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Symptome und Diagnose bei Nackenschmerzen

Ein Foto Ihres Nackens

Mit den bildgebenden Verfahren kann man in aller Regel keine krankhaften Veränderungen in der Halswirbelsäule feststellen, denn verkrampfte Muskeln oder mangelnde Blutversorgung sieht man auf den Bildern nicht. Sie liefern außerdem keine Anhaltspunkte darüber, wie die Strukturen bei Bewegung zusammen wirken. Der Arzt spricht dann von Nackenschmerzen „unklarer Ursache“. Zugegeben etwas unbefriedigend, aber in diesem Fall hat man Glück gehabt und kann mit der richtigen Therapie auf eine Besserung des Symptoms „Nackenschmerz“ hoffen.

Symptome

Das sind die typischen Symptome bei Nackenschmerzen:

Schmerz: Typisch sind Schmerzen mit drückendem, ziehendem oder brennendem Charakter. Meist ist eine Seite mehr betroffen. Im typischen Fall verschlimmern sich die Schmerzen bei Bewegung.

Blockade: Die Bewegung ist häufig blockiert oder es sind die Schmerzen, welche die Beweglichkeit einschränken. Dann wird er Kopf in eine Zwangshaltung gebracht. Die aktiven Muskeln verspannen und verhärten dabei. Die Bänder verkürzen.

Ausstrahlung: Nackenschmerzen strahlen häufig aus. Betroffen sind die Schultern und Arme (Zervikobrachial-Syndrom oder Hals-Arm-Syndrom), die Brustwirbelsäule und der Kopf. Kopfschmerzen beginnen oft im Nacken (Zervikozephales Syndrom).

Nerven: Lähmungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle sind Alarmsymptome: Hier ist ein Nerv an seiner Wurzel geschädigt (radikuläre Symptomatik). Auch SchwindelSehstörungen und Hörgeräusche können mit der Nackensymptomatik verbunden sein.

Psyche: Schmerz-Patienten sind häufig im Stress. So sollte auch das psychosoziale Umfeld bei Nackenschmerzen in den Blickpunkt rücken.

Wann zum Arzt?

Leichte akute Nackenschmerzen können Sie selbst behandeln. Akute Nackenschmerzen sollten nach einigen Wochen von selbst verschwunden sein. Wenn die Symptome dennoch anhalten, fragen Sie besser einen Therapeuten (Allgemeinarzt, Orthopäden, Physiotherapeuten, Chirotherapeuten, Chiropraktiker).

Bei heftigen akuten Schmerzen sollten Sie schnell zum Arzt, insbesondere bei folgenden Alarmsymptomen:

  • An Händen und Armen treten Taubheitsgefühle oder Bewegungsstörungen auf. Das deutet auf ernsthafte Nervenprobleme hin. Kritisch wird es auch bei Kribbeln, Schwindel oder Übelkeit und Erbrechen.
  • Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust deuten auf Infektionen und Tumore hin. Wenn auch noch Kopfschmerzen sowie Schwindel vorliegen, sollte der Arzt eine Hirnhautentzündung ausschließen.
  • Im Hinterkopf behalten sollte man auch, dass sich bei einem Herzinfarkt manchmal die Schmerzen auch im Nacken- und Kieferbereich zeigen.
  • Starke Kopf- und Nackenschmerzen mit Nackensteifigkeit, Bewusstlosigkeit oder Benommenheit sind Symptome für eine geplatzte Ader im Gehirn (Gehirnblutung)
  • Bei Unfallfolgen sollte der nächste Weg immer zum Arzt führen.

Wenn Sie rechtzeitig aktiv werden, kann man eine Chronifizierung aufhalten.

Diagnostik

Ihre Gesamtsituation zählt

Der wesentliche Teil der Diagnose ist bei Nackenschmerzen die Krankengeschichte. Der Arzt interessiert sich hier für Ihre gesamte Lebenssituation. Ganz wichtig auch Ihre aktuellen Belastungen. Überlegen Sie, ob Sie einen Unfall hatten. Auch eine Krebserkrankung und die Medikamenteneinnahme gehören hierher.

Bei der körperlichen Untersuchung macht sich der Arzt nicht nur ein Bild von den verhärteten Muskeln und der Bewegungseinschränkung im Nackenbereich. Die gesamte Wirbelsäule mit eventuellen Deformitäten und Fehlhaltungen zählt bei der Diagnose. Daneben werden die Schmerzpunkte und Bewegungseinschränkungen ermittelt. Dabei wird die Wirbelsäule vorsichtig gedreht und gebeugt. Ein wichtiger Punkt sind auch die Reflexe und Hautempfindungen, sie zeigen, ob Nerven abgeklemmt sind.

Lokalisation

Die Lage und Ausstrahlung der Nackenschmerzen lässt erkennen, welcher Teil der Halswirbelsäule geschädigt ist. Sie können direkt im Nacken liegen oder ausstrahlen. Betroffen sind die Schultern und Arme (Zervikobrachial-Syndrom oder Hals-Arm-Syndrom), die Brustwirbelsäule und der Kopf.

Bildgebende Verfahren: bei Nackenschmerzen nur bedingt aussagekräftig

Im Laufe der Abklärung wird häufig auch eine Röntgenuntersuchung (CT) oder ein MRT (Kernspin) gemacht, aber nicht immer findet man krankhafte Abweichungen. Im Gegenteil: Es gibt zahlreiche Fälle mit deutlichen degenerativen Veränderungen, bei denen der Patient aber beschwerdefrei bleibt. Genau aus diesem Grund ist die Diagnose von Nackenschmerzen nicht einfach.

Sinnvoll ist eine Röntgen-/Bilddiagnostik natürlich nach Unfällen und um zu beurteilen, ob der Nervenkanal eingeengt ist. Bei Bandscheibenproblemen zieht man eine MRT-Untersuchung vor. Sorgfältig abgeklärt wird auch, ob die Nackenschmerzen von einem anderen Organ herrühren. Gelegentlich melden sich Herzkrankheiten mit ausstrahlenden Schmerzen im Nacken. Aber auch Erkrankungen der Gallenblase (eher rechts) und des Pankreas (eher links) können in Schulter und Nacken ausstrahlen.