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Mastodynie

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Wenn die Brust spannt

Mastodynie ist eine zyklusabhängige schmerzhafte Schwellung der Brust. Bei leichten Beschwerden reicht die naturheilkundliche (phytotherapeutische) oder homöopathische Therapie aus.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Die weibliche Brust verändert sich im Verlauf des Zyklus

Der Zyklus der Frau ist häufig mit einigen Beschwerden verbunden: Unterleibs- und Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen, aber auch Brustschmerzen – die sogenannte Mastodynie – sind die häufigsten Symptome. Mastodynie tritt meist in der zweiten Zyklushälfte unmittelbar vor der Menstruation auf. Mit Beginn der Monatsblutung verschwindet das Spannen in der Brust normalerweise. Die Ursachen von Mastodynie sind starke Hormonschwankungen während des Zyklus. Mastodynie ist keine ernsthafte Erkrankung, bei folgenden Beschwerden sollten Sie dennoch einen Arzt konsultieren. Auch sollte jede Frau das Abtasten ihrer Brust monatlich wiederholen, um Veränderungen feststellen zu können. Die Brustschmerzen können durch Einnahme von pflanzlichen Präparaten wie Mönchspfeffer oder Nachtkerzenöl gelindert werden. Auch Hausmittel wie kalte oder warme Auflagen oder das Massieren der Brust haben sich gut bewährt.

Was tun bei Mastodynie?

Regulierende Hormonbehandlung

Bei leichter Mastodynie reicht die naturheilkundliche (phytotherapeutische) oder homöopathische Therapie aus. Bei stärkeren Mastodynie-Beschwerden werden die Symptome oder die ursächlichen Hormonstörungen behandelt. Eine deutliche Besserung ist oft auch über eine Änderung der Lebensführung zu erreichen.

Wachsam sein und bleiben:

Ob nun Mastodynie oder Knoten vorliegen oder nicht: jede Frau sollte ihre Brust regelmäßig abtasten, ihre Brust kennen und eventuelle Veränderungen regelmäßig verfolgen. Außerdem sollte die Situation von einem Arzt abgeklärt werden.

Achtung: Die meisten in der Selbstuntersuchung entdeckten Knoten sind harmlos. Doch leider löst die Entdeckung starken psychischen Stress aus. Dazu kommen unter Umständen belastende Untersuchungsmethoden wie Mammografien und Biopsien.

Wenn keine Brustkrebsfälle in der eigenen Familie vorgefallen sind, sollte sich eine Frau nicht zu überflüssigen Maßnahmen drängen lassen. Häufig reicht eine engmaschige Beobachtung der Veränderung. Es bleibt letztlich die Entscheidung jeder Frau selbst, was passieren soll. Achten Sie auf eine sachliche und neutrale Information und suchen Sie einen kompetenten Gesprächspartner. Der Röntgenarzt oder der Gynäkologe sind nicht unbedingt neutral! Der Nutzen von vorsorglichen Mammographie-Reihenuntersuchungen konnte bisher nicht belegt werden.

Heilpflanzen

Phytotherapie bei Mastodynie

Für die Mönchspfefferpflanze (Vitex agnus castus oder auch Keuschlamm) ist in Studien eine positive Wirkung bei Mastodynie nachgewiesen. Der Wirkstoff senkt die Prolaktinausschüttung vor der Menstruation und behandelt somit die Ursache der Beschwerden. Das Präparat sollte jedoch mindestens drei Monate lang eingenommen werden, eine Besserung tritt meistens bereits im ersten Monat ein.

Für die Einnahme von Nachtkerzenöl sind in einigen zumeist kleinen Studien Verbesserungen bei zyklischer Mastodynie beschrieben. Das Nachtkerzenöl war deutlich besser als die Kontrollbehandlung mit einem Scheinpräparat und in der Wirkung mit dem Medikament Bromocriptin vergleichbar. Allerdings muss das Öl über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Dafür ist diese Mastodynie-Behandlung frei von Nebenwirkungen und auch für Frauen mit Kinderwunsch geeignet.

Versuchsweise können bei PMS und Mastodynie auch Ginkgo und Johanniskraut eingesetzt werden. Hier fehlen jedoch genauere Studien. Auch für das Wolfstrappkraut liegen nur Erfahrungswerte vor.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Mastodynie helfen können

Homöopathische Mittel

Homöopathische Komplexmittel gegen Mastodynie enthalten häufig: Mönchspfeffer, Blauen Hahnenfuss, Ignatiusbohne, Iris und Tiger-Lilie. Für diese Kombination liegen auch klinische Studien vor, die zu einem positiven Ergebnis kommen.

Osterluzei (Aristolochia): Brust schmerzhaft und hart, vor allem links, Blutung verspätet und schwach, Schmerzen sind nur während der Blutung besser, geschwollene Beine. Wegen giftiger Aristolochia-Säuren kommt der Osterluzei nur noch hoch verdünnt als Homöopathikum zu Anwendung.

Schierling (Conium): Brust hart, gespannt und schmerzhaft, Schmerz wie ein Messerstich, verhärtete Brustdrüsen.

Alpenveilchen (Cyclamen): Brust hart, gespannt und vergrößert, Blutung zu früh und zu stark.

Einkorn (Helonias dioica): Brust geschwollen und schmerzhafte Brustwarzen, Berührung durch Kleidung unerträglich, häufig mit Kreuz- und Unterleibsschmerzen.

Kermesbeere (Phytolacca): Brust geschwollen, hart und schmerzhaft, beginnende Brustentzündung, knotige Veränderungen.

Sägepalme (Serenoa repens syn. Sabal serrulata): Brust vergrößert, schmerzhaft bei Druck, stechender Schmerz in Gebärmutter und in den Eierstöcken.

Nahrungsergänzung

Orthomolekulare Medizin

Die am häufigsten eingesetzten Vitamine bei PMS und Mastodynie sind Vitamin B6 und Vitamin E. Einige Studien zeigen leicht positive Effekte auf seelischer und körperlicher Ebene.

Vermutlich haben auch Magnesium und Calzium durch krampf- und entzündungshemmende Effekte einen lindernden Einfluss auf Symptome vor der Menstruation und Mastodynie.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Ob bei Mastodynie kalte oder eher warme Auflagen wohl tun, ist individuell verschieden. Die Wickel werden etwa 20-30 Minuten aufgelegt, am besten legt Frau sich dazu ganz entspannt ins Bett. Danach sollte sie noch weitere 30 Minuten Bettruhe einhalten.

Ein klassisches Hausmittel bei Mastodynie sind auch Weißkohlblätter-Auflagen (entzündungshemmende Wirkung). Sie können 1-6 Stunden oder über Nacht am Körper bleiben. Nach dem Abnehmen wird die Haut mit warmem Wasser gewaschen und eventuell mit Olivenöl eingerieben.

Weitere Therapien

Auf dieser Seite haben wir Ihnen bereits einige Heilpflanzen und Hausmittel vorgestellt, die die Beschwerden lindern können. Weitere Therapiemöglichkeiten bei Mastodynie finden Sie auf der nächsten Seite!