch in Bauch, Rücken und Schulter erfahren mit ganz unterschiedlichen Schmerzcharakteristika. Bei einem Teil der Herzinfarkte zeigen sich jedoch keine auffälligen Symptome (etwa 15-20 %), besonders bei Frauen treten mitunter auch nur Müdigkeit, Schlafstörungen und/oder Luftnot auf. Nach neueren Forschungen zur geschlechterbezogenen Medizin wurde bestätigt, dass Frauen bei vielen Erkrankungen andere Symptome haben und auch eine etwas andere Behandlung brauchen als Männer.

Die Herzinsuffizienz löst Beschwerden durch eine reduzierte Herzleistung aus: Blutstau, Kurzatmigkeit bei Belastung, Husten, Sauerstoffmangel, Schwindel und Lungenödeme sind charakteristisch für eine Linksherzinsuffizienz.

Bei Rechtsherzinsuffizienz treten auf: Ödeme, gestaute Halsvene, Schmerz in Nieren und Leber, Verdauungsstörungen, Herzrasen und Rhythmusstörungen.

Herzrhythmusstörungen sind Unregeläßigkeiten im Herzschlag, die der Patient als Herzstolpern mit Atemnot, Schwindel und Ohnmacht oder Herzrasen eventuell mit Nervosität und Hyperventilation erlebt. Unter Umständen sind die Beschwerden auch mit Angina pectoris kombiniert. Im Extremfall bleibt das Herz stehen und es kann ein plötzlicher Herztod (z. B. in Folge von Kammerflimmern) eintreten.

Während bei leichten Beschwerden häufig überdiagnostiziert und übertherapiert wird, wird beim schweren Verlauf gelegentlich zu spät oder zu schwach reagiert. Beides kann verhängnisvoll sein. Wenn es zur Ausstrahlung in den linken Arm, zu Vernichtungsgefühl oder großer Angst kommt, liegt meist ein Angina pectoris-Anfall (Blutgefäßverkrampfung) oder sogar ein Herzinfarkt vor. Auch „erfahrene“ Herzkranke zögern dennoch stundenlang, den Notarzt über 112 anzurufen. So ein Zögern kann tödliche Folgen haben.

Im Zweifelsfall daher sofort den Notarzt anrufen! Am aussichtsreichsten ist eine Behandlung in der ersten Stunde, spätestens bis sechs Stunden nach Beginn der ersten Symptome. Die Sterblichkeit ist in

Ein Druck im Herzbereich ist eines der Frühzeichen einer KHK, aber bei weitem nicht jede Missempfindung in Herznähe oder unter dem Brustbein und bei weitem nicht jede Atemnot deutet auf eine echte koronare Herzkrankheit (KHK) hin.

Häufig stecken andere Störungen hinter solchen Beschwerden wie

  • Angst oder emotionaler Druck
  • Störungen der Rippen und der Wirbelsäule
  • Magenerkrankungen, insbesondere Sodbrennen (Rückfluss von saurem Magensaft (Reflux) und dadurch Entzündung der Speiseröhre = Refluxösophagitis)
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen
  • Platzen einer erweiterten Hauptschlagader (Aortenaneurysma-Ruptur; sehr selten)
  • Verstopfung der Lungenschlagadern (Lungenarterienembolie)

…und viele andere Krankheiten. Alter ist das Hauptrisiko für eine KHK sowie die Arterienverkalkung. Besonders Rauchen, erhöhte Blutfette, zu hohes Körpergewicht, Mangel an Bewegung, Zuckerkrankheit, Dauerstress erhöhen das Risiko für Arteriosklerose. Unter diesen Umständen ist es sehr wahrscheinlich, dass eine echte Herzdurchblutungsstörung vorliegt.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Neben den unverzichtbaren „altmodischen“ Verfahren Abklopfen und Abhören ist das Elektrokardiogramm (EKG) zum Standard geworden. Das EKG in Ruhe zeigt zuverlässig Rhythmusprobleme und Narben von früheren Herzinfarkten auf, kann aber nicht jeden Fall von koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkten nachweisen.

Das Belastungs-EKG, die Ergometrie führt in den vielen Fällen zur sicheren Diagnose mit einer Sensitivität 70-80 %. Bei älteren Frauen ist aber die Erkennungsrate der KHK im Belastungs-EKG mit nur 50 % eher gering. Im Akutfall dienen die Vorgeschichte (Anamnese), die Symptome, das Risikoprofil und Blutuntersuchungen wie das Herzmuskelprotein h-FABP (heart-specific Fatty Acid-Binding Protein), Troponin-T, Creatinkinase (CK), insbesondere CK-MB, LDH/HBDH, GOT und im Zweifel eine Herzkatheteruntersuchung dazu, einen akuten Herzinfarkt zu identifizieren.

Durch Ultraschall kann in einem so genannten Echokardiogramm das Ablaufen der Pumpfunktion und die Herzanatomie untersucht werden oder das Infarktgebiet lokalisiert werden.

Eine besondere Bedeutung kommt der Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) zu, denn dadurch können die Herzkranzgefäße exakt dargestellt werden: Der Patient erhält ein Kontrastmittel mit einem Katheter direkt in die Koronargefäße gespritzt. Die Lage und Größe der Verstopfungen und anderer Veränderungen werden dann im Röntgenbild dargestellt. Die Koronarangiographie wird nach Ansicht vieler Experten in Deutschland zu häufig bei jüngeren Gesunden bzw. bei nicht ausreichender Indikation und zu selten bei wirklich Kranken durchgeführt.