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Symptome und Diagnose bei Malaria

Fieber, Schüttelfrost, Magen-Darm-Beschwerden

Wer auf Reisen in den Tropen oder Subtropen war, sollte gewarnt sein: Hohes und immer wiederkehrendes Fieber mit Schüttelfrost und anderen unangenehmen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt können auf Malaria hindeuten. Besonders problematisch ist die Malaria bei Kindern.

Symptome

Vom Eindringen der Keime (Infektion) bis zur Krankheitsentwicklung können eine oder mehrere Wochen (Inkubationszeit) vergehen. Die Symptome treten oft erst dann auf, wenn der Infizierte wieder in seiner Heimat ist.

Dann beobachtet man auch folgende Symptome:

  1. Schlagartige Kopf- und Rückenschmerzen
  2. Frösteln und Hitzegefühl
  3. Rhythmische Fieberanfälle, die je nach Erreger unterschiedlich sind
    • Malaria tertiana alle 48 Stunden
    • Malaria quartana alle 72 Stunden
    • Malaria tropica unregelmäßig oder Dauerfieber („Kontinua“)
  4. Blutarmut (Anämie) mit: Schwäche, Atemnot/Lufthunger, Leistungsabfall und schnelle Ermüdbarkeit.

Wann zum Arzt

Wenn Sie innerhalb von vier Monaten nach einem Auslandsaufenthalt krank und fiebrig werden, sollten Sie ärztliche Hilfe suchen. Malaria kann auch nach Jahren noch Rückfälle verursachen. Da Malaria nicht zu den einheimischen Erkrankungen gehört, müssen Sie den Arzt aktiv über Ihre Vorgeschichte aufklären, sonst ist die Diagnose schwer.

Wenn Sie im Reiseland verdächtige Symptome haben, sollte noch dort umgehend ein Arzt aufgesucht werden, das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und das Auswärtige Amt. Die Behandlung sollte aber nur mit Medikamenten erfolgen, die in Deutschland zugelassen sind. Ältere Medikamente oder Mittel in den Apotheken vor Ort sind bezüglich der Wirkung und Verträglichkeit bei nichtimmunen Europäern unsicher.

Kein Arzt in Sicht?

Wenn das nicht möglich ist, sollte unverzüglich eine Selbstbehandlung mit den mitgebrachten Medikamenten einsetzen (Nebenwirkungen und Gegenanzeigen beachten: Malarone®, Riamet®, Coartem® und Medikamente mit Chloroquin wie etwa Resochin® oder Nivaquine). Nach der Selbstbehandlung bitte bei nächster Gelegenheit einen Arzt aufsuchen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Typische Symptome („klinisches“ Bild): Bei uns ist das oft nicht so einfach, weil Malaria nicht zu den einheimischen Krankheiten gehört.

Die Diagnose wird daher durch Labormaßnahmen gestützt:

  1. akuter Anfall: Die mikroskopische Untersuchung des Blutausstriches (Dicker Tropfen und Giemsa-Färbung) zeigt befallene Zellen.
  2. chronische Erkrankung: immunologische Untersuchung: Hier werden Malaria-Antikörper im Blut nachgewiesen.
  3. Früh- und Spätfälle: Identifizierung des Erreger-Erbgutes mit der Polymerasekettenreaktion (PCR)

Malaria-Schnelltests sind auch vor Ort verfügbar, sie sind leider nicht vollständig zuverlässig.