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Mundgeruch

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Tabuthema Mundgeruch

Zum Glück gibt es bessere Lösungen, als die Hände vor den Mund zu halten. Nehmen Sie die eigene Mundhygiene kritisch unter die Lupe. Und ergänzend gibt es hilfreiche Mittel aus der Naturapotheke.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Der Stimmungskiller Nummer 1

Mit Menschen, die Mundgeruch haben, möchte man sich lieber nur aus sicherer Entfernung unterhalten. Der üble Atem wird vom Betroffenen selbst leider selten wahrgenommen. Mundgeruch, im Fachjargon auch Halitosis genannt, kann viele Ursachen haben. Falsche Zahnhygiene, geruchsintensives Essen, Alkohol und Zigaretten sind die häufigsten Gründe für schlechten Atem. Dagegen gibt es Hilfe aus der Naturapotheke wie z.B. Gewürznelken, Kardamom – und Chlorophyll. Auf den folgenden Seiten verraten wir Ihnen außerdem hilfreiche Tipps, wie Sie den unangenehmen Geruch sonst noch stoppen können. Wenn ernsthafte Erkrankungen, wie eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen oder Diabetes, dahinterstecken, kann nur ein Facharzt helfen.

Behandlung bei Mundgeruch: Naturheilkunde und Hausmittel

Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Vor einer Behandlung sollte zuerst festgestellt werden, ob wirklich eine Halitosis beim Patienten vorliegt, da es auch psychisch bedingte Formen gibt.

Wird bei der Diagnose Mundgeruch festgestellt, erfolgt zu Beginn der Behandlung eine umfangreiche Mundhygiene, unter Verwendung von Zahnseide und täglicher Reinigung der Zunge. Auch durch eine veränderte Ernährung lässt sich der unangenehme Geruch abschwächen oder ganz verhindern. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Operation einer chronisch entzündeten Nasennebenhöhle oder eines Zwerchfellrisses zur Beseitigung des Mundgeruchs notwendig.

Heilpflanzen

Heilkräuter oder Mischungen daraus werden wie Pfefferminze oder Kardamom verwendet, um den Geruch zu überdecken. Um die geruchsintensiven Stoffe zu binden oder zu zerstören, kommen Chlorophyll, Epigallokatechin oder Tee-Extrakte zum Einsatz. 

Chlorophyll kann die Aktivität bestimmter eiweiß-spaltender Enzyme vermindern und auf diesem Wege die Bildung übler Gerüche hemmen.

TCM: Kardamom

1 ganze Kardamomkapsel, Pfefferminzöl

Wirkung: Gegen schlechten Atem und beugt Zahnfleischbluten vor.

Abends vor dem Schlafengehen die Kapsel kurz zerbeißen, über Nacht in der Backentasche liegen lassen. Morgens den Mund mit lauwarmem Wasser, dem ein Tropfen Pfefferminzöl zugefügt wurde, ausspülen.

Ebenfalls einen Versuch wert ist das Baumharz Mastix. Es reduziert den Zahnbelag und schenkt einen frischen Atem. Bereits in der Bibel wurde Mastix als besonders wertvoller Naturstoff gepriesen.

Tee-Rezepte

  • 20 g Bockshornklee, 15 g Schafgarbe, 10 g Kalmus, 5 g Kamille
    Tee-Zubereitung: 1Eßl. der Mischung mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen, 2 mal täglich 1 Tasse trinken.
  • 10 g Kamille, 10 g Salbei, 10 g Pfefferminze
    Tee-Zubereitung: 1Eßl. der Mischung mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen, 3mal täglich mit dem lauwarmen Tee gurgeln.
  • 35 g Salbei, 35 g Beinwellwurz, 35 g Zinnkraut, 15 g Frauenmantel Tee-Zubereitung: 1 Eßlöffel der Mischung mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen, mehrmals täglich den Mund spülen.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Prophylaxe durch Mundhygiene und pflanzliche Mittel

  • Mindestens zweimal täglich Zähneputzen und Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide
  • Reinigen der Zunge bei der täglichen Mund- und Zahnpflege am besten mit einem Zungenschaber
  • Kaffee, Bier und Wein, sowie sämtliche Lebensmittel, die zu einem schlechten Atem führen, meiden
  • Herausnehmbare Prothesen unbedingt am Abend herausnehmen
  • Aktivität bestimmter eiweißspaltender Enzyme vermindern und am Morgen vor dem Wiedereinsetzen gründlich reinigen
  • Regelmäßiger Besuch Ihres Zahnarztes
  • Tee von Pfefferminze, Anis, Zimt, Kümmel aber auch Grüner Tee helfen gegen Mundgeruch
  • Chlorophyll-Dragees beseitigen Mundgeruch
  • Gewürznelken, Fenchelsamen oder Anissamen wirken hervorragend – zwischen den Mahlzeiten kauen
  • Kaugummi mit Zusatz von Zink, Epigallokatechin, Tee-Extrakten oder Chlorophyll reduzieren die geruchsintensiven Stoffe oder binden sie. Zusätze wie Menthol, Pfefferminze oder Eukalyptus sorgen für frischen Atem

Weitere Therapien

Auf dieser Seite haben Sie bereits zahlreiche Tipps zum Thema erhalten. Auf der nächsten Seite erfahren Sie, welche Behandlungsmethoden die Schulmedizin bei Mundgeruch bereit hält.