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Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

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Lippen-Kiefer-Gaumenspalte: Schädigungen und Risikofaktoren vermeiden

Neben der Vererbung spielen auch Gifte wie Nikotin und Alkohol eine Rolle. Ebenso gilt der Mangel an Folsäure als Risikofaktor für diese Fehlbildung.

Von: PhytoDoc-Redaktion

So können Sie vorbeugen

Die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte ist eine angeborene Fehlbildung der Mundpartie. Sie entsteht in den ersten Monaten der Schwangerschaft, wenn sich während der Embryonal-Entwicklung Teile des Gesichts nicht vollständig verschließen. Für viele Eltern ist die Diagnose ein großer Schock. Die Schulmedizin hat aber immer bessere Verfahren zur Verfügung, um die Fehlbildung zu korrigieren und den Betroffenen ein normales Leben zu ermöglichen. Die genauen Ursachen für die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte sind noch nicht alle geklärt. Neben der Vererbung spielen auch Gifte wie Nikotin und Alkohol eine Rolle. Ebenso gilt der Mangel an Folsäure als Risikofaktor für diese Fehlbildung. Welche vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll sind und wie man einem erkrankten Kind ein gesundes und glückliches Leben ermöglicht, lesen Sie hier.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte: Behandlung & Vorbeugung

Chirurgischer Eingriff

Es gibt heute gute Methoden, um die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte chirurgisch zu beheben. Daneben muss man kontrollieren, wie gut sich das Gehör entwickelt und auch der Spracherwerb braucht manchmal eine gezielte Unterstützung. Aber, und das ist die positive Nachricht, praktisch bei jedem Kind ist heute ein normales Leben möglich. Nur Ohren und Atmungsorgane sind anfälliger für Infektionen. Hier hilft die Phytotherapie.

Auch die Seele berücksichtigen

Manchmal aber bleiben kosmetische Auffälligkeiten und das bedeutet für den Betroffenen und die Umgebung eine psychische Last. Daher braucht auch die Seele eine gute und kompetente Begleitung. Stabile Beziehungen schützen vor Kränkungen!

Vorausschauend planen

Man kann nur allen werdenden Müttern zu einer rechtzeitigen und konsequenten Vorbeugung raten. Das richtige Verhalten während der Schwangerschaft hilft tatsächlich das Risiko zu senken. Eine Garantie aber kann keiner geben. Besonders empfindlich ist das wachsende Kind bis zur 12. Schwangerschaftswoche.

Für Frauen, die ein Kind mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren haben, zählt die Familienberatung durch einen Humangenetiker. Er kann feststellen, wie hoch das Risiko für weitere Kinder ist. Es ist nicht zwangsläufig stark erhöht.

Heilpflanzen

Krankes Kind: Heilpflanzen helfen

Wenn bei Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte häufige Infektionen der Atemwege auftreten, kann man natürlich entsprechende Heilpflanzen einsetzen. Informationen gibt es unter Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen, Erkältung, Husten und Mittelohrentzündung. Auch hier enthält der Beipackzettel wichtige Informationen, wie das Mittel kindgerecht verwendet wird.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalte helfen können

Homöopathische Mittel

Die homöopathischen Mittel bei der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte finden Sie unter den entsprechenden Beschwerden: Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen, Erkältung, Husten und Mittelohrentzündung.

Zur Vorbeugung der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte darf man sich nicht auf die Homöopathie verlassen. Hier sind tatsächlich exakt dosierte Vitamine nötig.

Nahrungsergänzung

Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die entsprechenden Fachgesellschaften in Österreich und der Schweiz (D-A-CH) empfehlen allen Schwangeren etwa zwischen 450 und 550 μg Folatäquivalente über die Nahrung aufzunehmen und darüber hinaus 400 μg Folsäure in Tablettenform zu schlucken. Wenn die Frau bereits ein Kind mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren hatte, sind die angegebenen Mengen deutlich höher (4 mg pro Tag).

In den Schwangerschaftsvitaminen sind bereits wichtige Mineralien (Kalzium), Spurenelemente (Jod) und Vitamine optimal dosiert enthalten. Ihr Arzt kann Ihnen ein hochwertiges Präparat empfehlen! Übriges sinken durch diese Vorsichtmaßnahme auch die Risiken für andere Fehlbildungen wie Neuralrohrdefekte, Herzfehler, Harnwegsmissbildungen.

Folsäure: wann, wie lang?

Am besten wird mit der Einnahme vier Wochen vor einer Schwangerschaft begonnen. Erforderlich ist das Supplement bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Für die Mutter eines erkrankten Kindes ist es wichtig die richtige Pflege zu lernen. Da unterstützt gezielt spezialisiertes Pflegepersonal. Trinken und Stillen sind am Anfang die wichtigsten Fragen. Die kleinen Kinder haben durch die Fehlbildungen Probleme beim Nuckeln, sie können schlichtweg den Unterdruck zum Saugen nur schwer herstellen.

  • Man muss eventuell verschiedene Sauger testen, bis man einen geeigneten gefunden hat. Eventuell kann man den Saugreflex mit dem Finger anregen.
  • Es besteht bei der Gaumenspalte die Gefahr, dass Nahrung in den Nasenraum kommt. Dann reagiert die Zunge automatisch und verschließt den Gaumen. Das braucht Pausen beim Trinken.
  • Die Kinder verschlucken sich häufiger und mitunter läuft die Nahrung aus der Nase. Zum Glück hat der Körper gesunde Reflexe, die gefährliche Zustände vermeiden.
  • Daneben ist Luftschlucken ein Problem. Die Kinder sind dick und „satt“, stoßen anschließend heftig auf. Moderne OP-Techniken und Hilfsmittel können hier viel verbessern (wie Gaumenplatten).

Selbst Stillen ist meist möglich, doch braucht die Mutter dabei viel Geduld, da die Ernährung länger dauert. Mutter und Kind finden mit der Zeit die optimale Technik. So kann die Mutter beim Trinken die gespaltene Lippe mit dem Finger verschließen. Wertvolle Tipps bekommen Sie in der Stillberatung oder in Selbsthilfegruppen mit betroffenen Frauen.

Weitere Therapien

Hier fanden Sie Tipps für die Behandlung und den Umgang mit einem erkrankten Kind. Bei der Vorbeugung aber spielt Ernährung und Nahrungsergänzung eine wichtige Rolle. Weitere Therapiemöglichkeiten bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalte finden Sie auf der folgenden Seite.