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Weitere Therapien: Mittelohrentzündung

Was sonst noch hilft

Heilpflanzen und homöopathische Mittel können bei Mittelohrentzündung helfen. Weitere Therapien finden Sie auf der aktuellen Seite. Wenn die Beschwerden länger als zwei Tage anhalten, muss die Schulmedizin helfen.

Naturheilverfahren bei Mittelohrentzündung

Physikalische Therapie

Wärmebehandlung des Ohres zum Beispiel mit einer Wärmelampe wird als wohltuend empfunden (3 x täglich für 10 Minuten). Danach kann man ein Stirnband oder eine Mütze tragen. Auch warme Umschläge sind geeignet.

  • Aus Heilerde und warmen Wasser einen Teig herstellen (37-38 °C) und auf das Ohr auflegen und mit einem Schal festbinden.
  • Alternativ kann man überbrühte Kamillenblüten oder gehackte Zwiebeln verwenden.

Achtung:

  • Für hochakute Fälle und bei starken Schwellungen/Schmerzen keine Wärmelampen einsetzen, da sonst die Gefahr einer weiteren Zunahme der Entzündungsaktivität besteht.
  • Die Umschläge sollten nicht nass, sondern nur feucht sein. Also vor dem Auflegen etwas ausdrücken.

Bei Fieber

Wadenwickel: alle 10 bis 15 Minuten kalte Wickel anlegen bis das Fieber sinkt.

Bei Infektneigung

Bei geschwächter Abwehr ist Bewegung an der frischen Luft sehr wichtig. Wechselduschen, Saunagänge und Fußbäder fördern die Abhärtung.

Achtung:

  • Dies gilt nicht für akute Infekte.
  • Vor und nach kalten Anwendungen sollten Hände und Füße warm sein. Vorher also bewegen und den Kreislauf auf Trab bringen.
  • Nach der Anwendung warm einpacken und ruhen.

Orthomolekulare Medizin

Die Datenlage ist zwar nicht einheitlich, dennoch ist es einen Versuch wert:

Bei ersten Anzeichen einer Krankheit Vitamin C (200-400 mg/Tag) und Zinkpräparate (10-40 mg) einnehmen. Dies hilft aber nur dann, wenn ein Mangel vorliegt. Bei optimaler Vitamin C-Versorgung hat eine zusätzliche Zufuhr nur bei stark erhöhtem Verbrauch einen Zusatznutzen.

Nichtraucher können zusätzlich bei Infektanfälligkeit Vitamin E (150-200 mg/Tag), nicht aber Vitamin A oder Betacarotin versuchen. Auch eine positive Wirkung von Selen (30-200 mg/Tag) wird diskutiert.

Ausleitende Verfahren

Man behandelt den Bereich hinter dem Ohrläppchen mit einem Cantharidenpflaster oder einem Blutegel. Das fördert die Durchblutung und den Lymphfluss. Alternativ kann bei Infektneigung während einer stabilen Phase der Nacken- und Schulterbereich mit „Baunscheidtieren“ gereizt werden.

Mikrobiologische Therapie (Darmsymbioselenkung):

Die Komplementärmedizin hat den engen Zusammenhang zwischen einer gestörten Darmflora und Infekten der Atemwege erkannt. Es sollte daher auf Stuhlanomalien geachtet werden und die Darmflora aktiviert werden. Insbesondere, wenn die Abwehrkraft geschädigt ist oder wenn Antibiotika zum Einsatz kamen, ist ein gezielter Aufbau der Darmflora (Lactobazillen, Bifidobacterium, Saccharomyces, Enterococcus u. a.) notwendig.

Eigenbluttherpie

Die Eigenbluttherapie gehört zu den Klassikern unter den immunregulierenden Alternativverfahren.

Ordnungstherapie

Bei einer Mittelohrentzündung sollten die Ohren über längere Zeit konsequent geschützt und gepflegt werden. Sollte das Trommelfell gerissen sein, ist dies ein Muss: Zugluft und kalten Wind meiden und Kopfbedeckung tragen!

Beim Baden und Schwimmen ist Vorsicht geboten: Es sollte kein Wasser ins Ohr eintreten.

Beim Duschen und Baden ist kurzzeitig ein Gehörschutz/Ohrstöpsel angebracht.

Generell sollte aber alles gemieden werden, was die Belüftung hemmt. Falls die Ohren doch nass geworden sind, sollte man den Gehörgang abtrocknen. Eher keine Watte ins Ohr! Der Sekretabfluss kann gehemmt werden, der Gehörgang wird oft zusätzlich gereizt.

Schulmedizin

Die klassischen Maßnahmen der Schulmedizin bei Mittelohrentzündung sind Antibiotika (eigentlich nur bei bakteriellen Infekten indiziert, häufig aber fälschlicherweise „zur Absicherung“ gegeben), abschwellende Nasentropfen, Schleimlöser (Ambroxol), Schmerzmittel und Wärmezufuhr. Bei einer allergischen Komponente wählt man Kortikosteroide.

Sind Polypen oder Rachenmandeln die Ursache für häufig auftretende Mittelohrentzündungen, sollten diese operativ entfernt werden.

Bei Komplikationen kann ein Einschnitt ins Trommelfell (Parazentese) unter örtlicher Betäubung erwogen werden. Ein Riss im Trommelfell kann spontan abheilen.

Bei Komplikationen (Mastoiditis, Cholesteatom) begleitend zu einer Mittelohrentzündung kann eine Operation notwendig sein.