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Magenkrebs

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Magenkrebs: Nur frühes Eingreifen erhöht die Überlebensrate

Die Behandlung gehört in die Hände eines erfahrenen Arztes, begleitend ist die Naturheilkunde aber durchaus sinnvoll.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Gehen die Schmerzen wieder weg oder habe ich etwa Magenkrebs?

Früher oder später stellen sich viele Menschen mit Magenschmerzen diese Frage. Doch in den meisten Fällen kann die Diagnostik entwarnen. Magenkrebs betrifft meist ältere Menschen: Pro Jahr erkranken 0,02 % der Deutschen (ca. 17.000) an Magenkrebs, im Mittel sind die Betroffenen 71-75 Jahre alt. Während verschiedene harmlosere Magenerkrankungen mehr oder weniger heftige Beschwerden auslösen, verläuft Magenkrebs vergleichsweise unauffällig (Symptome), was das Tückische an dieser Erkrankung ist. Darum wird sich der Arzt im Zweifelsfall für eine Überprüfung entscheiden. Wie bei allen Krebserkrankungen gibt es verschiedene Ursachen und Risikofaktoren. Die Behandlung gehört in die Hände eines erfahrenen Arztes, begleitend ist die Naturheilkunde aber durchaus sinnvoll. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Therapeuten.

Behandlung bei Magenkrebs: Schulmedizin hat Vorrang

Schwere Krebserkrankungen wie Magenkrebs muss in erster Linie die Schulmedizin behandeln. Die Therapie führt bei frühem Eingreifen zu einer hohen 5-Jahres-Überlebensrate bei über 80 %. Die Aussichten bei spätem Eingreifen sind auch bei maximaler Therapie deutlich schlechter.

Beste Option: Magenoperation

Ziel der Behandlung ist die operative Entfernung der befallenen Gewebebereiche, da nur so eine Heilung zu erzielen ist. Um die Gefahr eines Rückfalls möglichst zu minimieren, sollte man danach sein Leben „gesund“ organisieren und Risikofaktoren meiden. Daneben ist eine optimale Versorgung mit sekundären Pflanzenschutzstoffen und Vitalstoffen (Nahrungsergänzung) sowie eine psychische Stabilisierung wichtig. Bei einer angepassten Ernährung kann man nach der Operation wieder zu Kräften kommen. Begleitend helfen Naturheilverfahren den Organismus gezielt zu fordern ohne zu überfordern. So erlangt der Körper mehr Abwehrkräfte, um selbst den Kampf aufzunehmen.

Besser: Prävention

Jede Form von Magenkrebs erfordert ärztliches Eingreifen, da wäre die beste Option den Ausbruch im Vorfeld zu vermeiden. Da ist ein wenig Wissen gefragt, um eine Lebensumstellung zu planen.

Heilpflanzen

Patienten sind dafür: die Misteltherapie

Zum heute fast unumstrittenen Standard bei Krebserkrankungen gehört die Misteltherapie mit regelmäßigen Injektionen über lange Zeit, oft über Jahre. Die hohe Therapietreue der Patienten lässt auf eine deutliche Wirkung schließen. Gerade auch bei den Nebenwirkungen der Chemotherapie kann die Mistel punkten.

Schleimstoffe

Bei Magenerkrankung ist häufig der Schleimhautschutz gestört. Pflanzenprodukte mit Schleimstoffen wie Leinsamen und Malvenblüten wirken hier lindernd. Auch das klassische Verdickungsmittel Guarkernmehl lindert nach einer Magenoperation die Beschwerden.

Häufig bei Magenkranken trifft man Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit/Erbrechen und Appetitlosigkeit an. Zu diesen Spezialthemen finden Sie gesonderte Informationen.

Müdigkeit

Ginseng ist ein altes chinesisches Stärkungsmittel, das auch bei Krebserkrankungen eingesetzt werden kann. Für einen guten Schlaf sorgen pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrianpräparate. Sie unterstützen auch das seelische Gleichgewicht ohne dabei müde zu machen. Mehr Informationen finden Sie auch unter depressiver Verstimmung.

Hanf – THC- Cannabis bei Krebs

Die Wirkstoffe aus der Hanfpflanze (Cannabinoide) werden nur selten bei fortgeschrittener Erkrankung bei Krebspatienten, die unter Chemotherapie-bedingter Übelkeit leiden, eingesetzt. Der Arzt kann dann die Cannabinoide als individuell zubereitetes Rezepturarzneimittel verordnen. Es wird dann in der Apotheke speziell für den Patienten zubereitet. Im Regelfall wird aber meist nicht der Hanf mit den schwankenden Wirkstoffgehalten verwendet, sondern ein künstlich hergestelltes Cannabinoid.

Allgemeine Heilpflanzen für einen angeschlagenen Magen

Salbei, Kamille und Fenchel als Kräutertees beruhigen die Säureproduktion des Magens.

Die Süßholzwurzel und Bittere Schleifenblume können die Abheilung von Magengeschwüren beschleunigen und eine überschießende Magensaftbildung hemmen. Außerdem lindern sie Magenkrämpfe und schützen die Magenschleimhaut.

Den Magen ansäuern können folgende Tees:

  • Schwarzer/Grüner Tee
  • Kalmuswurzel (auch als Tinktur)
  • Pfefferminze

Säureanreger Kaffee und Alkohol sind zu aggressiv und daher nicht magenschonend.

Entkrampfend und daher schmerzlindernd wirken:

  • Kamille (auch als Rollkur, u. U. mit Leinsamenschleim unterstützt)
  • Schafgarbenkraut
  • Bittere Schleifenblume
  • Süßholzwurzel

Kalmuswurzel ist bei chronischer Gastritis, nervösem Reizmagen und Völlegefühl geeignet. Es ist auch ein krampflösendes Mittel und befördert die natürliche Darmbewegung.

Weitere Informationen zu Erkrankungen des Magens finden Sie unter Bauchschmerzen.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Magenkrebs helfen können

Homöopathische Mittel bei Magenkrebs

Magenkrebs muss mit der konventionellen Schulmedizin behandelt werden. Homöopathie hilft hier nur begleitend. Wenden Sie sich dazu mit Ihren individuellen Beschwerden an einen erfahrenen Homöopathen.

Nahrungsergänzung

Vitamine „danach“

Nach einer Magenoperation muss darauf geachtet werden, dass der Patient ausreichend hohe Vitaminspiegel im Blut hat. Fast immer wird bei Magenerkrankungen zu wenig Vitamin B12 aufgenommen. Manchmal reichen Tabletten, in anderen Fällen muss es gespritzt werden. Daneben sollte der Vitamin D- und Kalziumbedarf nach einer Operation überprüft werden. Wenn dies versäumt wird, droht Osteoporose.

Neben Vitamin D entsteht gerade bei fettlöslichen Vitaminen (Vitamin E, A, D und K) schnell ein Mangel, weil sie zu wenig aufgenommen werden. Anzeichen für schlechte Fettaufnahme ist der blasig-schaumige Fettstuhl mit weiß-grauer Färbung. Er schwimmt in der Toilette und riecht besonders stechend. Wenn er regelmäßig auftritt, drohen Engpässe.

Weitgehend anerkannt ist inzwischen auch die Tatsache, dass Krebskranke häufig einen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen haben oder entwickeln, besonders bei Bestrahlung und Chemotherapie: Ein Vitamin C-Mangel ist oft nachweisbar. Auch andere Vitamine und Selen und Zink sind sinnvoll. Bei häufigem Erbrechen müssen Mineralien umgehend ergänzt werden.

Achtung:

Die Gabe von Vitaminen sollte aber im Einzelfall abgewogen werden. Die breite Zufuhr hoher Dosen von Vitaminen kann auch Nebenwirkungen haben. Die Deutsche Krebsgesellschaft weist darauf hin, dass sich auch mögliche schädliche Effekte abzeichnen, bis hin zur Förderung des Tumorwachstums durch die Gabe bestimmter Vitamine in hohen Dosen.Bitte sprechen Sie alle Nahrungsergänzungsmittel mit Ihrem Krebstherapeuten ab. Er wird einen Vitaminmangel diagnostisch ermitteln und dann gezielt eingreifen. Damit soll auch verhindert werden, dass die Wirksamkeit der Chemotherapie gestört wird, denn hier sind natürlich gewisse „Schadwirkungen“ erforderlich. Das betrifft gerade auch Antioxidantien wie Vitamin C, E oder Beta-Carotin.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Bei anhaltender Übelkeit und Erbrechen müssen meist auch Ernährung und Flüssigkeitszufuhr entsprechend angepasst werden - hier sagt Ihnen der Arzt, ob eine Mineralien-Trinklösung oder eine Infusion notwendig ist.

Damit das Erbrechen leichter überwunden werden kann, soll das Erbrochene sofort entfernt werden. Nach dem Erbrechen belastet die Magensäure die Schleimhaut im Mund und die Speiseröhre. Darum ist eine gute Mundspülung umgehend notwendig: Sie steigert nicht nur das Wohlbefinden, sie sorgt auch dafür, dass die Magensäure Schleimhäute und Zähne möglichst wenig angreift. Finden Sie einen Tee, der gut toleriert wird, wie etwa Kamille, Pfefferminztee oder Ingwer. Er hilft manchmal auch über die Übelkeit hinweg.

Lebensführung

Eine Krebserkrankung belastet den Betroffenen und die ganze Familie. Da braucht man vielleicht die eine oder andere Hilfe von außen. Informieren Sie sich über psychosoziale oder psychoonkologische Unterstützung durch Fachleute. Der Krebsinformationsdienst führt eine bundesweite Liste mit regionalen Krebsberatungsstellen und mit Adressen niedergelassener Psychoonkologen.

Gut zu wissen

Die Krebserkrankung bricht oft aus heiterem Himmel in ein funktionierendes Leben ein. Da muss man sich erst orientieren und auch neue Verhaltensweisen entwickeln. Diese Punkte können im Umgang mit Krebserkrankten helfen:

  • Keine Hektik. Vielen Patienten hilft es in einer liebevollen und ruhigen Umgebung zu Kräften zu kommen. Wichtig ist auch ein bequemer Platz in der Wohnung. Manche möchten für sich sein, andere lieben Gesellschaft.
  • Gerüche können belästigen. Seien es nun Desinfektionsmittel aus dem Krankenhaus oder Lebensmittel. Gegebenen Falls hilft regelmäßiges Lüften.
  • Kommt es beim Erbrechen zu Schmerzen soll es der Arzt wissen. Er kann die Situation beurteilen und erleichternd eingreifen.

Umfangreiche Informationen bietet auch das Deutsche Krebsforschungszentrum.

Weitere Therapien

Bei Magenkrebs entscheidend sind Ernährung und Schulmedizin. Auch die Naturheilkunde kann ein guter Begleiter sein. Tipps zu weiteren Therapiemöglichkeiten bei Magenkrebs finden Sie auf der nächsten Seite.