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Symptome und Diagnose bei Laktoseintoleranz

Symptome nach Milchgenuss

Während bei einer Allergie die Reaktion sofort nach dem Kontakt erfolgt, dauert es bei der Milchzuckerunverträglichkeit ein wenig länger, da die Milch erst den gefährdeten Dünn- und Dickdarmabschnitt erreichen muss. Aber nach einigen Stunden bekommt man die Rechnung für den Genuss.

Symptome

Laktoseintoleranz äußert sich in der Regel mit Durchfall und Bauchbeschwerden einige Stunden nach dem Verzehr der Milchprodukte. Je mehr Milchprodukte verzehrt werden, umso vehementer sind auch die Beschwerden. Beim Einzelnen sind die Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt, so folgt bei einigen Durchfall, bei anderen Verstopfung.

Mittäter Bakterien

Milchzucker ist auch unter Bakterien ein begehrter Stoff. Sie machen sich sofort ans Werk und vergären ihn. Nebenprodukt sind große Mengen verschiedener Gase. Das macht sich mit Blähungen und lauten Darmgeräuschen bemerkbar. Der Bauch ist dick aufgetrieben und meldet ich mit Krampf- und Bauchschmerzen. Ist die Energiezufuhr durch die Ernährung gestört, so folgen weitere unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit und Gereiztheit. Daneben verschiebt sich der natürliche Bewuchs. Fremde Mikroorganismen bilden im Darm verschiedenste Stoffwechselprodukte, die weitere sehr individuelle Symptome auslösen, wie Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und manchmal auch Akne und Hautprobleme. Es können jedoch bei Laktoseintoleranz auch psychische Symptome auftreten wie depressive Verstimmungen, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen.

Wann zum Arzt

Andauernde Verdauungsbeschwerden sollten immer ärztlich untersucht werden. Darmprobleme sind nicht nur lästig, über längere Zeiten führen sie zu Mangelerscheinungen und Folgeerkrankungen.

Der Laktose-Selbstversuch

Sollte die Ursache für Ihre Verdauungsbeschwerden nicht gefunden werden, ist ein „Selbstversuch“ ohne Milchprodukte eine sinnvolle Strategie. In einem Ernährungstagebuch wird dann alles aufgezeichnet was Sie gegessen oder getrunken haben und wie Sie sich danach fühlen. Beim Vermeidungsversuch sollte es Ihnen dann deutlich besser gehen. Der letzte Beweis ist dann die Provokation: Sie trinken absichtlich Milch. Wenn die Symptome wiederkehren, ist der schlüssige Beweis erbracht. Wem das reich, kann auf die komplizierte Diagnostik verzichten.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Wenn entsprechende Symptome vorliegen, kann man sich mit verschiedenen Methoden Sicherheit über die Ursache verschaffen. Die einfachste Form ist der Selbsttest.

Die Symptome äußern sich häufig ähnlich wie beim Reizdarm. Dann hilft der Expositionstest mit gereinigter Laktose um Klarheit zu verschaffen. Der Stoff wird in Wasser aufgelöst und getrunken. Der Standardtest bei einem Verdacht auf Laktoseintoleranz ist der Atemtest (Wasserstoff-Atem-Test oder H2-Atemtest). Dabei wird die Atemluft nach der Einnahme von 50 Gramm gelöstem Milchzucker untersucht. Bakterien im Darm bilden aus der Laktose Wasserstoff, der dann mit dem Blut in die Lunge gelangt und dort ausgeatmet wird. Der Laktose-H2-Atemtest fällt aber auch manchmal bei Laktoseverwertern positiv aus, wenn sich nämlich eine bakterielle Fehlbesiedlung im Darm entwickelt hat.

Auch der Blutzucker-Test ist eine indirekte Nachweismethode. Wenn der Körper den Milchzucker verdauen kann, steigt nämlich der Blutzucker messbar an, was einfach nachweisbar ist. Allerdings darf der Proband im Vorlauf mindestens 14 h nichts mehr essen. Nach der Milchzuckeraufnahme erfolgen dann 2 Stunden lang im 30-Minuten-Takt Blutabnahmen und Blutzuckertests.

Für Laktoseintoleranz gibt es aber auch einen eindeutigen Gentest: Mit einem Bluttest oder einem Wangenschleimhautabstrich werden Zellen entnommen und daraus die Erbsubstanz (DNA) isoliert. Die Mutation darin lässt sich einfach bestimmen.