Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Weitere Therapien: Koronare Herzkrankheit (KHK)

Was sonst noch hilft

Mit einem gesunden Lebensstil können Sie nichts falsch machen - gerade wenn es um die Herzgesundheit geht. Bei KHK sollten Sie umso stärker darauf achten, Naturheilverfahren können Ihnen dabei helfen. Der Hauptbestandteil der Therapie sollte jedoch die Schulmedizin sein.

Ernährung

Eine mediterrane Kost reduziert die Sterblichkeit bei KHK. Die wichtigsten Regeln sind wie folgt:

  • Vermehrter Verzehr von Kohlenhydraten statt Fleisch
  • Viel pflanzliche Bestandteile mit frischem Gemüse und Früchten
  • Fisch (zwei Mal pro Woche) und Geflügel statt Lamm- und Schweinefleisch
  • Wenig Butter und Sahne, mehr ungesättigte Fettsäuren (Raps, Maiskeimöl, Kürbiskernöl, Olivenöl)
  • Regelmäßiger, moderater Weinkonsum (ein Glas pro Tag)
  • Magermilchprodukte statt Vollmilch

Patienten mit einer erhöhten Cholesterinkonzentrationen (über 250 mg/dl) im Blut sind in epidemiologischen Studien von einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen mit Todesfolge häufiger betroffen. Ob eine cholesterinreduzierende Diät die Gefahren senkt, ist nicht systematisch untersucht aber sehr wahrscheinlich.

Empfehlenswert ist ebenfalls eine Reduktion des Übergewichts. Dadurch verbessern sich die Risikofaktoren Hypertonie, Diabetes mellitus und Hyperlipidämie. Wichtig dabei wäre eine langsame und nachhaltige Abnahme. Ein schneller Gewichtsverlust mit Jojo-Effekt wirkt sich dagegen eher negativ aus.

Naturheilverfahren bei Koronare Herzkrankheit (KHK)

Bewegungstherapie

Kontrollierte Studien zeigten, dass Training die Belastungstoleranz erhöhte, vor allem bei Patienten mit reversiblen Belastungsbeschwerden (Angina pectoris).

Für Patienten, die noch 40-60 % der maximalen Herzleistung haben, sowie eine gute Herzmuskelversorgung, ist ein regelmäßiges Ausdauertraining mit etwa drei bis sieben Aktivitäten pro Woche für 15-60 Minuten sehr sinnvoll. Es eignen sich leichte Ausdauerbelastungen wie Spazierengehen und Fahrradfahren. Der Effekt von intensiver körperlicher Anstrengung ist umstritten. Was für Sie das richtige Training ist, erfahren Sie in Ihrer Herzrehabilitation oder in ambulanten Herzgruppen.

Entspannungsverfahren

Empfehlenswert ist das Training von Entspannungsverfahren wie Autogenem Training oder Muskelentspannung nach Jakobson. Sie können die Belastung durch psychische Anspannung verringern sowie die Infarktangst, die von Herzpatienten mehr oder weniger stark empfunden wird.

Physikalische Therapie

Die Durchblutung kann durch vorsichtige Anwendung der Wassertherapie gesteigert werden. Es eignen sich Teilbäder mit leicht ansteigender Temperatur (beginnend mit 35 °C und ansteigend auf 39 °C). Kälteanwendungen müssen insbesondere am Beginn einer Therapie gemieden werden, da sie die Beschwerden verstärken können oder unter Umständen einen Anfall auslösen.

Herzkompressen mit Arnikatinktur oder Herzsalben wirken insgesamt beruhigend und können die Herztätigkeit anregen.

Akupunktur

Sie sollte nur begleitend und in anfallsfreien Zeiten durchgeführt werden. Bei chronischen Beschwerden helfen im allgemeinen pflanzliche Therapeutika besser.

Schüssler-Salze

Eingesetzt werden: Aurum metallicum, Arsenicum album, Kalium carbonicum, Phosphor.

Naturheilverfahren, die bei Koronare Herzkrankheit (KHK) helfen können

Schulmedizin

Die medikamentöse Therapie benutzt unter anderem

  • Nitrate
  • Betablocker
  • Calciumantagonisten

Im Akutfall sollte man sofort ein Nitrat als Kapsel zum Zerbeißen oder als Spray anwenden (bekannt ist Nitrolingual®). Wenn dies nicht innerhalb von ein bis zwei Minuten einen Effekt haben sollte, besteht der Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt. Dann sollte man sofort den Notarzt über 112 anrufen. Der Notarzt setzt Sauerstoff, Nitrate, Medikamente zur Blutverdünnung (z. B. Heparin, Acetylsalicylsäure = ASS, in ausgewählten Fällen auch Thrombokinase-Inhibitoren), starke Schmerzmittel (Morphium und Verwandte), Beruhigungsmittel bzw. Angstlöser (Benzodiazepine), Mittel gegen Übelkeit/Erbrechen (z. B. Metoclopramid), u. U. Betablocker ein. Bei Bedarf werden Herzrhythmusstörungen mit elektrischen Stromstößen beendet (Defibrillator).

Durch verschiedene Substanzen (ASS) kann die Gefahr von Thrombosen reduziert werden. Eine Langzeittherapie mit einem Thrombozyten-Aggregationshemmer senkte Beschwerden und die Sterblichkeit. Auch eine lipidsenkende Therapie mit HMG-CoA-Reduktasehemmern (Statinen) wirkt positiv.

Die Klinikmedizin hat Operationen und das Dehnen oder Erweitern der Herzkranzarterien entwickelt, was oft gut hilft, aber nicht immer garantiert, dass der zugrunde liegende Krankheitsprozess gestoppt wird. Dafür ist meist eine wesentliche Änderung des gesamten Lebensstils nötig, damit sich die Herzerkrankung langfristig bessert!