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Symptome und Diagnose bei Osteoporose

Osteoporose macht sich oft erst spät bemerkbar

Osteoporose verläuft schleichend und verursacht lange keine Schmerzen. Auch die langsamen Skelettverformungen wie - O-Beine oder ein Buckel - fallen meist spät auf.

Symptome

Schmerz

Wenn der Knochen zu schwach ist, entstehen minimale Brüche, so genannte Überlastungsbrüche oder Stressfrakturen. Da es sich um geringfügige Verletzungen handelt, sind sie im Röntgenbild oft nicht sichtbar. Das Nervensystem registriert jedoch diese Entzündungsprozesse und meldet sich mit Schmerzen.

Aufmerksamkeit gefragt

Skelettschmerzen werden bei alten Menschen oft fälschlicherweise als „Hexenschuss" oder „Ischias" erklärt, obwohl sie ein frühes Anzeichen von Osteoporose wären. Auch Muskeln, Sehnen und Gelenke sind fehlbelastet mit entsprechenden Beschwerden am Bewegungsapparat. Die Beweglichkeit nimmt ab und es treten besonders bei Belastung Knochen- oder Rückenschmerzen auf.

Osteoporotische Kettenreaktion

Es kann zu einem Teufelskreis aus Schmerzen, Schonhaltung, Verspannung und Deformationen (Rundrücken, Buckel, Hohlkreuz, Knick in der Wirbelsäule) kommen. Dabei nimmt die Körpergröße oft erheblich ab. Am Rücken bilden sich dann die typischen tannenbaumförmigen Falten.

Osteoporose-Therapie rechtzeitig beginnen

Meist wird Osteoporose erst dann entdeckt, wenn es spät ist und ein Knochenbruch aufgetreten ist. Oft betrifft dies den Oberschenkelhals, die Röhrenknochen in Armen und Beinen oder einen Wirbelkörper. In diesem Stadium ist Osteoporose sehr schmerzhaft.

Wann zum Arzt

Warnzeichen Schmerz

Knochenbrüche führen automatisch in die Klinik, aber auch andauernde Knochen- oder Rückenschmerzen bei älteren Menschen sollten ein Grund für eine diagnostische Abklärung sein.

Osteoporose-Vorsorge Fehlanzeige

Leider werden die Kosten der Untersuchung von der Gesetzlichen Krankenversicherung nur getragen, wenn es bereits zu einer Fraktur ohne äußeren Anlass gekommen ist.

Wann/ wie oft zur Knochendichtemessung?

Am exaktesten kann man die Geschwindigkeit der Knochendichtabnahme bestimmen, wenn man eine Vergleichsaufnahme hat. So sollte im Alter von 50 Jahren eine Aufnahme zum späteren Vergleich gemacht werden. Dann lässt sich ein beschleunigter Knochenabbau noch gut mit einem Bündel an Maßnahmen stoppen oder verlangsamen. Privatpatienten und Selbstzahler kostet die Untersuchung etwa 50 Euro.

Im Prinzip wird der Untersuchungs-Turnus an das Risikoprofil angepasst:

  • normalerweise reicht eine Knochendichte-Messung alle 5 Jahre.
  • Basisdiagnostik ist generell bei Frauen ab 70 und Männern ab 80 Jahren sinnvoll.
  • bei einer reduzierten Knochendichte kontrolliert man alle 2-3 Jahre,
  • bei Therapie wegen manifester Osteoporose einmal pro Jahr.
  • begleitend zu riskanten Medikamenten (Kortison, Aromatasehemmer, Marcumar, Heparin, Antidepressiva, Protonenpumpenhemmer, Antiepileptika) ist eine Aufnahme der Knochendichte alle 6 Monate sinnvoll.

Die Kosten zahlt bei Privatpatienten die Kasse, ansonsten muss der Patient selbst in die Tasche greifen (20-50 Euro). Einzige Ausnahme: Ersatzkassen zahlen bei begründetem Verdacht oder vorhandenem Knochenbruch. Das Verfahren mit Röntgenstrahlen (DXA-Verfahren) ist hinreichend genau und wird von der DVO ("Dachverband Osteologie") empfohlen.

Achtung bei Osteoporose-Risiken

Bei gewissen Risikofaktoren ist eine vorsorgliche Beratung gegen Osteoporose angebracht:

  • chronische Nierenschwäche
  • gehäufte Knochenbrüche
  • Gelenkerkrankungen oder Immobilität
  • Hormonerkrankungen (Schilddrüse, niedrige Sexualhormonwerte)
  • Magen-Darmerkrankungen
  • Organtransplantierte
  • sehr schlanke Raucherinnen
  • unklare Rückenschmerzen und Abnahme der Körpergröße
  • Unterernährung und Anorexie

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Kriterium für das Osteoporose Risiko ist die so genannte Knochendichte. Zur Bestimmung der Knochendichte gibt es im Wesentlichen zwei verschiedene Verfahren:

  • Ultraschall: Die Ultraschallmethode ist zwar einfach, aber nicht ausreichend aussagekräftig.
  • Röntgenstrahlen sind das genauere Verfahren. Bekannt ist die Methode auch unter dem Ausdruck „DXA-Röntgenmethode“ oder "Doppel-Röntgen-Absorptionsmessung". Sie wird an den gefährdeten Bereichen, der Lendenwirbelsäule und der Hüfte durchgeführt. Die Untersuchung dauert nur einige Minuten und ist vollkommen schmerzfrei.

Laborwerte für Osteoporose

Bei Verdacht und älteren Menschen kontrolliert man häufig die Vitamin D-Spiegel im Blut, sie sollten über 20 ng/ml liegen. Auch Kalzium- und Phosphatspiegel können Hinweise liefern.

Weitere Blutuntersuchungen geben Hinweise darauf, ob bestimmte Erkrankungen vorliegen, die eine Osteoporose nach sich ziehen (z. B. Schilddrüsenerkrankungen, Darmstörungen, Nebennierenerkrankungen, Morbus Paget u.a.). Zudem können auch Labortests Hinweise auf die Lage des Knochenstoffwechsels und z.B. auf die Art, Stärke und Geschwindigkeit des Knochenabbaus geben. Sinnvoll sind hier Tests wie CrossLaps und BAP (Knochen-Alkalische Phospatase).